Zwiebel als Heilpflanze: Inhaltsstoffe, Wirkung, Anwendung und Hausmittel

Diese Pflanze wird nicht nur in der Küche verwendet, sondern hat auch zahlreiche positive Wirkungen auf den Körper. Besonders bei Hauterkrankungen, bei Herz-, Verdauungs- und Lungenbeschwerden kann diese eingesetzt werden.

Zahlreiche Hausmittel schwören auf die Heilwirkung der Zwiebel. Zahlreiche Hausmittel schwören auf die Heilwirkung der Zwiebel. (Foto by: matka_Wariatka / Depositphotos)

Schnellfakten über Zwiebeln

  • Inhaltsstoffe
    ätherische Öle, Vitamine, Carotin, Cholin, Zitronensäure, Essigsäure, Phosphor, Gerbstoffe, Jod, Kaffeesäure, Linolsäure, Lithium, Lutein, Oleanolsäure, Rutin, Salicylate, Schwefel, Trigonellin und Zink
  • In der Medizin
    Diese Stoffe wirken blutreinigend, entschlackend, entwässernd, harntreibend, antibakteriell, blutbildend, entzündungshemmend, schleimlösend, tonisierend, krampflösend und schmerzstillend auf den Körper.
  • In der Botanik
    Diese Pflanze gehört der Familie der Zwiebelgewächse an und diese kommt ursprünglich aus Indien.

Welche positiven Wirkungen haben Zwiebeln?

Die Zwiebel kann bei einer langen Liste von Beschwerden zum Einsatz kommen. Unter anderem hilft die Heilplanze bei:

Der Magen wird angeregt, der Blutzucker wird gesenkt, das Herz wird gestärkt und Osteoporose oder einer Krebserkrankung kann vorgebeugt werden.

Außerdem ist die Zwiebel ein gutes Herzschutzmittel. Ihre Wirkstoffe senken das "böse" LDL-Cholesterin und steigern somit das gute HDL-Cholesterin, sie verdünnen das Blut und somit kann einer Thrombose vorgebeugt werden.

Durch den Hohen Vitamin C-Gehalt wird sie auch zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten, wie Husten und Schnupfen eingesetzt. Durch ihre schleimlösende Wirkung lindert sie ebenso Hustenreiz und befreit die Atemwege.

Die Zwiebel sollte täglich auf dem Speiseplan stehen. Roh gegessen kann sie ihre ganze Wirkung entfalten, da die ätherischen Öle noch zur Gänze vorhanden sind.
Wann sollte man auf Zwiebeln verzichten?

Die beliebte Methode der Zwiebelsocken sollte nicht bei Kindern unter sechs Monaten angewendet werden. Unverträglichkeiten und Allergien können nicht immer ausgeschlossen werden. Leidet man unter Vorerkrankungen, sollte man sich vor einer medizinischen Anwendung ärztlichen Rat einholen.

Die Zwiebel als Hausmittel

Warzen

Dabei wird eine Zwiebelknolle geschält, fein geschnitten, mit einer Gabel zerdrückt und mit etwas Wasser gemischt. Den Brei dann auf die Warze geben.

Husten

  1. Eine rohe Zwiebel wird entsaftet
  2. dazu einige Esslöffel warme Milch und einen Esslöffel Honig unterrühren
  3. Eine Zwiebel und eine Knolle Knoblauch in etwa einem Liter Milch weich kochen lassen.
  4. Danach wird die Masse durch ein Sieb gestrichen und die Zwiebelmilch mit Honig gesüßt
  5. Von der Flüssigkeit sollten pro Stunde mehrere Schlucke getrunken werden.
  6. Eine geschälte und klein gehackte Zwiebel mit zwei Esslöffel Zucker mischen.
  7. Die Masse in ein gut verschließbares Glas geben
  8. 24 Stunden ziehen lassen
  9. Den Sirup teelöffelweise einnehmen.

Insekenstiche

Dafür werden drei große Zwiebel fein gehackt und weich gedünstet. Danach in ein Säckchen aus Leinen füllen und eine Viertel Stunde auf den Insektenstich legen.

Schnupfen

Bei Schnupfen und verstopfter Nase werden einige Tropfen Zwiebelsaft mithilfe einer Pipette ins Nasenloch getan.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 28.01.2010
Überarbeitet am: 09.07.2020

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