Ernährung bei Krebserkrankungen

Krebs kann nicht durch eine spezielle Ernährung geheilt werden, eine Krebs-Diät ist wenig sinnvoll, denn es kann durch einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen. Es gibt auch keine für Krebspatienten giftige Lebensmittel.

Ernährung bei Krebs Wichtig für Krebspatienten ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung. (Foto by: photographee.eu / Depositphotos)

Ist eine Ernährungsumstellung bei Krebspatienten wichtig?

In der Regel ist eine Krebsdiät nicht notwendig, außer bei Krebsarten wie Magenkrebs oder Darmkrebs kann vorübergehend eine individuell abgestimmte Diät notwendig sein. Sollte eine dauerhafte Nahrungsumstellung vonnöten sein, helfen Ernährungsberater.

Wichtig ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung. Vor sogenannten Krebsdiäten, die oft sehr einseitig sind, ist abzusehen, da sie bestehende Beschwerden eher verstärken können und es zusätzlich zu Mangelerscheinungen kommen kann. Allerdings sei an dieser Stelle auch gesagt, dass auch die beste Ernährung keine Krebserkrankung heilen kann.

Was man bei Krebserkrankungen essen soll

Meist können an Krebs erkrankte Personen nicht viele Mengen zu sich nehmen. Daher ist es umso wichtiger, dass die vorhandene Ernährung reich an gesunden Fetten und Proteinen ist um so genügend Kalorien sicher zu stellen.

Empfohlen werden:

  • Käse
  • Eier
  • Fleisch
  • Fisch
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Getreide

Was man bei Krebserkrankungen eher nicht essen sollte

Abgesehen von Unverträglichkeiten bei Lebensmitteln, muss auf nichts speziell verzichtet werden, solange man die Ernährung ausgewogen hält. Durch Medikamente und Chemotherapien  kann es jedoch häufig zu Übelkeit und Erbrechen kommen, was den Appetit verringert.

In diesen Fällen sollte folgendes vermieden werden:

  • Große Portionen
  • stark riechende Lebensmittel und Gerichte
  • zu viel Fett
  • starke Gewürzen
  • übermäßig Süßes
  • heiße Speisen

Ernährung Krebserkrankung Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann den Allgemeinzustand des Patienten bei Krebs verbessern. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Was sonst noch zu beachten ist

  • Geschmacksstörungen
    Häufig kann es zu Störungen des Geschmackssinns kommen. Dabei ist es wichtig immer wieder kleine Mengen Wasser zu trinken um den schlechten Geschmack zu beseitigen. Stört ein metallischer Geschmack, kann man versuchen auf Besteck aus Plastik zu wechseln. Zuletzt sollte man sich nicht zwingen etwas zu essen, nur weil es als gesund ausgeschrieben ist.
  • Entzündungen im Mundbereich
    Durch Chemo- und Strahlentherapien kommt es nicht selten auch zu Entzündungen im Mundbereich, welche das Essen besonders schmerzhaft machen. Ist das der Fall, sollte man kleine Portionen über den Tag verteilt essen, harte und bröselige Speisen meiden, immer wieder nebenbei kleine Schlucke trinken um die Mundhöhle und auch die Speisen anzufeuchten. Zuletzt sollte man auch eher auf flüssige und breiige Kost setzten, wie Suppen oder Babybrei.
  • Durchfall 
    AuchDurchfall  ist eine häufige Nebenwirkung von Strahlen- und Chemotherapien. Das Wichtigste dabei ist es immer wieder eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr zu sichern (zwischen 2 und 3 Liter täglich). Wasser sollte wenig oder keine Kohlensäure beinhalten, aber auch verdünnte Säfte und Kamillentee ist empfehlenswert. Kakao, lang gezogener, schwarzer Tee (Vorsicht, meist bitter), bittere Schokolade, Johannisbeeren helfen den Stuhl einzudicken.

Weitere Informationen zur Ernährung bei Krebserkrankungen

Verschiedene Krebspatienten-Servicestellen bieten reichlich Informationen zum Thema, auch im Buchfachhandel findet man gute Bücher. Ernährungsmediziner und Ärzte sind die kompetenten Ansprechpartner, wenn es um die richtige Ernährung während einer Krebserkrankung geht.

Besonders bei Krebserkrankungen im Darm und Magen, kann eine spezielle Ernährung von Nöten sein. Diese sollte genau mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden um Risiken zu vermeiden.


Bewertung: Ø 4,8 (22 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 09.04.2010
Überarbeitet am: 31.03.2020

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