Fußpilz (Tinea pedis)

Beim Fußpilz (Tinea pedis) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Zwischenräume der Zehen sowie der Fußsohlen. Verantwortlich sind Hautpilze - neben der Fußhaut befallen sie auch die Zehennägel. Sie verheilen nicht von alleine und gehören behandelt.

Fußpilz Fußpilz kann unter anderem durch das Tragen von richtigem Schuhwerk verhindert werden. (Foto by: agephotography / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Was ist Fußpilz: Dabei handelt es sich um eine Pilzerkrankung in den Zehenzwischenräumen, oder den Fußsohlen.
  • Symptome: Fußpilz tritt meist immer an den üblichen Stellen auf. Es kommt zu Rötungen und Juckreiz, sowie Schuppung und schmerzhaften Einrissen.
  • Ansteckung & Ursachen: Häufige Ursachen sind enge, luftundruchlässige Schuhe, dadurch entstehende Schweißfüße, aber auch geringe Verletzungen der Haut am Fuß, sowie ein geschwächtes Immunsystem, welches die Infektion nicht abhalten kann.
  • Behandlung: Zuerst wird die Infektion behandelt, dann gilt es den Pilz am Fuß zu beseitigen mit der Hilfe von speziellen Tinkturen, oder Tabletten.
  • Heilung: Fußpilz heilt nie von alleine ab und sollte daher immer behandelt werden.
  • Vorbeugung: Trockenes, luftdurchlässiges und lockeres Schuhwerk ist wichtig. Vor allem das Tragen von Badeschlappen in Thermen verringert das Risiko der Ansteckung.

Was ist ein Fußpilz (Tinea pedis)?

Bei einem Fußpilz handelt es sich um eine, meist hartnäckige, Pilzerkrankung in den Zehenzwischenräumen, an den Fußsohlen und selten am Fußrücken.

Verantwortlich sind Hautpilze, medizinisch Dermatomykose genannt. Wenn die Zehennägel von der Erkrankung durch den Pilz betroffen sind, ist ein Nagelpilz – in der Medizin die sogenannte Onychomykose – der Verursacher. In den Industrieländern ist ein Fuß- oder Nagelpilz eine sehr häufige Infektionskrankheit, wohingegen Naturvölker, die barfuß gehen, nicht davon betroffen sind.

Die Ursachen für Fußpilz (Tinea pedis)

Einem Fußpilz liegt der Befall mit Hautpilzen, den sogenannten Dermatophyten, zugrunde. Hautpilze fühlen sich nur in der Hornschicht (oberste Hautschicht) der Haut wohl und befallen die Haare und Nägel.

Übertragen wird der Fußpilz von Mensch zu Mensch beispielsweise in öffentlichen Bädern und Duschen, Teppichböden (Bsp. Hotel) oder durch direkten Hautkontakt wie bei Kampfsportarten.

Die Ursachen für den Befall von Fußpilz sind unter anderen:

  • Enge und luftundurchlässige Schuhe (wie zum Beispiel Gummistiefel)
  • Schweißfüße, die beispielsweise durch das häufige Tragen von Turnschuhen entstehen (Sportlerfuß, Athlete's foot)
  • Geringe Verletzungen der Haut am Fuß
  • Schwäche des Immunsystems

Menschen, die unter Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen oder Fußfehlstellungen leiden, haben ein erhöhtes Risiko.

Die Symptome bei einem Fußpilz (Tinea pedis)

Die ersten Anzeichen für einen Fußpilz treten in der Regel zwischen dem 4. und 5. Zeh auf, häufig an beiden Füßen gleichzeitig. Unterscheiden werden drei Formen vom Fußpilz:

1. Der Fußpilz zwischen den Zehen

  • Zu Beginn weicht die Haut auf.
  • dann kommt es zu Rötungen, Juckreiz, Schuppungen, weißen Hautlagen und schmerzhaften Einrissen der Haut zischen den Zehen.
  • Diese Form kann oft jahrelang unerkannt bleiben.

2. Die schuppig stark verhornende Form

  • Diese Form beginnt an den Fußsohlen mit entzündeter Haut und feiner trockener Schuppung.
  • Bildet schmerzhafte Risse und dicke Hornhautschichten und wird darum als trockene Haut verkannt.

3. Der Fußpilz mit dicker Haut und Bläschen

Bläschen bilden sich an den Fußkanten und am Fußgewölbe; die Bläschen trocknen aufgrund der dicken Hornschicht ein und jucken.

Fußpilz Untersuchung Fußpilz ist eine entzündliche Erkrankung der Fußsohlen und der Zehenzwischenräume. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Die Behandlung bei einem Fußpilz

Wenn die Haut bei einem Fußpilz entzündet ist, muss vorrangig die Entzündung behandelt werden. Das beste Mittel dagegen sind Gerbstoffbäder (rezeptfrei in den Apotheken erhältlich).

Ist die Entzündung abgeklungen, wird der Fußpilz äußerlich mit pilzabtötenden Mitteln (aus der Apotheke, rezeptfrei) behandelt.

Helfen diese Maßnahmen nicht, sollte ein Arzt zurate gezogen werden, der dann wirksame Antipilzmittel in Tablettenform verschreiben kann. Wichtig ist es, neben der medikamentösen Behandlung allgemeine Maßnahmen einzuhalten, die sein können:

  • Trockene Füße
  • Tägliches Wechseln der Baumwollsocken (bei 95° Grad waschen)
  • Luftdurchlässige, nicht zu enge Schuhe tragen
  • Verband- und Stoffstreifen zwischen die Zehen legen (Feuchtigkeitsaufnahme)
  • Desinfektion aller Gegenstände, die den Erreger verbreiten (Schuhe, Socken, etc.) mit Antipilzmittel
  • Sehr wichtig: Das Tragen von Badeschuhen in öffentlichen Bädern und Duschen.

Fußpilz heilt nicht von alleine ab und muss daher immer behandelt werden.

Kann man Fußpilz vorbeugen?

Wenn man die Füße trocken hält, kein zu enges oder luftundurchlässiges Schuhwerk trägt und in Schwimmbädern oder Saunen Badeschuhe trägt oder den direkten Kontakt mit öffentlichen Teppichen meidet, ist das die beste Vorbeugung.

Unser Tipp: Im Sommer mal öfter im Gras barfuß laufen!


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ICD-10: B35.3 mehr Infos


Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 22.01.2010
Überarbeitet am: 29.01.2020

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