Halsschmerzen

Unter Halsschmerzen werden alle unangenehmen Empfindungen im Halsbereich zusammengefasst. Diese können durch zahlreiche verschiedene Ursachen entstehen und sind häufig verbunden mit Schluckbeschwerden oder Heiserkeit. Häufig treten Halsschmerzen im Rahmen einer Erkältung auf.

HalsschmerzenMeist treten Halsschmerzen als Begleiterscheinung einer Erkältung auf. (Foto by: Vonschonertagen / Depositphotos)

Bei Halsschmerzen handelt es sich um ein oft auftretendes Symptom bei Infekten der oberen Atemwege. In erster Linie ist es die Erkältung, die Halsschmerzen auslöst.

Bakterien, Viren und auch andere Keime schädigen und reizen die Schleimhäute im Hals. Diese entzünden sich, der Hals wird rot, er schwillt an und Schmerzen treten auf. Gleichzeitig mit den Halsschmerzen kann ein Kratzen im Hals auftreten, weiters sind Schluckbeschwerden und Heiserkeit Begleiterscheinungen. Handelt es sich um einen Infekt, kann auch Fieber auftreten, ist es eine Angina, schwellen die Mandeln an oder können gar vereitert sein.

Meist ist ein Infekt oder das Rauchen, welche Halsschmerzen auslösen harmlos, doch können auch ernstere Erkrankungen, wie ein Kehlkopftumor, Verursacher sein.

Ursachen von Halsschmerzen

Die Ursachen von Halsschmerzen sind vielfältig.

Begleitsymptom einer Erkältung oder Mandelentzündung

Häufig treten diese als Begleiterscheinung einer Erkältung oder eine Mandelentzündung auf und werden durch Viren oder Bakterien ausgelöst. Diese Erreger werden von Mensch zu Mensch durch die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Husten oder Niesen im Raum verteilt. Auch bei einer Angina sind Halsschmerzen keine Seltenheit.

Weitere Erkrankungen, bei denen Halsschmerzen als Nebenerscheinung auftreten können, sind:

Neben diesen vorgenannten Erkrankungen als Ursachen für die Halsschmerzen können diese beispielsweise auch bei starken Rauchern häufig auftreten. Ebenso sind Halsschmerzen dann keine Seltenheit, wenn die Stimme stark beansprucht wird. Nur in sehr seltenen Fällen deuten Halsschmerzen auf eine ernsthafte Erkrankung wie etwa einen Tumor hin.

Symptome von Halsschmerzen

Halsschmerzen äußern sich meist durch ein "Kratzen im Hals", welches das Schlucken unangenehm oder gar unmöglich macht. Bei Infekten wie einer Erkältung gesellen sich zu den Halsschmerzen häufig Fieber und Schnupfen oder Husten.

Treten die Halsschmerzen im Rahmen einer Angina auf, sind zudem die Mandeln gerötet und geschwollen. Auch die Lymphknoten am Hals sind meist sichtbar vergrößert.

Weitere Symptome, die gleichzeitig mit den Halsschmerzen auftreten können, sind:

Untersuchungen und Diagnose

Untersuchung Hals ArztAuch eine mögliche Mandelentzündung kann der Grund für Halsschmerzen sein. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Kommt ein Patient mit Halsschmerzen zum Arzt, wird dieser vermutlich zunächst nach den genauen Beschwerden, möglichen Mandelentzündung besteht.

Im Anschluss wird er die Lymphknoten abtasten, um zu sehen, ob diese vergrößert sind. Auch die Lungen können mit einem Stethoskop abgehorcht werden, um Erkrankungen dieses Organs auszuschließen. Leidet der Patient an chronischen Halsschmerzen, wird der Arzt sicher auch die Nase untersuchen. Kehlkopfspiegelung und Ultraschalluntersuchungen sind weitere Maßnahmen, welche der Arzt anordnen kann.

Behandlung, Therapie und Komplikationen

Bei nur leichten Halsschmerzen muss man nicht unbedingt gleich einen Arzt aufsuchen. Immerhin gibt es einige gut wirksame Hausmittel, die gut gegen die Halsschmerzen helfen.

Gurgeln mit Salzwasser, Kamillen- oder Salbeitee

Das Gurgeln mit Salzwasser ist als ein gutes Hausmittel ebenso bekannt wie Kamillen- oder Salbeitee.

Auch Lutschtabletten aus der Apotheke helfen bei Halsschmerzen sehr gut. Leidet man an Halsschmerzen, sollte man zudem ausreichend trinken, sich warm halten und körperlich schonen. Pure Fruchtsäfte allerdings sollte man bei Halsschmerzen besser nicht zu sich nehmen, da diese Säure enthalten und die Schleimhäute zusätzlich reizen.

Hausmittel

Recht gut hilft eine Mischung aus Zwiebeln und Zucker - ein bewährtes Hausmittel, welches zwar recht unangenehm, dafür aber wirksam ist. Ebenso kann ein in lauwarmen Wasser verquirltes Eigelb rasch Linderung bringen.

Inhalieren

Inhalationen wiederum wirken besonders bei fest sitzendem Schleim sehr gut - Anis und Fenchel sind als Zusätze besonders beliebt. Salbei, Thymian und Kamille sind weitere beliebte Zusätze für eine Inhalation.

Halswickel

Als weiteres Hausmittel sind Halswickel bekannt; diese feuchten Wickel wirken ebenfalls entzündungshemmend. Diese Wickel können wahlweise mit Topfen oder mit heißen Kartoffeln durchgeführt werden.

In der Regel bessern sich die Schmerzen nach ein bis zwei Tagen von selbst und sind nach spätestens sieben Tagen ganz verschwunden. Kommt allerdings eine akute Atemnot, hohes Fieber über 39 Grad Celsius oder sehr starke Schluckbeschwerden hinzu, sollte man spätestens jetzt einen Arzt aufsuchen. Leiden Kinder an Halsschmerzen, kann ein Kinderarzt weiterhelfen.

Ist eine Mandelentzündung der Auslöser für die Halsschmerzen, verordnet der Arzt in der Regel ein Antibiotikum. Alle Patienten, die regelmäßig an Mandelentzündungen leiden, sollten unter Umständen darüber nachdenken, ihre Gaumenmandeln entfernen zu lassen.

Umfangreiche Behandlungen sind immer dann erforderlich, wenn die Halsschmerzen aufgrund von Tumoren entstehen.

Prävention und was ich selbst tun kann

Um Halsschmerzen vorzubeugen, sollte man Infekte jeglicher Art vermeiden. Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft helfen besonders, das Immunsystem zu stärken.

Weiterhin ist es sinnvoll, das Rauchen aufzugeben, wenn man häufiger an Halsschmerzen leidet. Der schädliche Qualm reizt die Schleimhaut unnötig. Aus diesem Grund sollten auch überhitzte und verrauchte Räume möglichst gemieden werden.

Um Halsschmerzen vorzubeugen, ist auch eine ausreichende Hygiene wichtig. Vor allem in Grippezeiten sollte man sich häufiger die Hände waschen, denn die Erreger wie Bakterien oder Viren lauern vor allem dort, wo sich viele Menschen aufhalten.


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