Vitamin A - Retinol

Das Vitamin A ist nicht nur essentiell für unseren Körper, sondern unser Organismus benötigt es für zahlreiche Vorgänge. Es sollte durch die täglichen Mahlzeiten aufgenommen werden und gehört auf jeden ausgewogenen Speiseplan. Man findet es in Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukten.

Vitamin AVitamin A ist für unseren Körper lebensnotwendig. (Foto by: NatashaBreen / Depositphotos)

Wissenswertes über dieses Vitamin

Das Vitamin A gehört zu der Gruppe der fettlöslichen und essentiellen Vitamine. Für den Menschen ist dieses Vitamin ein wichtiger Bestandteil des täglichen Bedarfs, den er durch die Nahrung, aufnehmen sollte.

Durch die strukturelle Beschaffenheit dieses Vitamins ist es sehr licht-, sauerstoff- und säureempfindlich und kann durch falsche Lagerung bzw. schlechte Verarbeitung seine biologische Wirksamkeit bzw. Bestimmtheit verlieren.

Der Hintergrund

Das Vitamin A wurde 1913 von Elmer McCollum und Davis entdeckt, aber erst zwanzig Jahre später wurde die Reindarstellung in Form von Lebertran, durch Paul Karrer hergestellt.

In welchen Nahrungsmitteln kommt dieses Vitamin vor?

Das Beta-Carotin (Provitamin A), dass die Vorstufe zum Vitamin A bildet, kommt in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten vor. Unter anderem in folgenden Lebensmitteln:

Das Provitamin wird im Körper umgewandelt und daraus entsteht dann das wertvolle Vitamin A. Die Lebensmittel müssen zudem richtig gelagert werden (teilweise vor Licht geschützt werden), denn sie können zum Teil durch die falsche Lagerung ihre biologische Wirksamkeit verlieren. Sie sollten immer ungeschält oder verpackt an einem dunklen Ort gelagert werden (Kühlschrank). Zusätzlich ist die Zubereitung der Nahrungsmittel sehr wichtig, denn durch z.B. lange Kochzeiten kann das Vitamin teilweise zerstört werden (Kochverluste liegen zwischen 10 und 30 %).

Definition und Wirkung

Dieses Vitamin ist sehr wichtig für das Wachstum (besonders bei Kindern), die Blutkörperchen, den Stoffwechsel, für die Funktion und den Aufbau von Hautzellen und Schleimhäuten, für die Augen (Bestandteil der Sehpigmente im Auge), für die erfolgreiche Fortpflanzung und für das Herz- Kreislaufsystem.

Es kann durch die geringe Aufnahme von Fett im Körper entfaltet und verarbeitet werden.

Das Nervensystem

Durch das Vitamin A können die gesunden Nervenzellen in den Nervenbahnen, im Gehirn und im Rückenmark, erhalten werden.

Die Blutkörperchen

Durch das Retinol (Vitamin A) wird die Bildung neuer Erythrozyten gefördert und der Einbau von Eisen wird erleichtert.

Der Stoffwechsel

Die Leber ist das Speicherorgan für Carotinoide und von dieser aus wird es weiter an die Zellen geschickt. Die Carotinoide hat im Stoffwechsel die Funktion eines Radikalfängers, das bedeutet, dass sie neben ihrer Tätigkeit als Provitamin A auch krebsvorbeugende Funktionen haben. Der Vitamin A–Stoffwechsel, wird hauptsächlich durch das RBP = Retinol-Bindeproteine gesteuert und nur mit diesem Protein ist das Vitamin A für den Körper nutzbar.

Die Haut und die Schleimhäute

Das Vitamin A ist sehr wichtig für die Struktur und die Gesundheit dieser Gewebe und es beugt Schäden in den Hautzellen vor. Die Hautfunktionen werden normalisiert und diverse Hautzellen werden repariert.

Die Augen

Für die Sehfähigkeit ist das Vitamin A essentiell, denn bei einem Mangel kann es zu Müdigkeit der Augen, Nachtblindheit und im schlimmsten Fall zu einer Verhornung der Sehzellen führen.

Die Knochen und das Wachstum

Das Vitamin A ist für den Aufbau und Wachstum der Knochen sehr wichtig, sowie für die Heilung von Knochenbrüchen. Bei Kindern muss auf die regelmäßige Zufuhr von Vitamin A geachtet werden, da es für sie, besonders essentiell ist.

Das Immunsystem

Die Abwehrkräfte unseres Körpers benötigen Vitamin A für den Widerstand gegen Infektionen, das bedeutet, dass wirkungsvolle Barriere gegen lästige Bakterien bilden kann. Durch die Zuführung von Vitamin A kann die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht werden und die Produktion von Antikörpern wird erleichtert.

Der tägliche Bedarf eines Menschen

Vitamin A ErnährungDas Vitamin A gehört zu der Gruppe der fettlöslichen und essentiellen Vitamine. (Foto by: evgenyataman / Depositphotos)

Den Tagesbedarf, den ein Mensch täglich zu sich nehmen sollte, ist abhängig vom Alter, Geschlecht und von den Lebensumständen. Frauen sollten durchschnittlich ca. 0,8 mg und Männer ca. 1 mg Retinol aufnehmen.

Leider ist die Umwandlungsrate in der Praxis nicht optimal, denn man muss für einen mg von Vitamin A ca. 6 mg Beta-Carotin bzw. 12 mg andere Carotinoide aufnehmen. Vitamin A ist zudem fettlöslich, also kann dieses im Körper gespeichert werden und deshalb muss man auf die genaue Dosierung achten.

Der Mangel an Vitamin A

Es kommt sehr selten zu Mangelerscheinungen, da dieses Vitamin gespeichert werden kann und es gut im Körper verarbeitet wird. Wenn man Jahre lang kein Vitamin A zu sich nimmt kann es zu Mängeln kommen, aber in den Industrieländern ist ein Mangel an Vitamin A aufgrund der Überversorgung an diversen Nahrungsmitteln kaum möglich.

Wenn es trotzdem zu einem Mangel kommt, kann dieser durch eine Veränderung des Sehens (Nachtblindheit, Lichtempfindlichkeit) erkannt werden. In den nächsten Stadien treten Störungen des Stoffwechsels auf. Mangelerscheinungen verursachen bei Kindern und Jugendlichen eine Störung des Wachstum und der Knochenbildung.

Allgemein kann man festhalten, dass ein Mangel an Vitamin A, zu einer erhöhten Infektionsfähigkeit führen kann - es kommt zu einer Trockenheit der Haut, Haare, Nägel und Augen. Zusätzlich kann man an Haarausfall, Nachblindheit, Überempfindlichkeit der Augen, Eisenmangel, Fruchtbarkeitsstörungen, beeinträchtigtem Geruchssinn, Tastsinn und Appetit, Müdigkeit und Wachstumsstörungen erkranken.

Die Überdosis an Vitamin A

Eine zu hohe Zufuhr von Vitamin A kann eine Vergiftung hervorrufen, denn dieses Vitamin kann im Gegensatz zu vielen anderen Vitaminen, im Körper gespeichert werden. Eine solche Überdosis kann aber nur auftreten, wenn man einen übermäßigen Verzehr von tierischen Produkten wie z.B. Leber anstrebt - dieser Fall tritt sehr selten auf.


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