Immer müde: Mögliche Ursachen, die dahinterstecken

Die Liste an möglichen Ursachen für andauernde Müdigkeit ist lang und reicht von Schlafmangel und einer falschen Ernährung bis hin zu psychischen Belastungen und inneren Erkrankungen. Dieser Ratgeber verschafft Ihnen einen Überblick über die häufigsten Auslöser für Müdigkeit und gibt Hinweise darauf, wann ein Arztbesuch empfehlenswert ist.

Chronische MüdigkeitDie Ursachen für eine anhaltende Müdigkeit können sehr unterschiedlich sein. (Foto by: pressmaster / Depositphotos)

1. Schlafmangel

Logischerweise ist Schlafmangel der wichtigste Auslöser für lang anhaltende Müdigkeit, wobei Mediziner zwischen Einschlaf- und Durchschlafproblemen unterscheiden. In jedem Fall sind die Betroffenen tagsüber unkonzentriert, nicht voll leistungsfähig und mitunter sehr nervös und reizbar.

Oftmals wird versucht, die Müdigkeit mithilfe von Kaffee oder Aufputschmitteln zu bekämpfen. Beides kann den natürlichen Schlafrhythmus jedoch zusätzlich stören, sodass Menschen mit Schlafproblemen häufig in einem Teufelskreis gefangen sind, dem sie nur schwer entkommen können.

Grundsätzlich gilt: Jeder muss sein individuelles, gesundes Schlafmaß finden. Wer über einen Zeitraum von mehreren Wochen nicht ausreichend schläft, sollte einen Arzt hinzuziehen. Auch in Schlaflabors können Schlafstörungen und ihre Ursachen erforscht werden, um den Betroffenen zu einer höheren Lebensqualität zu verhelfen.

Eine Sonderform der Schlafstörung ist das Schlafapnoe-Syndrom: Betroffene schlafen zwar durch und fühlen sich während des Schlafs für gewöhnlich nicht gestört - die Schlafqualität nimmt durch die Atemaussetzer allerdings erheblich ab.

2. Bewegungsmangel und falsche Ernährungsgewohnheiten

Bewegung ist unerlässlich, damit die Organe und der Bewegungsapparat gesund bleiben. Sport fördert die Durchblutung und regt Kreislauf sowie den Stoffwechsel an. Außerdem verhilft regelmäßige, ausgiebige Bewegung zu einem tiefen, erholsamen Schlaf, der die Leistungsfähigkeit am Tage verbessert.

Wer sich hingegen zu wenig bewegt, erhöht sein Risiko für zahlreiche Erkrankungen und für anhaltende Müdigkeit.

Auch ungesunde Ernährungsgewohnheiten führen bei vielen Menschen zu einer bleiernen Antriebslosigkeit. Insbesondere nach üppigen Mahlzeiten benötigt der Körper einen großen Teil seiner Energie für die Verdauung, sodass all jene, die kalorien- und fettreiche Mahlzeiten lieben, besonders häufig betroffen sind.

Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung kann hier schnell Abhilfe schaffen. Übergewicht – ein weiterer Auslöser für lang anhaltende Müdigkeit – wird auf diese Weise ebenfalls effektiv bekämpft.

Nicht zuletzt benötigt der menschliche Körper ausreichend Wasser, um fit zu bleiben. Ein Mangel an Flüssigkeit verschlechtert die Durchblutung, senkt den Blutdruck und führt dazu, dass das Gehirn zu wenig Sauerstoff erhält. Es kommt zu Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und trockener Haut. Wer das vermeiden möchte, sollte pro Tag mindestens 1,5 Liter Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte trinken.

3. Stress und emotionale Belastungen

Der Alltag stellt hohe Anforderungen an jeden einzelnen Menschen. Ein gewisses Maß an Stress ist sogar gesund und sorgt dafür, dass wir uns aktiv und ausgeglichen fühlen. Dauerhafter Stress führt hingegen zur beständigen Ausschüttung von Stresshormonen: Der Herzschlag erhöht sich, der Blutdruck steigt. Totale Erschöpfung, die nicht weichen möchte, und ein erhöhtes Schlafbedürfnis sind die Folge. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen stressigen und erholsamen Phasen kann dem effektiv entgegenwirken.

Mann leidet unter MüdigkeitLogischerweise ist Schlafmangel der wichtigste Auslöser für lang anhaltende Müdigkeit. (Foto by: dima_sidelnikov / Depositphotos)

4. Psychische Erkrankungen

Burnout-Syndrom

Anhaltende Müdigkeit kann ihre Ursache auch in diversen psychischen Erkrankungen haben. Dazu gehört zum Beispiel das Burn-out-Syndrom, bei dem extreme Belastungen (beruflich oder privat) zu einem körperlichen und seelischen Zusammenbruch führen. Betroffene sind nicht länger in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen und haben mit quälenden Begleiterscheinungen wie etwa Kopf- und Rückenschmerzen oder Verdauungsproblemen zu kämpfen.

Depression

Gleiches gilt für die Depression, die durch tiefe Traurigkeit, Kräftemangel und Ängste gekennzeichnet ist.

Magersucht

Darüber hinaus können Essstörungen wie zum Beispiel Magersucht Auslöser für Müdigkeit sein: Die verminderte Nahrungsaufnahme und das damit verbundene Untergewicht führen zu Mangelzuständen, die den Körper nachhaltig schwächen.

Neurologische Störungen

Nicht zuletzt kann anhaltende Müdigkeit durch neurologische Störungen verursacht werden, so etwa durch Demenz, Multiple Sklerose oder Parkinson.

5. Innere Erkrankungen

Eine Reihe innerer Erkrankungen können ebenfalls für ständige Müdigkeit verantwortlich sein.

So werden bei der Blutarmut die Organe nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Betroffene fühlen sich schlapp, haben eine blasse Haut und leiden zudem unter Schwindel.

Ähnliches gilt für das Pfeiffersche Drüsenfieber: Hier hält die Müdigkeit auch nach Abklingen der Krankheit meist noch mehrere Wochen an.

Zu den weiteren inneren Erkrankungen, die mit andauernder Müdigkeit einhergehen, zählen:

Besonders häufig ist eine Unterfunktion der Schilddrüsen für Müdigkeit verantwortlich. Da auch lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs hinter der Müdigkeit stecken können, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum andauern oder von anderen, schwerwiegenden Symptomen begleitet werden.

6. Müdigkeit durch die Einnahme von Medikamenten

Wer beständig unter quälender Müdigkeit und Abgeschlagenheit leidet, sollte gemeinsam mit dem Arzt überprüfen, ob die Symptome durch Medikamente verursacht werden. Insbesondere Schlafmittel, Beruhigungsmittel und Antidepressiva wirken sich in hohem Maße auf die Leistungsfähigkeit des Körpers aus. Gleiches gilt für blutdrucksenkende Arzneimittel, Antihistaminika und Antibiotika.


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