Gründe, warum man eine Erkältung unbedingt auskurieren sollte

Immer mehr Menschen gehen auch - obwohl sie unter einer starken Erkältung leiden - zur Arbeit oder machen Sport. Doch wer erkältet ist, sollte daheim bleiben und sich auskurieren, da man sonst die eigene Gesundheit und die der anderen riskiert.

Folgen Erkältung Eine Herzmuskel- oder Lungenentzündung können die Folgen einer übergangenen Erkältung sein. (Foto by: MilanMarkovic / Depositphotos)

Folgende Symptome können auf eine Herzmuskelentzündung hinweisen

Eine Erkältung ist langwierig. Sie beginnt im Regelfall mit einem Schnupfen, der Hals fühlt sich "dick" an; der Husten setzt ein und man fühlt sich unwohl. Eventuell klagt der Betroffene über Rückenschmerzen bzw. ist schnell erschöpft und klagt über dauernde Müdigkeit.

Viele Arbeitnehmer vertreten die Meinung, dass sie dennoch zur Arbeit gehen, da sie kein Fieber haben oder sich von ihrem Arbeitgeber unter Druck gesetzt fühlen. Dennoch kann eine Erkältung, wenn sie nicht komplett auskuriert wird, zum gesundheitlichen Problem für den Betroffenen werden und es kommt zu Folgeerkrankungen .

Schlussendlich kann der Patient unter einer Herzmuskelentzündung erkranken. Vorwiegend äußert sich die Herzmuskelentzündung durch folgende Beschwerden:

  • Brust- und Gliederschmerzen
  • Herzrasen
  • dauernde Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Selbst Kleinigkeiten - wie etwa das Treppensteigen oder langsame Spaziergänge - sorgen dafür, dass der Patient schnell außer Atem kommt bzw. erschöpft ist.

Wer derartige Symptome bemerkt, sollte daher unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündung

Schmerzen im Kopfbereich (Druckgefühl), Schnupfen mit verstopfter Nase sowie ein gelblich-grünes Nasensekret können Symptome für eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Stirnhöhlenentzündung sein. Hierbei sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.

Vom Husten zur Lungenentzündung

Weitere gesundheitliche Folgen sind etwa eine Lungenentzündung. Vor allem dann, wenn der Patient seinen Husten nicht ordentlich auskuriert bzw. seinem Körper nicht die notwendige Zeit zur Erholung gibt, die er benötigt, können derartige folgeschwere Krankheiten auftreten.

Viele Patienten bemerken derartige Veränderungen jedoch nicht sofort, sodass sehr wohl die Gefahr darin lauert, dass der Betroffene erst relativ spät den Weg zum Arzt aufsucht.

Wird der gelegentliche Husten eine Bronchitis, ist der Weg zur Lungenentzündung nicht mehr weit. Wer ständig hustet bzw. Fieber bekommt, unter Schüttelfrost leidet und auch über Rücken- wie Brustschmerzen klagt, sollte daher unbedingt zum Arzt gehen, damit etwaige schlimmere gesundheitliche Folgen verhindert werden können.

Meningitis

Treten nach einer Woche der vermeintlich überstanden Erkältung Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, starke Kopfschmerzen und ein steifer Nacken auf, sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Denn diese Anzeichen deuten häufig auf eine gefährliche Hirnhautentzündung (Meningitis) hin. Auslöser sind Bakterien, die sich über die Nasennebenhöhlen zu den Hirnhäuten ausgebreitet haben.

Eine Erkältung richtig behandeln

Erkältung Eine Erkältung sollte unbedingt auskuriert werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Sich Ruhe gönnen

In erster Linie ist Ruhe angesagt. Man sollte die Gelegenheit wahrnehmen und sich mindestens zwei bis drei Tage daheim erholen.

Hausmittel

Hier helfen - wie etwa Tee mit Honig - oder auch das Inhalieren mit diversen Ölen, damit die Atemwege wieder frei werden.

Medikamente

Eventuell kann der Arzt auch leichte Medikamente verordnen, welche schleimösend wirken bzw. dafür sorgen, dass sich der Patient wieder "etwas besser" fühlt.

Weg in die Arbeit

Den Weg zur Arbeit sollte man tatsächlich erst einschlagen, wenn man sich wirklich wieder fit fühlt. Dies kann - auch bei einer Erkältung - oftmals mehrere Tage dauern. Doch nur wer seine Erkältung richtig auskuriert, kann die Gefahr von Folgeerkrankungen drastisch reduzieren.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 09.12.2014
Überarbeitet am: 14.09.2020

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