Ultraschalluntersuchung (Sonografie)

Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung kann schmerzlos in das Innere des Körpers geblickt werden. Verschiedene Organe oder Körperregionen werden mittels Ultraschallwellen bildlich dargestellt, Veränderungen oder Erkrankungen werden sichtbar.

UltraschalluntersuchungEine Ulraschalluntersuchung ist eine schmerzfreie Untersuchungsmethode. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Bei der Ultraschalluntersuchung handelt es sich oft um die erste Methode zur Untersuchung und Diagnose, die herangezogen wird, wenn ein gesundheitliches Problem von den inneren Organen auszugehen scheint.

Sie ermöglicht per Ultraschall einen Blick ins Innere des Menschen, ohne dafür invasive Methoden anzuwenden, die für den Patienten darüber hinaus unangenehm und körperlich sowie seelisch belastend wären. Auch für den behandelnden Arzt stellt der Ultraschall eine effektive Methode dar, da er Verdachtsdiagnosen auf diese Weise oft in gebührender Geschwindigkeit bestätigen kann.

Verletzungen in Organen, Blutungen oder auch erfreuliche Botschaften wie eine Schwangerschaft können mittels Ultraschalluntersuchungen fast sicher bestätigt werden und der Patient braucht gerade in Notfällen nicht unnötig lang auf eine vielleicht lebensrettende Behandlung zu warten.

Durchführung und Ablauf einer Ultraschalluntersuchung

Für die Ultraschalluntersuchung wird zunächst ein medizinisches Gleitmittel auf der Haut verteilt, dort wo die inneren Organe liegen, die untersucht werden müssen. Dann wird das Ultraschallgerät eingeschaltet und der behandelnde Arzt fährt mit einem an den Computer angeschlossenen Handgerät über die eingegelte Hautstelle. Er kann nun auf dem Bildschirm in Echtzeit mitverfolgen, was mit den inneren Organen des Patienten passiert.

In Notfallsituationen, bei inneren Verletzungen ist dafür etwas mehr Vorsicht geboten, der Arzt kann dann nicht mehr so fest drücken wie bei einem unverletzten Patienten. Ist die Ultraschalluntersuchung abgeschlossen, kann der Arzt wichtige Bilder während der Untersuchung ausdrucken und der Patient kann das Gleitmittel mit einem Papiertuch wieder abwischen.

Je nach Verdachtsdiagnose steht dann fest, was dem Patienten fehlt, oder es werden zur eindeutigen Diagnose weitere abschließende Untersuchungen eingeleitet. Bei Patienten mit inneren Verletzungen reicht die Ultraschalluntersuchung oft aus, um eine Not-OP zu rechtfertigen und die Verletzung zu schließen.

Anwendungsgebiete

Ursachenfindung bei unspezifischen Beschwerden

Eine Ultraschalluntersuchung wird oft dann eingeleitet, wenn der Arzt unspezifische Beschwerden wie Übelkeit oder Bauchkrämpfe geschildert bekommt. Diese Beschwerdebilder sind noch viel zu allgemein für eine Diagnose, selbst ein Verdacht kann sich durch die Ultraschalluntersuchung höchstens erhärten und weiter untersucht werden.

Schwangerschaft

Auch wird die Ultraschalluntersuchung bei schwangeren Frauen zur Feststellung und zur Untersuchung der Kindesentwicklung im Mutterleib eingesetzt.

Verdacht auf innere Verletzungen

Bei Verdacht auf innere Verletzungen ist die Ultraschalluntersuchung der erste und letzte Schritt vor der Not-OP, um die Blutung operativ zu stoppen und die Verletzung zu kitten.

Kontrolle bei bekannten Erkrankungen

Patienten mit bekannten Erkrankungen der inneren Organe werden ebenfalls regelmäßig per Ultraschalluntersuchung betreut, um Veränderungen ihres Zustands leichter und ohne invasive Verfahren zu ermitteln.

Nebenwirkungen, Komplikationen und Risiken

Ultraschalluntersuchung bei MannMithilfe einer Ultraschalluntersuchung kann schmerzlos in das Innere des Körpers geblickt werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Da die Ultraschalluntersuchung so angenehm und leicht zu verkraften für den Patienten ist und der Arzt ebenfalls keine gefährlichen Methoden anwendet, gilt die Ultraschalluntersuchung als eine sehr sichere ärztliche Methode und birgt für den Patienten nahezu keinerlei Risiko. Es gibt auch keine Nebenwirkungen.

Fazit

Mit der Ultraschalluntersuchung kann der Arzt sich schnell und spontan einen Einblick in die inneren Organe des Patienten verschaffen. Dadurch kann es diesem erspart bleiben, andere diagnostische Eingriffe zu verkraften, die invasiver wären, wenn sich bereits bei der Ultraschalluntersuchung gezeigt hat, dass es dazu keinen Grund gibt.

Auch kann die Ultraschalluntersuchung dazu dienen, einen bestehenden Verdacht wie eine Schwangerschaft aufzuklären und sichtbar für Arzt und Patient zu beweisen, dass der Verdacht richtig war - ebenfalls ohne unangenehme weitere Untersuchungen.


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