Moringa

Moringa gilt als sehr nährstoffreich. Unter anderem kann diese Wunderpflanze bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Wechseljahrsbeschwerden sowie zur Senkung des Blutzuckers, der Blutfette und des Blutdrucks eingesetzt werden.

Moringa Moringa gilt als neues Superfood. (Foto by: bdspn74 / Depositphotos)

Schnellfakten über Moringa

  • In der Küche
    Das Wundergewächs, das in Europa als Superfood gehyped wird, wächst im Garten der österreichisch Organisation Africa Amini Alama im Norden von Tansania.
  • Nährstoffe
    Moringa enthält mehr als 90 Nährstoffe, 46 Antioxidantien, einen sehr hohen Mineralstoff-Gehalt wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Kupfer, Zink, Phosphor, Kalium, fast alle Vitamine und 18 von 20 Aminosäuren.
  • In der Medizin
    Unter anderem kann diese Wunderpflanze bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Wechseljahrsbeschwerden sowie zur Senkung des Blutzuckers, der Blutfette und des Blutdrucks eingesetzt werden.
  • In der Botanik
    Moringa oder auch Meerrettichbaum genannt, stammt aus der Familie der Moringacaeae. In Afrika wird er in gewissen Regionen auch Nebedaye genannt, was so viel heißt wie „niemals streben“.

Welche positiven Wirkungen hat Moringa?

Als natürliches Multivitamin mit der großen Vielfalt an Inhaltsstoffen, kann Moringa sowohl in der Gesunderhaltung, als auch bei Mangelzuständen in jedem Krankheitsfall verwendet werden. Gerade in Zeiten von erhöhtem Verbrauch an Mineralstoffen und Vitaminen, wie in Stresssituationen oder bei sportlicher Aktivität, ist Moringa sehr hilfreich, um den Körper im Gleichgewicht zu halten.

Moringa kann sehr vielfältig eingesetzt werden. Unter anderem:

Moringablätter

  • Als Streupulver über alle Speisen um deren Nährstoffgehalt zu verbessern
  • 2-mal täglich einen Teelöffel in Wasser oder ins Essen
  • Als Teeaufguss
  • Gekocht als Gemüse oder roh wie Salat zum Essen

Moringasamen

  • Zur Wasserdesinfektion 5 Samen zerdrücken und in einen Kübel Wasser geben
  • 1 bis 3 Samen schälen und im Mund zerkauen zur Entgiftung
  • Moringawurzeln
  • 2 Teelöffel pro Tag bei Diabetes, Rheuma und Asthma

Moringapulver Moringa ist unter anderem als Pulver, Kapsel, Tee oder Öl erhältlich. (Foto by: PixelsAway / Depositphotos)

In der Kosmetik

Aufgrund des hohen Antioxidatiengehalts der Pflanze ist sie sowohl als Beimengung in Salben wie auch als Nahrungsergänzung bestens geeignet die Reparaturmechanismen der Haut zu unterstützen.

Das Öl aus den Samen der Pflanzen kann bei Hauterkrankungen eingesetzt werden.

Darüber hinaus enthält Moringa den Botenstoff Zeatin, der dem menschlichen Organismus hilft, Vitalstoffe aufzunehmen und besser zu verarbeiten und direkt in die Zelle zu transportieren.

Zum Abnehmen

Moringa hat einen hohen Proteingehalt von etwa 30% und ist damit als Ergänzung für eine vegetarische und kohlehydratarme Ernährung bestens geeignet.

Im Rahmen von Fastenkuren macht es Moringa dem Körper leichter, den Appetit zu stillen, da dem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem hilft Moringa in Kombination mit den Samen, sich von Toxinen zu befreien und damit neue Kraft zu tanken.

Zum Abnehmen empfehle ich Patienten einen Teeaufguss von Moringablättern zu trinken – eine halbe Stunde vor dem Essen oder jedes Mal bei Hungergefühl.

Moringaernte Jeder Teil der Heilpflanze Moringa kann verwendet werden. (Foto by: Africa Amini Alama)

Wann sollte man auf Moringa verzichten?

In den meisten Fällen muss man sich mit der richtigen Dosierung keine Sorgen um Nebenwirkungen machen.

Nebenwirkungen sind nur möglich, wenn durch Pestizide verunreinigtes oder schlecht getrocknetes Moringa verwendet wird.

Die Samen sollten aufgrund der entgiftenden Wirkung nicht in der Schwangerschaft genommen werden, da gelöste Toxine in den Blutkreislauf des Kindes kommen könnten. Jedoch können  Moringablätter während einer Schwangerschaft beruhigt eingenommen werden und helfen sogar das Kind mit notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

 


Bewertung: Ø 4,5 (72 Stimmen)

Autor: Dr. Cornelia Wallner-Frisee
Infos zum Autor: Ärztin
Erstellt am: 20.02.2018
Überarbeitet am: 16.06.2020

Quellen:

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