Leinsamen als Heilpflanze

Der Leinsamen ist sehr vielfältig und kann gegen zahlreiche Erkrankungen wie bei Störungen des Magen-Darm-Trakts (Verstopfung), bei Schmerzen aller Art und bei Hauterkrankungen eingesetzt werden. Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze haben eine beruhigende, harntreibende, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung auf den Körper.

Leinsamen als HeilpflanzeDie Ballaststoffe des Leinsamens enthalten reichlich Lignanen, die krebshemmend wirken. (Foto by: lenyvavsha / Depositphotos)

Diese Heilpflanze stammt aus der Familie der Leingewächse und diese kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und aus Vorderasien. Der Leinsamen besitzt folgende Merkmale:

  • er wird bis zu 150 cm hoch
  • besitzt schmale Blätter
  • dieser trägt weiß-blaue Blüten und hellbraune Früchte

Von August bis Oktober werden die Blätter, Samen und Blüten eingesammelt und weiterverarbeitet.

Die Anwendung

Diese Pflanze kann bei Gallenbeschwerden (Gallensteine), Verstopfung, Geschwüren, Drüsenschwellungen, Furunkel, Gürtelrose, Halsschmerzen, bei einem Hautaussschlag, Heiserkeit, Gesichtsneuralgien, Ischias, Kehlkopfentzündung, Sodbrennen, Übelkeit, Brechreiz, Reizdarmsyndrom, Krebsvorbeugung, Menstruationsbeschwerden, Gastritis, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Rheuma, Schnupfen, Schuppenflechte, Unterleibsschmerzen, Zahnschmerzen, Asthma, Harnblasenreizung, Heuschnupfen, bei chronischen Durchfall und bei einer Zungenlähmung eingesetzt werden.

Für die Anwendungen werden die oberirdischen Pflanzenteile sowie die Samen herangezogen. Aus diesem Samen wird das wertvolle Leinöl gewonnen.

Die Wirkung

Der Leinsamen enthält folgende Stoffe: Aminosäuren, Ballaststoffe (100 Gramm Leinsamen enthalten 36 Gramm Ballaststoffe), cyanogene Glykoside, Lignanglykoside, Linol- und Linolensäure, Schleimstoffe, Phosphatide, Proteine (mit einem Anteil von 20 Prozent), Sterole, Triterpene, Mineralstoffe (Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen), Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren.

Diese Wirkstoffe wirken abführend, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzstillend auf den Körper.

Zudem wird die Verdauung reguliert, Menstruations- und Magenbeschwerden können gelindert werden, das Hautbild kann sich verbessern, die Atemwege werden befreit und beruhigt und Leinsamen bildet eine Schutzfunktion für den gesamten Körper. Die Ballaststoffe des Leinsamens enthalten reichlich Lignanen, die krebshemmend wirken.

Empfehlenswert ist, Leinsamen auch kontrolliertem Anbau zu kaufen, da immer wieder hohe Schadstoffrückstände gefunden werden. Leinsamen schmeckt lecker zu Müslis oder zu Joghurt- und Topfenspeisen. Dieser kann auch pur gegessen werden, dabei ist eine optimale Tagesdosis von zwei Esslöffel ratsam.


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