Darmreinigung: Formen, Vorteile, Anleitung, Tipps sowie mögliche Nebenwirkungen

Der Darm zählt zu den wichtigsten Organen des menschlichen Körpers. Damit dieser gesund bleibt, sollte regelmäßig eine Darmreinigung durchgeführt werden. Darunter versteht man das Entleeren des menschlichen Darms von verhärteten Stuhlresten, Schlacken (schädlichen Ablagerungen) sowie hartnäckigen Darmerregern.

DarmreinigungEine Darmreinigung bringt viele Vorteile mit sich. (Foto by: danielkrol85 / Depositphotos)

Aufgaben der Darmflora

Bei der Darmflora handelt es sich um unzählige Mikroorganismen, die im menschlichen Darm zusammenleben. Die von ihnen besiedelte Oberfläche erreicht ungefähr das Ausmaß eines Tennisplatzes. Die friedlich zusammenlebenden Organismen bilden die Grenze zwischen Darm und Außenwelt. Ihre größte Besiedelung findet im Dickdarm statt.
 
Die Darmflora erfüllt zahlreiche wichtige Aufgaben, wie:
  • den Abbau von Ballaststoffen
  • Schutz vor Krankheitserregern
  • die Herstellung von Vitaminen
  • das Versorgen und Ernähren der Darmschleimhautzellen
Kommt es zu Störungen des Gleichgewichts der Darmbakterien, drohen Erkrankungen des Menschen. In Mitleidenschaft gezogen wird die Darmflora zumeist durch eine ungesunde Ernährungsweise, eindringende Krankheitserreger oder die Einnahme von Antibiotika.

Dauer einer Darmreinigung und wie oft diese durchgeführt werden sollte

Eine Darmreinigung sollte ein- bis zweimal pro Jahr durchgeführt werden. Diese nimmt in der Regel zwei bis vier Wochen in Anspruch.

Gründe für eine Darmreinigung

Krankheit und Beschwerden

Der Darm zählt zu den wichtigsten Organen des menschlichen Körpers. So befindet sich in ihm ein beträchtlicher Teil des Immunsystems.
 
Liegen Störungen des Darms vor, arbeitet das Abwehrsystem des Menschen nicht richtig. Zahlreiche Erkrankungen entstehen erst durch Funktionsstörungen der Darmflora.
 
Deshalb empfiehlt es sich bei folgenden Symptomen bzw. Krankheiten eine Darmreinigung und Entgiftung durchzuführen:
Durch die Darmreinigung erhält die Schleimhaut des wichtigen Organs eine größere Aufnahmefähigkeit für nützliche Darmbakterien, die sich anschließend durch eine Darmsanierung ansiedeln lassen.

Zur Prävention

Bei gesunden Menschen dient die Darmreinigung zur Prävention, um die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken.
 
Durch das Entschlacken erhält der menschliche Körper wieder mehr Energie, weil die Nährstoffe anschließend vom Darm besser aufgenommen und verwertet werden können. Außerdem wirkt sich die Reinigung des Darms positiv auf das äußere Erscheinungsbild aus. Ein positiver Nebeneffekt: eine Darmreinigung hilft auch beim Abnehmen.

Vorteile einer Darmreinigung

Durch die Darmeinigung wird die Basis für einen besseren Zustand gelegt.  Somit kann diese zu mehr Lebensenergie, mehr Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit führen.
 
Eine Darmreinigung gilt als hilfreich zur Bekämpfung einer Vielzahl von Krankheiten und Beschwerden. Dazu gehören:
Im Anschluss an die Behandlung können allerdings immer noch Einschränkungen bestehen, was sich unter anderem auf die Ansiedlung von ungünstigen Bakterien zurückführen lässt. In manchen Fällen führt auch die Reinigung selbst zu zeitweiligen Einschränkungen.
 
Damit die Darmreinigung auch eine Erholung der Darmflora nach sich zieht, bedarf es der Ansiedlung von nützlichen Bakterien, die die Darmschleimhaut stärken. Dies wirkt sich wiederum vorteilhaft auf die Gesundheit sowie die Selbstreinigungskräfte des Darms aus.

Die wichtigen Bestandteile der Darmreinigung

Eine effiziente Darmreinigung setzt sich aus drei Basiskomponenten zusammen. Kommen diese drei Hauptkomponenten zur Anwendung, können Tempo und Intensität der Darmreinigung deutlich beschleunigt werden. Dabei unterstützen sie die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers.

1. Flohsamenschalenpulver

FlohsamenschalenpulverFlohsamenschalenpulver hilft den Darm zu reinigen. (Foto by: PixelsAway / Depositphotos)

Flohsamenschalenpulver ist auch unter der Bezeichnung Psyllium bekannt. Es übernimmt die Funktion, Ablagerungen innerhalb des Verdauungssystems zu lockern. Außerdem löst es Stoffwechselabfallprodukte und Giftstoffe aus dem Verdauungssystem.
 
Es empfiehlt sich, die Flohsamenschalen nur einzunehmen, wenn sie fein vermahlen sind. Es werden auch kostengünstige Flohsamenschalenpulver angeboten, die jedoch häufig sehr grob ausfallen. Dies hat den Nachteil, dass sie sich nicht sonderlich gut vertragen lassen. Darüber hinaus erreichen sie nicht die Wirksamkeit der fein vermahlenen Flohsamen.

2. Bentonit und Zeolith

Bei Bentonit und Zeolith handelt es sich um Mineralerden. Sie verfügen über die Eigenschaft, die Ablagerungen und Giftstoffe, die die Flohsamen lösen, an sich zu binden. Gemeinsam mit schädlichen Bakterien werden diese dann via Stuhl ausgeschieden.
 
Die Hersteller bieten Bentonit und Zeolith in Kapseln oder Pulver an. Bentonit ist sogar in flüssiger Form erhältlich. Wichtig ist, dass das Bentonit in Arzneimittel- oder Lebensmittelqualität angeboten wird. Auch Zeolith sollte als Arzneimittelprodukt zugelassen sein.
 
Die Einnahme von Bentonit und Zeolith erfolgt auf nüchternen Magen 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück oder Abendessen in Form eines Shakes. Danach nimmt der Anwender in langsamem Tempo ein Glas stilles Wasser zu sich.

3. Probiotika

Unter Probiotika werden nützliche Bakterien verstanden, die eine gesunde Darmflora aufbauen. Erhältlich sind Probiotika in Form von Kapseln und Flüssigpräparaten. Es besteht auch die Möglichkeit, beide Darreichungsformen miteinander zu kombinieren.

Verschiedene Formen zur Durchführung einer Darmreinigung und unterstützende Hausmittel

Im Handel werden mittlerweile zahlreiche Präparate zur Darmreinigung angeboten. Es gibt auch verschiedene Hausmittel, die sich verhältnismäßig einfach anwenden lassen. Es wird jedoch empfohlen, sich vor dem Einsatz von Hausmitteln von einem Arzt beraten zu lassen. So eignet sich nicht jedes Mittel für einen sensiblen Verdauungstrakt.
 
Ebenso sind gesundheitliche Einschränkungen sowie die Einnahme von Medikamenten (zum Beispiel Antibabypille) zu berücksichtigen.
 
Sanfte Methoden, bei denen es nicht zu Durchfall kommt, bedürfen jedoch in der Regel keiner ärztlichen Beratung.

Colon-Hydro-Therapie

Diese Form der Darmreinigung wird mit warmen Wasser durchgeführt. Dies wird in den Dickdarm eingebracht, anschließend wird der Darminhalt über einen Abflussschlauch abtransportiert. Eine Bauchmassage unterstützt die Wirkung der Colon-Hydro-Therapie.

F.X. Mayr-Kur

Begründer dieser Kur ist der österreichische Arzt Franz Xaver Mayr. Bei dieser speziellen Form des Heilfastens stehen durch die Anwendung von Bittersalz die Reinigung und Schonung des Darms im Vordergrund. Ebenso soll ein gesundes Kau- und Essverhalten erreicht werden. Diese Form der Darmreinigung wird bei vielen Darmerkrankungen angewendet.

Gray Methode

Der Ernährungswissenschaftler Robert Gray aus Kalifornieren ist Gründer dieser Methode, deren Anwendungsdauer ca. drei Monate beträgt. Diese ist einfach durchzuführen und kann unkompliziert in den Alltag integriert werden.

Fastenkur

Eine weitere mögliche Ernährungsform bei einer Darmreinigung ist das Fasten. Dabei verzichtet der Anwender auf jegliche festen Speisen, weil diese Rückstände im Darm hinterlassen können. Auf diese Weise wird der Verdauungstrakt einer Reinigung unterzogen und kann sich selbst säubern.
 
Das Fasten muss jedoch vom Arzt gestattet werden. So kann der Verzicht auf feste Lebensmittel den Körper durchaus in Mitleidenschaft ziehen.
 
Darüber hinaus benötigt der Fastende ausreichend Ruhe. Wichtig ist zudem eine reichliche Zufuhr an Flüssigkeit, um einen Absturz von Blutzucker und Kreislauf entgegenzuwirken.

Abführmittel

Abführmittel führen zu einem verstärkten Ausleiten des Stuhls, um den Darm von Reststoffen zu befreien. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist allerdings der Verlust von Vitalstoffen und Flüssigkeit.

Ballaststoffzufuhr

Eine weitere wichtige Methode, um den Darm zu reinigen, stellt die Zufuhr von sogenannten putzenden Lebensmitteln dar. Dabei handelt es sich um Ballaststoffe und Flüssigkeit, die keine Vitalstoff- und Flüssigkeitseinbußen zur Folge haben.

Aufbau von Darmschleimhaut und Darmflora

Ebenso möglich ist den gezielten Aufbau von Darmschleimhaut und Darmflora zu fördern, wodurch der Körper die Gelegenheit erhält, sich selbst von schädlichen Rückständen zu befreien.

Einlauf

Bei einem Einlauf wird meist reines, lauwarmes Wasser in den Darm mithilfe eines Plastikrohrs eingebracht. Dadurch kann sich der Darm recht schnell entleeren. Ein Einlauf befreit den Darm von Schlacken und Kotresten. Die Anwendung erfolgt meist im Krankenhaus vor einer Operation oder vor einer Geburt.

Bitterpflanzen

Durch die Einnahme von Bitterpflanzen, wie Löwenzahn, Brennnessel, Wegwarte oder Artischocke haben schädliche Darmkeime keine Chance mehr.

Aus diesen Pflanzen können köstliche Gerichte gezaubert werden und sollten viel öfter auf dem Speiseplan stehen. Ebenso können sie zur Zubereitung von Tees oder Smoothies verwendet werden. Auch die Anwendung als Granulat, als Pulver oder in Tropfenform ist sehr beliebt.

Heilerde

Zu den preiswerten Hausmitteln zählt Heilerde. Sie hat die Fähigkeit, Stoffwechselprodukte, schädliche Darmbakterien sowie giftige Stoffe zu binden, wodurch der Darm entgiftet wird.
 
Vor allem feine Heilerde eignet sich ausgezeichnet für eine Darmreinigung. Dabei wirkt sie ähnlich wie ein Schwamm, der schädliche Stoffe aufnimmt und auf natürliche Weise ausscheidet.
 
Die Heilerde lässt sich problemlos über längere Zeit anwenden. Empfohlen wird eine Kur von drei Wochen, an die sich eine kurze Pause anschließt. Über die drei Wochen hinweg sollte auf nüchternem Magen ein Glas kaltes Wasser mit einem Löffel Heilerde getrunken werden.
 
Findet die Darreichung mehrere Wochen statt, sollte jedoch ein Arzt oder Heilpraktiker zu Rate gezogen werden. Alternativ zum Heilerdepulver ist auch die Einnahme eines Granulats möglich.

Yucca

Die Yucca-Palmlilie wird gerne auch als Pflanze der inneren Reinigung bezeichnet. Durch den hohnen Saponinen-Gehalt reinigt und entgiftet diese Pflanze den Darm und regt zusätzlich die Verdauung an.

Bei der Yucca-Kur wird die Yucca-Pflanze zusammen mit anderen reinigenden und entgiftenden Pflanzenstoffen angewendet.

Glaubersalz und Bullrich-Salz

Als aggressive Darmreinigungsmittel gelten Glaubersalz und Bullrich-Salz. Aus diesem Grund sollten sie höchstens zwei Mal pro Jahr verabreicht werden.
 
Beide Mittel weisen einen abführenden Effekt auf und rufen Durchfall hervor. Dadurch kann sich der Darm rasch entleeren.
 
Von Nachteil ist allerdings, dass der Patient reichlich Vitalstoffe und Flüssigkeit einbüßt. Des Weiteren können sich Funktionseinschränkungen des Darms zeigen. Wer häufiger unter Durchfall leidet, sollte besser auf Glaubersalz und Bullrich-Salz verzichten. Im Falle einer Anwendung muss der Patient viel trinken und seine Darmflora so schnell wie möglich wieder aufbauen.

Kräuter

Es steht eine Vielzahl an Kräutern zur Verfügung, die eine sanfte Reinigung des Darms ermöglichen. Die Kräuter werden dem Essen oder Getränken beigemischt, in Smoothies gegeben oder zu Tee verarbeitet. Zu den empfehlenswerten Kräutern zählen:

Sauerkrautkur

Auch das bekannte Sauerkraut gilt als gutes Mittel zur Darmreinigung. So verfügt es über wichtige Ballaststoffe und zählt zu den putzenden Strukturen.
 
Im Rahmen einer Sauerkrautkur nimmt der Anwender zwei Tage lang ausschließlich rohes unkonserviertes Sauerkraut zu sich. Wer dies nicht mag, kann das Sauerkraut aber auch einmal in der Woche auf seinen Menüplan setzen und zusätzlich Sauerkrautsaft trinken.

Natron

Auch Natron kann die Darmreinigung unterstützen.

Leinsamen

Leinsamen DarmreinigungLeinsamen enthält wichtige Ballaststoffe. (Foto by: ChamilleWhite / Depositphotos)

Leinsamen sind auch als wirksames Hausmittel bei Verdauungs- und Magenbeschwerden bekannt. Da sie Schleim- und Quellstoffe enthalten, eignen sie sich außerdem für eine Reinigung des Darms. So stärken die Leinsamen sowohl die Darmschleimhaut als auch die Darmflora.

Aloe Vera zur Darmreinigung

Aloe Vera wirkt unterstützend bei einer Darmreinigung.

Hierfür ein Aloe Vera Blatt der Länge nach halbieren und das Innere mit der Messerspitze herauslösen. Dieses Gel mit dem Saft einer Zitrone vermengen und zu einem glatten Saft pürieren. Diesen Saft über den Tag verteilt einnehmen. Die Anwendung für drei bis fünf Tage wiederholen.

Darmreinigende Homöopathika

Ein ganzheitliches Verfahren zur Darmreinigung stellt die Homöopathie dar. Dabei können zum Beispiel Globuli zur Anwendung kommen. Es ist jedoch ratsam, sich als Laie vor einer homöopathischen Reinigung des Darms an einen Homöopathen oder Heilpraktiker zu wenden, um das Mittel zu finden, das individuell am besten passt.

Gerstengras

Durch die Anwendung von Gerstengras kann die Darmschleimhaut regeneriert werden, der Wassergehalt des Stuhls reguliert sowie die Bildung einer gesunden Darmflora unterstützt werden.

Weitere bewährte Mittel zur Darmreinigung

  • Leinöl
  • Kokosöl hilft das Verdauungssystem zu reinigen und die gesunde Darmflora wieder aufzubauen
  • Oregano-Öl vertreibt Darmparasiten
  • Apfelessig kurbelt die Verdauung kann
  • Ingwer kann in der Küche vielseitig verwendet werden
  • Chia-Samen wirken positiv auf die Darmgesundheit

Die richtige Ernährung: Welche Lebensmittel sind erlaubt

Eine entscheidende Rolle für die Reinigung des Darms spielt die Ernährung. Diese setzt sich idealerweise aus mehr pflanzlichen Speisen zusammen. Dazu zählen in erster Linie:
  • Obst
  • Gemüse
  • Getreide
  • Samen
  • Nüsse
  • Kräuter

So sollten anstelle von Wurst besser Obst, Gemüse und Salate treten. Auch Fleisch ist als Luxusgut zu betrachten, das maximal zwei Mal in der Woche verzehrt wird.

Ausreichend Trinken

Von Bedeutung ist außerdem die Zufuhr von reichlich Flüssigkeit (mind. 3 Liter täglich). Dabei handelt es sich um Flüssigkeit verschiedener Art wie reines Quellwasser ohne Kohlensäure, Säfte, Smoothies, basische Kräutertess und Suppen. Sie alle wirken sich positiv auf den Darm aus.

Kaffee

Während der Darmreinigung können täglich zwei bis drei Tassen Kaffee genossen werden.

Köstliche Drinks, die die Darmreinigung unterstützen

Grüner Smoothie
 
Hierfür werden 2 Selleriestangen, 1 geschälte Knoblauchzehe, 1 rote Rübe, 2 Karotten, 3 Petersilienzweige, 4 Blätter Salat und 2 Dillzweige benötigt. Das Gemüse waschen, gegebenfalls schälen und im Standmixer zu einem Smoothie verarbeiten. Diesen auf nüchternem Magen trinken.
 
Karotten-Apfel-Saft
 
Hierfür einen halben Apfel und 2 Karotten schälen, waschen, in grobe Stücke schneiden und entsaften. Mit einer Handvoll Kresse vermengen und für neun Tage immer am Morgen auf nüchternem Magen trinken.
 
Smoothie mit Aloe Vera
 
Eine kleine Ananas sowie eine Gurke schälen, in kleine Stücke schneiden. 2 Orangen sowie ein Zitrone auspressen. Einen Apfel waschen und ebenso in Stücke schneiden. Nun die Zutaten zusammen mit dem Gel, das aus einem Aloe Vera-Stiel gewonnen wird, fein pürieren, gegenfalls noch etwas Wasser hinzufügen.
 
Leinsamen-Drink
 
Einen Esslöffel Leinsamen über Nacht in einem Glas Wasser einweichen, am nächsten Tag das Wasser abgießen und den Leinsamen mit dem Saft von zwei Zitronen und einem Teelöffel Honig mixen. Zum Schluss noch einen Esslöffel Cholorphyll hinzufügen. Den Drink täglich eine halbe Stunde vor dem Frühstück trinken.

Ernährung: Darauf sollte verzichtet werden

Künstliche Produkte

Verzichtet werden sollte dagegen auf künstliche Produkte, in denen zahlreiche Lebensmittelzusätze enthalten sind.
 
Anstatt Cola oder Limonade mit Süßstoffen und Farbstoffen zu trinken, ist es besser, Zitronensaft in ein Glas Wasser zu geben. Anstelle von Geschmacksverstärkern empfehlen sich gesunde Kräuter.

Alkohol

Alkoholische Getränke sind während einer Darmreinigung tabu.

Milchprodukte

Ebenso sollte auf alle Milchprodukte, wie Milch, Käse, Topfen oder Joghurt während einer Darmreinigung verzichtet werden, da diese den Reinigungsprozess behindern. Als Ausnahme gilt Butter, diese darf in den Speiseplan integriert werden.

Salz

Die Salzzufuhr sollte während einer Darmreinigung stark eingeschränkt bzw. kann komplett darauf verzichtet werden.

Begleitmaßnahmen während einer Darmreinigung

Durch ausreichend Bewegung, Durchführung von Bauchmassagen bzw durch das Trinken von frischen Obst- und Gemüsesäften kann eine Darmreinigung beschleunigt und unterstützt werden.

Nebenwirkungen und Risiken einer Darmreinigung

Nebenwirkungen DarmreinigungAuch Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, können bei einer Darmreinigung auftreten. (Foto by: thandra / Depositphotos)

Durch eine Darmreinigung besteht das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen, die individuell unterschiedlich ausfallen können. So läuft der Reinigungsprozess des Darms bei jedem Menschen in einer unterschiedlichen Geschwindigkeit ab und kann verschiedene Begleiterscheinungen hervorrufen. Diese sind jedoch nur von vorübergehender Dauer.
 
Reaktionen, die aufgrund einer Darmreinigung auftreten, werden auch als Entgiftungskrisen bezeichnet. So können sich dadurch bereits bestehende Gesundheitsprobleme verstärken. In solchen Fällen ist die Dosis der eingenommenen Mittel herabzusetzen, um die Ausleitung in den Griff zu bekommen.
 
Als häufige Nebenwirkungen gelten:
  • Verdauungsbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Hautunreinheiten

Darmreinigung bei Kindern

Bevor bei Kindern eine Darmreinigung durchgeführt wird, sollte dies mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprochen werden, da unbedingt auf die richtige Dosierung und auf geeignete Mittel geachtet werden muss.

Darmreinigung in Schwangerschaft und Stillzeit

Auf eine Darmreinigung in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte besser verzichtet werden. So bedeutet die Entschlackung eine unnötige Belastung für das ungeborene Kind, weil der Organismus unter der anstrengenden Reinigung des Darms leidet.
 
Darüber hinaus besteht die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen wie Heilkrisen oder Entgiftungserscheinungen. Des Weiteren ist es möglich, dass die gelösten toxischen Stoffe über das mütterliche Blut auf das Kind übergehen.

Auch in der Stillzeit ist von einer Darmreinigung abzusehen, weil die gelösten Gifte über die Muttermilch  zum Baby gelangen und ihm Schaden zufügen können.
 
In dem Video informiert Gesundheitsexperte Prof. Dr. Ingo Froböse über eine Darmreinigung:
 

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