Zuckerkrankheit: Symptome bei Diabetes Typ 1 und 2

Zu beachten ist, dass es Diabetes mellitus, die "Zuckerkrankheit", in zwei Varianten gibt: Typ 1 und Typ 2. Das bedeutet, dass es auch unterschiedliche Symptome gibt, die - je nach Typ - auftreten können.

Diabetes - Blutzucker messenDie Zahl der Diabetes-Erkrankungen legt von Jahr zu Jahr zu. Symptome sollten ernst genommen werden. (Foto by: Andrey Popov / Fotolia)
 
Während Typ 1-Diabetes relativ viele und vor allem stark ausgeprägte Symptome mit sich bringt, bleibt Typ 2-Diabetes jahrelang unbemerkt und wird erst, auf Grund bereits eingetretener Folgeerkrankungen, zufällig entdeckt. Treten mitunter Symptome auf, die darauf schließen lassen, dass es sich um Diabetes handeln könnte, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In vielen Fällen werden die Symptome oftmals falsch interpretiert.
 

Symptome bei Diabetes mellitus Typ 1

Starker Harndrang

Der Körper will den vermehrten Zuckeranteil über den Urin ausscheiden. Aus diesem Grund klagen viele Betroffene über einen verstärkten Harndrang (medizinisch: Polyurie). Häufiges Wasserlassen zählt zu den ersten Anzeichen des Typ 1-Diabetes.

Ständiger Durst

Der verstärkte Harndrang führt zu einem automatischen Wassermangel. In weiterer Folge klagen Betroffene über vermehrten Durst und ein deutlich erhöhtes Trinkbedürfnis.

Müdigkeit

Typ 1-Diabetes führt mitunter zu ständiger Müdigkeit; der Betroffene fühlt sich schlapp, müde, ausgelaugt und ist auch - nach stundenlangem Schlaf - nicht erholt.

Trockene und/oder juckende Haut

Der Körper scheidet verstärkt Zucker aus, sodass er viel Flüssigkeit verliert. Der Flüssigkeitsverlust sorgt in weiterer Folge für eine ausgetrocknete und/oder juckende Haut.

Schlechte Wundheilung

Bei Typ 1-Diabetes ist gleichzeitig liegt oft eine Immunschwäche vor. Die schlechtere Durchblutung wirkt ebenfalls negativ auf die Wundheilung, sodass - vorwiegend offene Wunden - schlechter und langsamer verheilen.

Infektionen

Betroffene sind oft anfälliger für Infektionskrankheiten; so leiden Typ 1-Diabetiker immer wieder an Fußpilz (Tinea pedis), Harnwegsinfekten oder auch anderen Hautinfektionen.

Ungewollter Gewichtsverlust

In vielen Fällen leiden Betroffene unter einem ungewollten Gewichtsverlust. Dies daher, da der Körper - auf Grund des verstärkten Harndrangs - viel Flüssigkeit verliert. Bei einer verschlechterten Blutzuckerverwertung kommt es auch immer wieder zu Problemen in den Zellen, die den notwendigen Energiebedarf nicht decken. In jenem Fall greift der Körper automatisch auf vorhandene Fettdepots zurück, sodass der Gewichtsverlust eintritt.

Symptome DiabetesStändiger Durst kann ein erstes Anzeichen auf eine Diabetes mellitus Erkrankung sein. (Foto by: fizkes / Fotolia)

Azeton-Atem

Viele Betroffene von Diabetes mellitus leiden unter Mundgeruch, der vorwiegend an überreifes Obst erinnert. Können die Zellen nicht genügend Zucker aufnehmen, baut der Körper automatisch Fettzellen ab. Mundgeruch, der an Azeton erinnert, entsteht. Mitunter ist der Azeton-Atem ein Hinweis auf einen sehr starken Insulinmangel, der in weiterer Folge zu einer Ketoazidose werden kann; im schlimmsten Fall folgt das diabetische Koma.

Symptome bei Diabetes mellitus Typ 2

Betroffene, die unter Typ 2-Diabetes leiden, haben oft jahrelang keine Beschwerden bzw. treten keine spezifischen Symptome auf. In vielen Fällen bleibt die Krankheit so lange unbemerkt, bis mitunter Folgeerkrankungen - wie ein Schlaganfall oder Herzinfarkt - eintreten und der Mediziner, im Rahmen der Behandlung, Typ 2-Diabetes feststellt.

Die Symptome erinnern durchaus (teilweise) an Diabetes Typ 1, jedoch bleiben sie - auf Grund der zu geringen Intensität - jahrelang unbemerkt. Vor allem besteht das Problem, dass die Beschwerden oft mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Vorwiegend ältere Personen, die unter Diabetes Typ 2 leiden, erkennen oft die Gefahr der Diabetes nicht und ignorieren die Symptome, da sie jene unter "altersbedingte Beschwerden" einordnen.

Zu den typischen Symptomen des Typ 2 gehören:

  • vermehrter Harndrang
  • ein verstärktes Durstgefühl
  • auch eine schlechte Wundheilung

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