Schwarzer Rettich: Scharfe Heilpflanze

Bereits die alten Griechen und Ägypter wussten um die Heilwirkung des Schwarzen Rettichs Bescheid. Auch heute wirkt es noch bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsproblemen.

Schwarzer Rettich als Heilpflanze Schwarzer Rettich besitzt eine schleimlösende und reinigende Wirkung. (Foto by: sever180 / Depositphotos)

Schnellfakten über schwarzen Rettich

  • In der Küche
    Schwarzer Rettich weist einen scharfen und sehr würzigen Geschmack auf.
  • Nährstoffe
    Das Gemüse ist reichhaltig anVitamin C, Vitamin B1 undVitamin A, sowie  Magnesium, Selen) und Kalium.
  • In der Medizin
    Für die medizinischen Anwendungen werden die Knollenherangezogen. Sie wirken bei Beschwerden wie bei Rheuma, Husten oder Verdauungsstörungen.
  • In der Botanik
    Der schwarze Rettich (Raphanus sativus) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und sie stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet.
  • Weitere Effekte
    Die Inhaltsstoffe haben eine reinigende, schleimlösende, beruhigende, antioxidative, antimikrobielle, antibakterielle, krampflösende, harntreibende und krebhemmende Wirkung auf den Organismus.

Welche positiven Wirkungen hat Schwarzer Rettich?

  • Gesunde Haut
    Mit ihren antioxidanten Inhaltsstoffen und ihrem guten Gehalt an Vitamin B, kann dieses Gemüse Entzündungen auch auf der Haut lindern und wirkt dabei gleichfalls gegen Falten, Altersflecken und störende Rötungen.
  • Leberfunktionen
    Der Inhaltsstoff Glutathion ist ebenfalls entzündungshemmend und dafür verantwortlich, dass die Leber in ihrer entgiftenden Funktion voran kommt. Mit dem ansteigenden Alter fällt das  Glutathionlevel und der Körper muss sich zunehmend auf die Einnahme von Außen verlassen um die Gesundheit Instand zu halten.
  • Immunsystem
    Mit seinen zahlreichen Vitaminen und auch dem hohen Anteil an Vitamin C, ist der schwarze Rettich ein guter Boost für das Immunsystem und hilft bei der Abwehr von Bakterien und Toxinen.
  • Cholesterin und Blutdruck
    Der schwarze Rettich kann mit seinen gesunden Inhaltsstoffen auch die Gesundheit bezüglich Cholesterin und Blutdruck positiv beeinflussen und hält dieses auf einem gesunden Level. Dadurch sinkt das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte.
  • Atemwegserkrankungen
    Aus schwarzem Rettich lässt sich gut ein ein Rettichsaft anfertigen, welcher durch die orale Einnahme bei einer Vielzahl an Atemwegserkrankungen helfen kann. Darunter fallen Husten, Heiserkeit, sowie Krampfhusten und Bronchitis.

Wann sollte man auf Schwarzen Rettich verzichten?

Bei einem empfindlichen Magen und Sodbrennen sollte man vorsichtig beim Verzehr von Schwarzem Rettich sein. Auch eine mögliche Allergie auf das Gemüse könnte Probleme verursachen.

Schwarzer Rettich als Hausmittel

Der Schwarze Rettich wird meist geschält verzehrt. Ist die Haut jedoch noch in Ordnung, kann diese auch mitgegessen werden. Als Salat wird diese Heilpflanze sehr fein geschnitten oder geraspelt. Gekocht kann der Schwarze Rettich beispielsweise als Einlage in Gemüsesuppen dienen.

Schwarzer Rettich bei Husten

Zur Behandlung von Husten, Heiserkeit und Angina den Rettichsaft mit etwas Honig vermengt trinken.

Zur Herstellung eines Hustensafts:

  1. das obere Ende des Rettichs abschneiden
  2. die Wurzel etwas aushöhlen
  3. einen Würfel Zucker hineinlegen und das abgeschnittene Ende wieder auflegen

Der Zucker zieht den Saft aus dem Rettich.
Bei Husten bei Bedarf einen Teelöffel davon einnehmen.

TIPP: Alternativ kann der Schwarze Rettich in dünne Scheiben geschnitten und mit Honig bedeckt werden. Zugedeckt ca. 8-12 Stunden ziehen lassen und vom entstandenen Sirup alle ein bis zwei Stunden einen Esslöffel einnehmen.

Trinkkur mit Rettichsaft

Bei einer Trinkkur wird täglich ein Glas Rettichsaft getrunken. Diese Kur kann bei Gallenbeschwerden, Rheumatismus sowie bei Gicht für Linderung sorgen. Zudem werden der Magen, der Darm, die Nieren und die Leber gestärkt.

Schwarzer Rettich bei Fieber

Als wirksames Hausmittel bei Fieber kann eine Halskette mit Schwarzem Rettich angewendet werden. Hierfür den Rettich in Scheiben schneiden, auf ein Band fädeln und am besten über Nacht als Halskette tragen.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 29.01.2010
Überarbeitet am: 14.05.2020

Quellen:

Omas Lexikon der Kräuter und Heilpflanzen, Weltbild Buchverlag, 2005

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