Kurkuma: Gesundes Gewürz mit Heilwirkung

Kurkuma ist ein beliebtes Gewürz, das auch bei zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden sowie bei Beautyproblemen angewendet werden kann. Kurkuma gilt als Schwester des Ingwers und ist auch mit dem Kardamom verwandt.

Kurkuma als HeilpflanzeDie Inhaltsstoffe der Kurkuma haben eine entzündungshemmende, blutfettsenkende Wirkung. (Foto by: MSPhotographic / Depositphotos)

Steckbrief und Herkunft

Diese Heilpflanze wird auch Gelbwurz oder indischer Safran bezeichnet und gehört der Familie der Ingwergewächse an. Kurkuma (Curcuma zanthorrhiza) wird in Indonesien und Malaysia schon seit Jahrtausenden geschätzt. Heute wird das Gewürz vorwiegend in China, Indien, Indonesien, Peru und auf den Philippinen angebaut.

Diese Pflanze zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • es handelt sich um eine krautartige Pflanze
  • sie wird bis zu 1,2 Meter hoch
  • sie trägt rosafarbene oder weißliche Blüten und zapfenartig angeordnete Stängel

Für Heilzwecke wird der getrocknete Wurzelstock (Rhizom) verwendet.

Inhaltsstoffe

Der sekundäre Pflanzenstoff Kurkumin (Curcumin) wird auch als Lebensmittelzusatz verwendet werdet. Weitere Inhalsstoffe sind ätherisches Öl, Mono- und Bisdesmothoxykurkumin, Cyclocurcumin, Sesquiterpenen, Diferuloylmethan und Polysaccharide.

Wirkung

Diese Stoffe haben eine antioxidative tonisierende, gallentreibende, blutfettsenkende, krebshemmende, entzündungshemmende, schmerzstillende sowie eine leberschützende Wirkung auf den Körper.

Geschmack von Kurkuma

Kurkuma besitzt ein erdiges Aroma und eine leichte Schärfe.

Kaloriengehalt

100 Gramm Kurkumapulver enthalten rund 354 Kalorien.

Kurkuma Verwendung und Anwendung

Abnehmen

Kurkuma kann bei einer Gewichtsreduktion unterstützend eingesetzt werden. Der Grund: Kurkuma regt den Gallenfluss an und somit wird die Fettverbrennung im Körper gefördert.

Kurkuma wirkt gegen Entzündungen

Bei zahlreichen entzündlichen Erkrankungen, zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt, bei Rheuma, Gelenkentzündungen oder Arthrose kann Kurkuma für Linderung sorgen.

Hauterkrankungen

Zur erfolgreichen Behandlung von entzündlichen Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Schuppenflechte - Psoriasis kann Kurkumaöl angewendet werden.

Zur Herstellung des Kurkumaöles einen Teelöffel zerriebenen Kurkuma mit einem Esslöffel Mandelöl verrühren und dieses vorsichtig auf die betroffenen Hautstellen auftragen. 15 Minuten einwirken lassen, anschließend mit warmen Wasser abwaschen. Die Anwendung dreimal täglich durchführen.

Zahnpflege und weiße Zähne

Dank seiner antibakteriellen, entzündungs- und schmerzlindernden Wirkung kann das fernöstliche Gewürz im Bereich der Zahnpflege, zur Behandlung von Zahnschmerzen sowie zur Aufhellung der Zähne angewendet werden.

Verdauung

Zudem kann durch die Anwendung von Kurkuma die Verdauung angeregt und verbessert werden.

Depression

In der Traditionell Chinesischen Medizin wird das gelbe Gewürz häufig gegen Depressionen angewendet.

Krebsprävention

Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Studien mit einem Ergebnis: Kurkuma hindert Krebszellen daran weiter zu wachsen und sich im Körper auszubreiten. Die Gesellschaft für Onkologie empfiehlt bei jeder Krebstherapie die unterstützende Anwendung von Kurkuma.

Fußpilz

Hierfür ein daumengroßes Kurkumawurzelstück klein schneiden, mit etwas kaltem Wasser aufgießen und zwei Stunden lang ziehen lassen.

Anschließend ein Leinentuch in die Flüssigkeit tauchen, leicht ausdrücken und um die Füße wickeln. Nach einer Einwirkzeit von 15 Minuten den Wickel abnehmen und regelmäßig wiederholen.

Diabetes

Wie zahlreiche Studien zeigten, hilft der regelmäßige Verzehr von Kurkuma den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Kurkuma kann sogar vor einer Diabetes-Typ-2 Erkrankung schützen.

Schutz vor Arteriosklerose und Bluthochdruck

Dank der gesunden Inhaltsstoffe von Kurkuma können die Arterien vor schädlichen Fettablagerungen geschützt und somit Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt (Myokardinfarkt) und Schlaganfall vorgebeugt werden.

Zudem kann durch die regelmäßige Einnahme von Kurkuma der Blutdruck gesenkt werden.

Erkältung

Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen sowie Halsschmerzen sind typische Symptome einer Erkältung. Zur Behandlung bzw. zur Prävention einer Erkältung (grippaler Infekt) kann Kurkuma erfolgreich eingesetzt werden.

Mukoviszidose

Laut einem Laborexperiment der Yale-Universität in Amerika hilft Kurkuma die Symptome bei Mukoviszidose (Zystische Fibrose) zu lindern.

Gesunde Leber

Curcumin schützt die Leber vor Giftstoffen und fördert dessen Regeneration.

Osteoporose

Kurkuma hemmt den Knochenabbau und kann somit wirkungsvoll gegen Osteoporose eingesetzt werden.

Cholesterin

Zudem gilt das Gewürz als natürlicher Cholesterinsenker.

Alzheimer

Bei  Alzheimer kann Kurkuma die Symptome verbessern und den Prozess hinauszögern.

Kurkuma sorgt für eine schöne Haut

Nicht nur für die Gesundheit kann Kurkuma angewendet werden, auch bei zahlreichen Beautyproblemen kann dieses Gewürz mit Anti-Aging-Effekt angewendet werden. Unter anderem fördert Kurkuma die Zellerneuerung und Kollagenproduktion, sorgt für einen reinen und strahlenden Teint und kann zur Behandlung von Akne angewendet werden.

Kurkuma-Gesichtsmaske gegen unreine Haut

Hierfür 1 Esslöffel Kurkuma, 1 Teelöffel Honig sowie 1 Teelöffel Zitronensaft in einer Schüssel verrühren, auf das gereinigte Gesicht auftragen, für 15-20 Minuten einwirken lassen und anschließend mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Die Anwendung dieser Gesichtsmaske empfiehlt sich am Abend, da Kurkuma die Haut etwas gelb färben kann. Jedoch verschwindet dieser negative Nebeneffekt spätestens am Morgen nach der Gesichtsreinigung.

Kurkuma in der Küche

Das beliebte Gewürz kann unter anderem zum Verfeinern von Smoothies, Tees, Curry, Säften, Fleisch- oder Gemüsegerichten verwendet werden.

Um die Bioverfügbarkeit von Curcumin zu erhöhen, kann Kurkuma kurz in Öl angebraten oder mit schwarzem Pfeffer kombiniert verzehrt werden.

Kurkuma Tee

Hierfür einen halben Teelöffel Kurkumapulver bzw. ein paar Scheiben dünn geschnittene Kurkumawurzel in eine Tasse geben und mit 200 Milliliter kochend heißem Wasser aufgießen.

Den Tee 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen.

Um den bitteren Geschmack von Kurkuma-Tee zu reduzieren, kann dieser zusätzlich mit Zimt, Ingwer oder Honig verfeinert werden.

Kurkuma Latte

Dieses Getränk stellt eine tolle Alternative zu Kaffee dar, beeinflusst die Verdauung auf positive Weise, stärkt das Immunsystem und hilft Heißhunger-Attacken vorzubeugen.

Hier ein Rezept für Kurkuma Latte, auch als Goldene Milch bekannt:

Kurkuma in der Schwangerschaft und Stillzeit

Wie Kurkuma bei Schwangeren oder in der Stillzeit wirkt, ist leider noch nicht ausreichend erforscht. Deshalb sollte auf die Verwendung  des Gewürzes verzichtet werden.

Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kurkuma sollten die Herstellervorgaben stets beachtet und eine Überdosierung vermieden werden. Nebenwirkungen können dann auftreten, wenn die Anwendung über einen längeren Zeitraum angewendet bzw. zu hoch dosiert wird.

Unter anderem kann es zu Magen-Darm-Problemen kommen. Zudem kann Kurkuma eine allergische Reaktion hervorrufen.

Bei schweren Erkrankungen der Leber, Gallensteinen, bei einer Entzündung der Gallenblase, Gastritis oder Magengeschwüren sollte das Gewürz nur sehr vorsichtig angewendet werden.

Kurkuma färbt nicht nur die Speisen, sondern auch Plastikgeschirr oder unsere Finger. Daher ist es ratsam vorsichtig mit dem Kurkumapulver umzugehen und bei der Verarbeitung Einweghandschuhe zu tragen.

Hier finden Sie eine Dokumentation über die gesundheitliche Wirkung von Kurkuma:


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