Vitamin B6 - Pyridoxin

Das Vitamin B6 ist wertvoll für den gesamten Körper und hat zahlreiche Funktionen, die den Organismus außerordentlich beeinträchtigen. Für Frauen, die sich in anderen Umständen befinden ist eine erhöhte Zufuhr extrem wichtig. Das Herz, Hirn und die Leber sind auf dieses Vitamin angewiesen, damit sie ohne größere Störungen funktionieren können. Es ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten die wir täglich aufnehmen sollten.

Vitamin B6Avocados enthalten reichlich Vitamin B6. (Foto by: Subbotina / Depositphotos)

Wissenswertes über dieses Vitamin

Dieses Vitamin gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen, dass sich aus drei Verbindungen zusammensetzt:

  • Pyridoxin
  • Pyridoxal
  • Pyridoxamin

Die Aufnahme dieses Vitamins spielt eine wichtige Rolle bei der Eiweiß- und Fettaufnahme und vermindert zahlreiche Störungen im Bezug auf Haut, Haare und Nerven.

Nachdem das Vitamin aufgenommen wurde, wird es sofort in seine aktive Form umgewandelt, dieses trägt den Namen Coencym Pyridoxal-5-Phosphat (PLP). Dieser Vorgang kann nur stattfinden, wenn ausreichend Zink und Vitamin B2, im Körper vorhanden sind.

Das Vitamin B6 kann im Körper gespeichert werden aber nur in geringen Mengen (ca. 150 mg). Dieser Gehalt ist schnell aufgebraucht und so sollte auf die regelmäßige Zufuhr dauernd geachtet werden. Besonders für Frauen, die sich in anderen Umständen befinden oder ihr Kind stillen, ist eine erhöhte Zufuhr von Pyridoxin extrem wichtig da dies dem Kind und der Mutter sehr gut tut.

Der Hintergrund

Im Jahre 1934 wurde das Vitamin B6 entdeckt und stellt einen Baustein aus dem Vitamin-B-Komplex dar.

In welchen Nahrungsmitteln kommt dieses Vitamin vor?

Das Vitamin B6 kommt vor allem in folgenden Lebensmitteln vor:

  1. Bananen
  2. Cashews
  3. Leber
  4. Fisch
  5. Kürbiskernen
  6. Kohl
  7. Fisolen
  8. Brokkoli
  9. Linsen
  10. Kartoffeln
  11. Avocado
  12. Schweine- und Hühnerfleisch
  13. Vollkornprodukte
  14. Hefe
  15. Reiskleie
  16. Weizen-, Mais- und Haferflockensamen

Definition und Wirkung

Das Pyrodoxin hilft bei der Bildung von Niacin, das bedeutet dass dieses Vitamin, unerlässlich für die Umwandlung von Tryptophan in das Vitamin B3 ist.

Es ist zudem für die Aufrechterhaltung eines geregelten Blutzuckerspiegels (zwischen den Mahlzeiten) zuständig (durch die Umwandlung von Kohlenhydrat- und Proteinspeicher in Glukose).

Es spielt auch bei dem Umwandlungsprozess von Fett in die Markscheide (Myelinscheide) eine bedeutende Rolle. Dieser Umwandlungsprozess dient zum Schutz des Nervenmarks und zusätzlich ist es für den Stoffwechsel und den Austausch von Aminosäuren sehr wichtig.

Dieses Vitamin kann die Bildung von Gallensteinen und Nierensteinen verhindern bzw. einschränken.

Die Personen, die Kontaktlinsen tragen, haben oftmals mit schmerzenden Augen zu kämpfen da zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird. Die Einnahme von Vitamin B6 kann den Tränenfluss unterstützen und dadurch wird das Tragen der Kontaktlinsen erleichtern. Es werden oftmals Vitamin B6 Kuren bei prämenstruellen Problemen angewendet und es kann sogar dazu führen, dass Frauen mit unerklärbarer Unfruchtbarkeit, unter Einsatz einer solchen Kur, wieder auf eine Schwangerschaft hoffen können.

Zudem kann die erhöhte Zufuhr dieses Vitamins zu einer Verringerung von Hautproblemen (Akne) führen und unterstützend bei schmerzenden und steifen Gliedern wirken.

Versorgung mit Vitamin B6Vitamin B6 ist wertvoll und wichtig für den gesamten Körper. (Foto by: Daxiao_Productions / Depositphotos)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Vitamin positiv auf folgende Punkte auswirkt:

  • für die Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratverwertung
  • Herz, Muskeln, Kreislauf
  • Produktion von roten Blutkörperchen
  • Bildung von Hämoglobin (sehr wichtig für den Sauerstofftransport, durch die roten Blutkörperchen)
  • Balance des Natrium- und Kaliumhaushalts
  • Nervenkostüm
  • Sehkraft
  • Magensäure
  • Bildung neuer Proteine und Neurotransmitter
  • Blutzuckerspiegel
  • Wasserhaushalt
  • Haarwuchs
  • Immunsystem

Der tägliche Bedarf eines Menschen

Der „wahre“ tägliche Bedarf eines Menschen ist eher umstritten da sich viele Experten über die Dosierung nicht einig sind. Die empfohlene Dosis schwankt zwischen 2 mg und 250 mg. Der Wert von 2,0-2,5 mg pro Tag kann als guter Richtwert angesehen werden.

Eine höhere Dosis wird für bestimmte Personengruppen verschrieben wie

  1. Schwangere
  2. stillende Frauen
  3. Menschen, die unter besonderem Stress leiden
  4. bei Herzbeschwerden
  5. Krankheiten die durch das steigende Alter auftreten
  6. bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel
  7. bei der Einnahme der Antibabypille

Diese Menschen sollten mindestens 4-5 mg pro Tag durch die Nahrung oder in Form von Tabletten aufnehmen.

Der Mangel an Vitamin B6

Die Krankheiten die aus einem Vitamin B6-Mangel resultieren können, sind

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Reizbarkeit
  • Gliederschmerzen
  • schwache Infektabwehr
  • Akne (Hautveränderungen)
  • Hautentzündungen
  • brüchige Fingernägel
  • Bewegungs- und Empfindungsstörungen
  • Entzündungen der Zungenoberfläche
  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • depressive Phasen
  • Angstzustände
  • Verwirrung
  • Kopfschmerzen
  • starke Gereiztheit
  • Kreislaufstörungen
  • geschwächtes Immunsystem
  • Muskelschwäche
  • unkontrollierte Muskelzuckungen
  • Krämpfe
  • Haarausfall
  • Nervenentzündungen
  • Beeinträchtigung des Ganges
  • Taubheitsgefühl in Armen und Beinen
  • schmerzenden Risse in den Lippen
  • geschwollener und entzündeter Rachenraum
  • gerötete und schuppige Hautstellen, die jucken und schmerzhaft sind (im Bereich der Nase, Ohren, Mund und Genitalien)
  • Arthritis
  • Anämie
  • erhöhtes Arteriosklerose-Risiko
  • erhöhtes Risiko von Gallensteinen und Nierensteinen

Die Überdosis an Vitamin B6

Eine Überdosierung ist sehr selten - ab ca. 1.000 mg bis zu 6000 mg (täglich) kann dieser Fall eintreten. Die Menge ist sehr hoch und daher ist es eher unwahrscheinlich, dass man so eine ernorme Dosis zu sich nimmt. Eine Überversorgung kann zudem nur eintreten, wenn sich die tägliche Einnahme über einige Monate hinzieht. Bei einer Überdosis kann es zu Nervenschäden, Verlust des Tastgefühles, Krampfanfälle und Hautveränderungen bzw. Haarveränderungen kommen.


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