Spurenelemente

Wird unser Körper nicht mit den essentiellen Spurenelementen versorgt, können Mangelerscheinungen auftreten wie zum Beispiel Anämie bei Eisenmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion bei Jodmangel. Spurenelemente können bei erhöhter Zufuhr jedoch auch giftig sein!

SpurenelementeSpurenelemente wie Eisen, Zink oder Fluor sind für unseren Körper essentiell. (Foto by: lola19 / Depositphotos)

Eisen

Als Bestandteil von Hämoglobin und des Myoglobins hat Eisen die Aufgabe des Sauerstofftransports und der Sauerstoffspeicherung. Eisen wird aus dem Nahrungsbrei durch die Darmwand ins Blut resorbiert. Es wird dann zum Knochenmark, zur Leber und zur Milz gebracht. Dort wird Eisen gespeichert, wenn es nicht zur Bildung des Hämoglobins benötigt wird.

Eisenreiche Lebensmittel sind Leber, Eidotter, Fleisch, Gemüse und Hülsenfrüchte. Der Eisengehalt von tierischen Lebensmittel kann besser ausgenutzt werden als der von pflanzlichen Lebensmitteln.

Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme, Kaffee und schwarzer Tee hemmt sie.

Eisenmangel lässt sich durch eine Blutuntersuchung feststellen. Typische Anzeichen sind Blässe, Müdigkeit und ein Abfall der Leistungsfähigkeit.

Einen erhöhten Eisenbedarf haben:

  • Säuglinge, Kinder und Jugendliche aufgrund des Wachstums
  • Schwangere: Eisen dient zum Aufbau des kindlichen Organismus
  • Stillende: der Organismus wird besonders belastet
  • Ältere Menschen: Grund dafür ist, dass der Eisengehalt der Nahrung nicht mehr ganz ausgenutzt werden kann
  • Frauen: durch die Menstruationsblutung verliert der Körper Eisen, welches durch die Nahrung wieder ersetzt werden muss

Kupfer

Kupfer ist für den Aufbau des roten Blutfarbstoffs zuständig, die Synthese von Kollagen und Elastin. Kupfer ist auch für die Eisenresorption im Magen-Darm-Trakt und für unser zentrales Nervensystem zuständig.

Besonders kupferhaltige Lebensmittel sind

  • Leber
  • Eidotter
  • Fisch
  • Roggen

Wer an Kupfermangel leidet, dem fehlt meist auch Eisen. Kupfer- und Eisenmangel bedeutet unsere Zellen bekommen zu wenig Sauerstoff. Kupfermangel macht sich meist durch eine geringere Leistungsfähigkeit bemerkbar. Bei länger anhaltendem Mangel kann es auch zu Knochenbrüchen, Haut- und Haarverfärbungen und Nervenschäden kommen.

Jod (Iodid)

Jod (Iodid) ist Bestandteil der Schilddrüsenhormons Thyroxin.

Jod ist unter anderem in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Seefisch
  • Fleisch
  • Milch
  • iodhaltiges Speisesalz
  • Salat

Bei Jodmangel kommt zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Der Grundumsatz, die Oxidationsvorgänge in den Zellen, sind verlangsamt. Sie Schilddrüse versucht diesen Mangel durch eine krankhafte Vergrößerung zu beheben (Kropfbildung).

Fluor (Fluorid)

Fluor (Fluorid) ist für die Schmelzbildung und Schmelzhärtung der Zähne zuständig und dient zur Verminderung von Karies. Ein Kleinkind benötigt etwa 0,2 mg Fluorid täglich, ein Erwachsener 1 mg. Nimmt man jedoch zu viel Fluorid zu sich, dann kommt es zu Fleckenbildungen am Zahnschmelz.

Fluorid ist besonders in folgenden Speisen enthalten:

  • Seefisch
  • schwarzem Tee
  • Vollkornprodukten

Früher wurde Schulkindern Fluortabletten verabreicht, heute weiß man, dass eine gute Mundhygiene, eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten und die Verwendung von Zahnpasten mit Fluorgehalt effektiver gegen Karies ist.

Zink

Zink sorgt für den Aufbau von Insulin, ist Bestandteil zahlreicher Enzyme und ist für viele Vorgänge im unserem Organismus zuständig.

Besonders zinkreiche Lebensmittel sind:

  • Leber
  • Rindfleisch
  • Erbsen
  • Hafer
  • Weizen

Bekommt unser Körper zu wenig Zink so kann sich dies unter anderem durch Haarausfall, Hautentzündungen, Appetitlosigkeit, Nachtblindheit und eingeschränkte Leistungsfähigkeit  führen.

Kobalt

HülsenfrüchteHülsenfrüchte enthalten reichlich das wichtige Spurenelement Kobalt. (Foto by: PixelsAway / Depositphotos)

Kobalt ist für die Bildung von Blutzellen zuständig und ist Bestandteil des Vitamin B12.

Kobaltreiche Lebensmittel sind

  • Leber
  • Getreide
  • Hülsenfrüchte
  • Ananas
  • Knoblauch

Durch einen Mangel kann es unter anderem zu einer Bildungsstörung von Blutkörperchen und zu einer Magenschleimhautverkrümmung kommen.

Molybdän

Molybdän ist ebenfalls Bestandteil von Enzymen und sorgt für den Abbau von Harnsäure und schwefelhaltiger Aminosäuren. Außerdem ist dieses Spurenelement für die Energiegewinnung zuständig.

Vorkommnisse vor allem in

  • Hafer
  • Weizen
  • Nüssen
  • Hülsenfrüchten

Mangelerscheinungen kommen selten vor, können jedoch bei einigen Krankheiten auftreten. Dies kann zu Funktionsstörungen von Nerven und Gehirn führen.

Selen

Selen ist ein wichtiger Schutzfaktor, da es Bestandteil eines Enzyms ist. Selen verhindert die Bildung freier Radikale, was unter anderem bei der Abwehr von Krebs und Virusinfekten eine wichtige Rolle spielt. Selen ist ebenfalls wichtig für eine normale Schilddrüsenfunktion.

Selen kommt in Fleisch, Fisch, Eier, Getreide und Hülsenfrüchte vor.

Selenmangel kann zu folgenden Krankheiten und Symptomen führen:

  • Nagelveränderungen
  • Aufhellung der Haare
  • Haarausfall
  • Schwächung des Immunsystems
  • Müdigkeit
  • Gelenksbeschwerden
  • Krebs
  • Bluthochdruck


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