Gesunder Apfel: Kalorien, Nährwerte, Anwendung und Wirkung - Heilpflanze

Der Apfel zählt zu den beliebtesten und gesündesten Obstsorten in Österreich, außerdem gilt er als wahres Multitalent, denn er ist vielseitig verwendbar.

Apfel als HeilpflanzeDer Apfel besitzt zahlreiche wichtige Inhaltsstoffe. (Foto by: bradcalkins / Depositphotos)

Wissenswertes

Ursprünglich stammt der Apfel (lat. Malus domestica) aus Asien, im Mittelalter hat sich dieser in Europa angesiedelt. Der Apfel gehört, genauso wie die Birne, zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Rund 4.000 verschiedene Sorten sind weltweit bekannt. Ein großer Vorteil ist, dass der Apfel fast das ganze Jahr über frisch zu erwerben ist.

Das Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away". - "Wer pro Tag einen Apfel isst, braucht keinen Arzt." weist auf erstaunliche Wirkung auf unsere Gesundheit hin.

Kaloriengehalt

Der Apfel besteht zu 85 Prozent aus Wasser und eignet sich als kalorienarmer Snack, denn 100 Gramm enthalten lediglich 54 kcal.

Nährwerte

Über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente stecken in der Frucht. Die Nährwerte können je nach Apfelsorte abweichen.

Nährwerte pro 100 Gramm verzehrbarer Anteil, ungeschält
Eiweiß <0,5 g
Fett 1 g
Kohlenhydrate 12 g
Ballaststoffe 2 g
Eisen 0,2 mg
Kalzium 6 mg
Vitamin A 6 µg
Niacin 0,3 mg
Vitamin C 12 mg
Vitamin B1 0,04 mg
Vitamin B2 0,03 mg
Vitamin B6 0,1 mg
Folsäure 7,5 µg
Vitamin E 0,5 mg

Weitere Inhaltsstoffe:

  • Kalium
  • Natrium
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Tocopherol
  • Fruchtsäure
  • Apfelsäure
  • Milchsäure
  • Gerbstoffe
  • Pektin
  • Dextrose
  • sekundäre Pflanzenstoffe (Katechine, Phenole, Flavonoide, Karotene und Carotinoide)
  • Oxalsäure

Fruchtzucker

Fruchtzucker versorgt den Körper mit Energie und verbessert die Konzentrationsfährigkeit. Deshalb ist der Apfel auch bei Sportlern und Leuten, die viel geistig arbeiten sehr empfehlenswert.

Den Apfel mit der Schale verzehren

Rund 70 Prozent der enthaltenen Vitamine befinden sich in der Apfelschale bzw. direkt darunter. Deshalb sollte der Apfel, wenn möglich, mit Schale verzehrt werden. Davor sollte dieser gründlich gewaschen und mti einem Küchentuch abgerieben werden.

Früchte, die in der Sonne hängen, weisen einen höheren Vitamingehalt auf, als jene, die im Schatten wachsen und reifen.

Anwendung

Schluckauf und Reizhusten

Apfelessig ist sehr wirkungsvoll gegen Schluckauf (einige Tropfen auf ein Zuckerstück geben und dieses auf der Zunge zergehen lassen) und Reizhusten (Honig und Apfelessig vermischen und einnehmen).

Apfelschalentee

Für einen Apfelschalentee die Schale von einem Apfel trockenen lassen und mit heißem Wasser übergießen. Dieser wirkt sehr förderlich gegen Schlafstörungen und Nervosität.

Heiserkeit, Hals- und Rachenentzündungen

Bratäpfel sind sehr empfehlenswert gegen Heiserkeit. Dazu den warmen, gebratenen Apfel mit zwei Teelöffeln Honig essen.

Bei Hals- und Rachenentzündungen 1 Esslöffel Honig sowie 1 Teelöffel Apfelessig in ein Glas heißes Wasser einrühren und schluckweise trinken.

Apfelkur

Eine Apfelkur ist sehr hilfreich, um sich das Rauchen abzugewöhnen will.

Gegen Durchfall

Hierfür einen Apfel samt Schale reiben, so lange stehen lassen bis er sich braun färbt und löffelweise essen.

Schlafstörungen

Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte vor dem Schlafengehen einen Apfel verzehren. Aufgrund des hohen Fruchtzuckergehaltes sorgt die Frucht für einen ausgewogenen Blutzuckerspiegel und für einen guten Schlaf.

Hautpflege

Wer unter fettiger und zu Akne neigender Haut leidet, kann mit einer Apfelmaske dass Hautbild verbessern. Dafür einen Apfel schälen, reiben und mit etwas Honig verrühren. Die Masse auf die Haut auftragen und nach einer Einwirkzeit von 20 Minuten mit lauwarmen Wasser abwaschen.

Sanfte Zahnreinigung

Dank der enthaltenen Fruchtsäure und Ballaststoffe wirkt der Apfel keimtötend, reinigt die Zähne auf natürliche Weise und eignet sich somit gut für die Zahnreinigung zwischendurch.

Abnehmen

Durch den regelmäßigen Verzehr von Äpfeln wird die Fettverbrennung angekurbelt. Das beliebte Obst kann somit beim Gewichtsverlust helfen. Zudem eignet sich der Apfel als idealer Snack, denn Pektin sorgt für eine gute Sättigung.

Verringert Alzheimer und Demenzrisiko

Durch den regelmäßigen Verzehr von Äpfeln kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessert werden. Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz können vorgebeugt werden.

Verdauung

Die im Apfel enthaltenen Pektine und Cellulose kurbeln die Verdauung an und regulieren somit die Darmtätigkeit.

Krebsprävention

Laut Studien, die in Finnland und in den USA durchgeführt wurden, kann durch den regelmäßigen Genuss von Äpfeln das Krebsrisiko gesenkt werden.

Cholesterinsenker

Apfelpektin bindet überschüssiges Cholesterin im Darm und bringen es zur Ausscheidung. Äpfel wirken somit als natürliche Cholesterinsenker und helfen Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen.

Übersäuerung

Durch den regelmäßigen Genuss von Äpfeln kann eine Übersäuerung vorgebeugt werden, denn Äpfel zählen zu den basischen Lebensmitteln.

Die beliebtesten Apfelsorten

  • Arlet: knackig-festes Fruchtfleisch
  • Cox Orange: saftiges Fruchtfleisch mit einem feinwürzigem, süßsäuerlichen Geschmack
  • Discovery: feinsäuerlicher Geschmack
  • Elstar: saftiges Fruchtfleisch, süßlicher sowie fein-säuerlicher Geschmack
  • Golden Delicious: alte Apfelsorte, frühestens im Jänner genussreif, mürbes Fruchtfleisch, saftig süßes Aroma, eignet sich zur Lagerung
  • Goldparmäne: ab November genussreif, schmackhaft und knackig
  • Gravensteiner: würzig und süßsaurer Geschmack
  • James Grieve: sehr saftig, der Geschmack ist würzig-sauer
  • Jonagold: gutes Lagerobst, saftiges Fruchtfleisch, feinsäuerliches-süßes Aroma
  • Kaiser Wilhelm: einer der ältesten Apfelsorten, festes Fruchtfleisch, würziger Geschmack
  • Kronprinz Rudolf: weiß-gelbliches Fruchtfleisch, saftig
  • Roter Boskoop: gutes Lagerobst
  • Weißer Klarapfel: Ernte bereits im Juli, säuerlich im Geschmack, eignet sich gut zur Zubereitung von Apfelmus


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