Vitamin K - Phyllochinon

Dieses Vitamin ist sehr wichtig für den gesamten Körper und ist vor allem für die Blutgerinnung zuständig. Es ist in zahlreichen Gemüsesorten und Milchprodukten vorhanden und ist im Gegensatz zu vielen anderen Vitaminen, relativ stabil. Bei einer ausgewogenen und reichlichen Ernährungsweise ist ein Vitamin K Mangel sehr selten und eine Überdosierung ist weitestgehend unbedenklich.

Vitamin K LebensmittelVitamin K ist vor allem in vielen Gemüsesorten, wie Kartoffel oder Tomate, enthalten. (Foto by: Shaiith79 / Depositphotos)

Wissenswertes über dieses Vitamin

Das Phyllochinon gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und Vitamin K bildet einen Überbegriff für verschiedene Verbindungen. Es ist gegenüber Hitze und Sauerstoff sehr unempfindlich und daher ist der Verlust bei der Zubereitung der Speisen, eher gering gehalten. Man muss aber trotzdem auf die richtige Lagerung achten, denn gegen starkes Licht (UV-Einstrahlung) ist dieses Vitamin, hochgradig empfindlich und kann dadurch sehr schnell zerstört werden.

Das Vitamin K kann durch den Organismus gespeichert werden und die Speicherkapazität beträgt ca. 0,4 mg, aber es verweilt nicht besonders lange im Körper und deshalb ist eine tägliche Aufnahme unvermeidlich. Das Phyllochinon wird für die Bildung von verschiedenen Blutgerinnungsfaktoren in der Leber gebraucht und ist auch für die Bildung von Eiweiß, das im Blut, den Nieren und den Knochen vorkommt, von Nöten.

Die verschiedenen Formen von Vitamin K:

  • Vitamin K1, das auch den Namen Phyllochinon oder Phytomenadion trägt und in Pflanzen enthalten ist.
  • Vitamin K2, das auch Menachinon genannt wird, weist zu ca. 75 % das Potential von K1 auf und wird im Dickdarm des Menschen oder diverser Tiere, durch die Verwendung von verschiedenen Bakterien produziert.
  • Das dritte und vierte Vitamin im Bunde (Vitamin K3 / K4) sind synthetische Verbindungen.

Der Hintergrund

Dieses Vitamin wurde im Jahre 1943 entdeckt und das „K“ steht für die Koagulation (Zusammenballung), dass sich auf die Funktion der Blutgerinnung bezieht.

In welchen Nahrungsmitteln kommt dieses Vitamin vor?

Dieses Vitamin kommt in Gemüse, Geflügel, Fisch, Pflanzenölen, Nüssen, Samen, Karfiol, Kohlsprossen, Spinat, Schweineleber, Grünkohl, Hühnerherz, Kichererbsen, Linsen, Butter, Brokkoli, Kopfsalat, Milch, Eier, Fleisch, Haferflocken, Speisetopfen, Mais, Eidotter, Hafer, Vollweizen, Kartoffeln, Tomaten, Spargel und Käse vor.

Definition, Wirkung und Aufgaben in unserem Körper

Dieses Vitamin ist für zahlreiche Funktionen im Körper zuständig und hat wichtige Aufgaben zu verrichten.

Die Blutgerinnung

Die Hauptaufgabe besteht darin, dass Eiweißstoffe (Proteine) produziert werden sollen um eine ungestörte Blutgerinnung zu gewährleisten. Diese erzeugten Proteine unterteilen sich in zwei Gruppen:

  • Die eine Seite fördert die Blutgerinnung, sonst würde der Mensch an den kleinsten Wunden und Verletzungen verbluten.
  • Die zweite Seite hemmt die Blutgerinnung, damit es im Organismus nicht zu gefährlichen Verstopfungen der Blutgefäße kommen kann.

Das Vitamin K stellt einen Blutgerinnungsfaktor dar und wird für die Produktion von Prothrombin benötigt. Dieser Stoff wird danach in Thrombin umgewandelt, anschließend wandelt das Thrombin, die Fibrinogen in Fibrin um und diese bilden eine Art „Verschluss“ bei diversen Verletzungen und helfen die Blutungen zu stopfen.

Der Knochenstoffwechsel

Das Vitamin K ist für die Knochen eines Menschen sehr wichtig, da es im Auf- und Abbau von der Knochensubstanz eine durchaus große Rolle spielt. Es wird für die Herstellung von Osteocalcin (ein Eiweißstoff) gebraucht und dieses Eiweiß, kann den Knochenbaustoff Kalzium, in das vorhandene Knochengewebe ganz fest einbauen bzw. einmauern. Durch diesen Vorgang werden die Knochen gesund und stark.

Der Krebsschutz

Das Vitamin K soll zudem sehr förderlich im Bezug auf verschiedene Krebserkrankungen wirken und kann das Tumorwachstum ein wenig hemmen bzw. lindern.

Die sonstigen Funktionen

Es ist förderlich für die Stärkung des Immunsystems und schützt die Zellen und unterstützt die Zellerneuerung im Organismus.

Der tägliche Bedarf eines Menschen

Der tägliche Bedarf ist eher umstritten, aber es wird ein Richtwert von 0,001 mg pro vorhandenem Kilogramm empfohlen. Bestimmte Personengruppen wie Raucher, schwangere oder stillende Frauen oder Sportler, sollten auf eine höhere Dosis zurückgreifen.

Vitamin KDie wichtigste Aufgabe von Vitamin K ist die Blutgerinnung. (Foto by: Zerbor / Depositphotos)

Der Mangel an Vitamin K

Mangel durch Magen-Darm-Erkrankung

Ein Mangel ist eher unwahrscheinlich wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt, aber er kann auftreten, wenn der Organismus, aufgrund einer Krankheit (Erkrankungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes), die notwendigen Fette nicht mehr richtig verwerten kann.

Mangel durch Medikamente

Auch durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Antibiotika (diese Medizin wirkt zerstörend auf die Darmflora), Antiepileptika oder Salicylate kann ein solcher Mangel auftreten.

Anzeichen von Vitamin-K-Mangel

Die Anzeichen sind:

  • eine verstärkte Blutungsneigung (Blutgerinnungsstörungen)
  • eine verminderte Gerinnungsfähigkeit des Blutes
  • es kann zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt, in der Muskulatur, an der Nasenschleimhaut und dem Uro-Genital-Trakt kommen.
  • Die Wundheilung bzw. die Wundschließung verlangsamt sich.

Die Risikogruppen sind vor allem junge Säuglinge (gestillte Kinder, die nach der Geburt kein Vitamin K erhalten haben und die Darmflora noch nicht ganz ausgeprägt ist), Neugeborene und Kleinkinder - die mögliche Folge könnten Hirnblutungen sein. Dieser Mangel kann aber durch Vitamin K-Ergänzungsmittel leicht wieder ausgeglichen werden.

Die Überdosis an Vitamin K

Eine solche Übervorsorgung an Vitamin K ist weitestgehend ungefährlich (keine toxischen Wirkungen). Es kann nur vereinzelt zu allergischen Reaktionen kommen. Eine Überdosierung ist bei einer normalen, ausgewogenen Ernährung nicht möglich, denn es wird nur wenig Vitamin K im Körper bzw. in der Leber gespeichert.


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