Ernährung bei einer Divertikulose

Bei Divertikulose handelt es sich um eine ernstzunehmende Darmerkrankung, weshalb eine Ernährungsumstellung oft unausweichlich ist.

Klare Suppe Je flüssiger die Nahrung, desto leichter kann sich der Darm wieder erholen. (Foto by: bit245 / Depositphotos)

Warum ist eine Ernährungsumstellung bei einer Divertikulose wichtig?

Bei einer Divertikulose kommt es zu kleinen Ausstülpungen des Dickdarms, bei denen es zu Verstopfung, Durchfall, Übelkeit und auch Blut beim Stuhlgang kommen kann. Falsche Ernährung kann die Krankheit verschlimmern und zu einer Ausweitung der Beschwerden führen.

Was sollte man während einer Divertikulose essen?

Ein Arzt wird zumeist eine ballaststoffarme, sowie quellstoffreiche, Kost empfehlen um den Darm zu entlasten. Der Stuhl im Dickdarm soll dadurch an Volumen zunehmen, aber auch weicher werden, damit sich keine neuen Ausstülpungen bilden und entzünden können. Wichtig ist es auch, dass man über den Tag verteilt viel trinkt.

Oftmals wird auch eine rein flüssige Ernährung empfohlen. Sollte das nicht möglich sein, ist es zumindest wichtig während dem Essen so genau wie möglich zu Kauen um den Darm bestmöglich zu entlasten. So sind Nüsse zwar empfehlenswert, jedoch muss auch hier gut gekaut werden um eine weitere Belastung durch spitze Nahrung zu vermeiden.

  • pürierte Karotten
  • gekochte Zucchini
  • Vollkornprodukte
  • Naturreis
  • Babybrei
  • milde Suppen
  • Kräutertee

Was sollte man während einer Divertikulose nicht essen?

Gerade zu Beginn der Ernährungsumstellung ist es wichtig, dass die Lebensmittel gut verträglich sind. Blähendes Gemüse wie Kohl, sollte möglichst vermieden werden. Ebenso wie harte, spitze und schwer verdauliche Nahrung. Vieles ist eher problemlos, solange man richtig und gründlich Kaut und sich auf das Essen konzentriert und nicht nebenbei etwas liest oder fernsieht.

  • Zwiebeln
  • Kohlgemüse
  • Bohnen
  • Linsen
  • Weintrauben
  • Fast Food
  • Nüsse
  • Kerne
  • Kohlensäure
  • schwarzer Tee
  • Kakao
  • Bananen
  • Weißmehlprodukte

Ernährung bei einer Divertikulose Eine durchgende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für alle Organe des Körpers. (Foto by: Syda_Productions / Depositphotos)

Was man sonst noch tun kann

  • Trinken, Trinken, Trinken!
    Ballaststoffe können dann am besten verarbeitet werden, wenn man dem Körper zusätzlich auch genügend Flüssigkeit zuführt. Bei Divertikulose sollte jedoch auf Zuckergetränke und Schwarzen Tee verzichtet werden. Am besten wirkt reines, stilles Wasser. Auch Kräutertees können den Magen-Darm-Bereich unterstützen und für den Körper hilfreich sein. Es wird jedoch empfohlen diesen nicht zu heiß zu trinken.
  • In Bewegung bleiben 
    Bewegung kann die Verdauung in vielerlei Hinsicht unterstützen. Dabei ist gar kein großer Spitzensport gemeint. Bereits ein gemütlicher Verdauungsspaziergang an der frischen Luft kann förderlich für die Gesundheit von Darm und dem Rest des Körpers sein.
  • Alkohol vermeiden 
    Auch wenn viel Trinken gesund ist, sollte Alkohol davon ausgeschlossen bleiben. Zwar gibt es keinen direkten Beweis für einen Zusammenhang zwischen Alkoholismus und Divertikulose, jedoch kann Alkohol viele andere Organe schädigen und so den Körper zusätzlich belasten und die Heilung des Darms schwächen.

Bewertung: Ø 3,0 (3 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 15.04.2020
Überarbeitet am: 17.04.2020

Quellen:

https://www.healthline.com/health/diverticulitis#alcohol (Aufruf: 15.04.2020)

https://www.webmd.com/digestive-disorders/understanding-diverticulitis-basics#1 (Aufruf: 15.04.2020)

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