Schwarzer Rettich: Scharfe Heilpflanze

Der Schwarze Rettich zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit . Bereits die alten Griechen und Ägypter wussten um die Heilwirkung der Pflanze Bescheid.

Schwarzer Rettich als HeilpflanzeSchwarzer Rettich besitzt eine schleimlösende und reinigende Wirkung. (Foto by: sever180 / Depositphotos)

Steckbrief, Merkmale

Der schwarze Rettich (Raphanus sativus) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und sie stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet.

Diese Pflanze zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: Es handelt sich um eine krautige Pflanze, sie wird bis zu einem Meter hoch, diese besitzt einen scharfen Geschmack, hat rötlich-violette Blüten. Die Wurzel ist dickfleischig und schwarz gefärbt.

Sammelzeitraum

Die Wurzeln werden von Mai bis Oktober geerntet.

Inhaltsstoffe des Schwarzen Rettichs

Vitamine

Bereits ein Rettich täglich deckt den Tagesbedarf an Vitamin C.

Mineralstoffe

Der schwarze Rettich enthält Magnesium, Selen) und Kalium.

Ätherische Öle und weitere Inhaltsstoffe

  • Allylsenföl
  • Glukosinulate
  • Raphanol
  • Glukoraphain,
  • Senfölglykosid
  • Rhodanwasserstoffe

Wirkung

Die Inhaltsstoffe haben eine reinigende, schleimlösende, beruhigende, antioxidative, antimikrobielle, antibakterielle, krampflösende, harntreibende und krebhemmende Wirkung auf den Organismus.

Geschmack

Schwarzer Rettich weist einen scharfen und sehr würzigen Geschmack auf.

Die Anwendung

Für die medizinischen Anwendungen werden die Früchte (Knollen) herangezogen. Bei folgenden Beschwerden kann diese Heilpflanze eingesetzt werden:

  • bei Skorbut
  • bei Rheuma
  • bei Gicht
  • Erkältungserkrankungen wie Husten oder Heiserkeit
  • bei einem Gallenleiden
  • gegen Bakterien und Pilze
  • bei Katarrhen der oberen Luftwege
  • bei Verdauungsstörungen
  • bei einer Krebserkrankung
  • bei Atemwegserkrankungen, Bronchitis und bei Krampfhusten

Trinkkur mit Rettichsaft

Bei einer Trinkkur wird täglich ein Glas Rettichsaft getrunken. Diese Kur kann bei Gallenbeschwerden, Rheumatismus sowie bei Gicht für Linderung sorgen. Zudem werden der Magen, der Darm, die Nieren und die Leber gestärkt.

Schwarzer Rettich bei Husten

Zur Behandlung von Husten, Heiserkeit und Angina den Rettichsaft mit etwas Honig vermengt trinken.

Frühjahrskur mit Rettich

Um den Körper zu entgiften und zu entschlacken kann im Frühling eine Rettichkur durchgeführt werden.

Schwarzer Rettich bei Fieber

Als wirksames Hausmittel bei Fieber kann eine Halskette mit Schwarzem Rettich angewendet werden. Hierfür den Rettich in Scheiben schneiden, auf ein Band fädeln und am besten über Nacht als Halskette tragen.

Hustensaft mit Schwarzem Rettich

Zur Herstellung eines Hustensafts das obere Ende des Rettichs abschneiden, die Wurzel etwas aushöhlen, einen Würfel Zucker hineinlegen und den Deckel wieder auflegen. Der Zucker zieht den Saft aus dem Rettich. Bei Husten bei Bedarf einen Teelöffel davon einnehmen.

Alternativ kann der Schwarze Rettich in dünne Scheiben geschnitten und mit Honig bedeckt werden. Zugedeckt ca. 8-12 Stunden ziehen lassen und vom entstandenen Sirup alle ein bis zwei Stunden einen Esslöffel einnehmen.

Verwendung in der Küche

Der Schwarze Rettich wird meist geschält verzehrt. Ist die Haut jedoch noch in Ordnung, kann diese auch mitgegessen werden. Als Salat wird diese Heilpflanze sehr fein geschnitten oder geraspelt. Gekocht kann der Schwarze Rettich beispielsweise als Einlage in Gemüsesuppen dienen.

Mögliche Nebenwirkungen

Bei einem empfindlichen Magen und Sodbrennen sollte man vorsichtig beim Verzehr von Schwarzem Rettich sein.


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