Jodmangel

Ein Jodmangel führt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Die Symptome treten allerdings nicht sofort auf, ein Jodmangel macht sich erst nach längerer Zeit bemerkbar. Betroffene zeigen bei stetigem Jodmangel einen Leistungsabfall und Konzentrationsstörungen, die Stimme wird rau und heiser.

JodmangelIm Prinzip kann ein Jodmangel bereits durch das Verwenden von jodiertem Salz vermieden werden. (Foto by: ajafoto / Depositphotos)

Ein permanenter Jodmangel macht sich durch eine Schilddrüsenunterfunktion bemerkbar. Die Haut der Betroffenen ist infolge vermehrter Flüssigkeitseinlagerungen blass, kühl, trocken und oft aufgetrieben. Aufgrund von angeschwollenen Stimmbändern ist die Stimme heiser und rau, der Betroffene spricht, verwaschen und undeutlich.

Da es gegenwärtig einen gesteigerten Verbrauch von jodiertem Speisesalz gibt, hat sich die Jodversorgung allgemein verbessert.

Die Symptome sind anfangs kaum bemerkbar, erst bei einer stärkeren Unterfunktion kommt es zu möglichen Beschwerden wie:

  • Kälteempfindlichkeit
  • Störungen der Konzentration, Müdigkeit, Leistungsabfall, Antriebsarmut
  • Vermehrtes Schlafbedürfnis
  • Bei Kindern: Entwicklungs- und Wachstumsstörungen

Was tun bei einem Jodmangel?

SeefischPositiv auf die Jodversorgung wirkt sich das Essen von Seefisch aus. (Foto by: Paul_Cowan / Depositphotos)

Im Prinzip kann ein Jodmangel bereits durch das konsequente Verwenden von jodiertem Salz vermieden oder verringert werden. Positiv wirkt sich das Essen von Seefisch aus, dieser sollte zumindest zweimal die Woche auf dem Speiseplan stehen.

Um sich ganz sicher sein zu können, dass man genügend Jod aufnimmt, können spezielle Jodpräparate eingenommen werden. Empfehlenswert ist das zusätzliche Einnehmen von Jod vor allem für schwangere Frauen, stillende Mütter und Frauen, die gerne Kinder hätten – allerdings nur vorbeugend.

An sich sind Jodzusätze oder Jodtabletten nicht gesundheitsschädigend, wenn man die Dosierung einhält und nicht an einer Jodallergie leidet. Nebenwirkungen von jodhaltigen Präparaten können Akne, Fieber oder ein sogenannter Jodschnupfen sein. Die Jodeinnahme sollte unbedingt ärztlich kontrolliert werden, besonders bei schwangeren Frauen könnte eine Überdosierung zu einer Schilddrüsenunterfunktion beim Säugling führen.


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