Altersflecken (Lentigines seniles)

Bei Altersflecken handelt es sich um gutartige Hautveränderungen, die sich durch kleine, bräunliche Pigmentflecken zeigen. Ursache ist eine langjährige UV-Bestrahlung. Hier gibt es mehr Infos zu passenden Therapien und mögliche Vorbeugungen.

Altersflecken auf Hand Altersflecken sind gutartige Hautveränderungen. (Foto by: weerapat / Depositphotos)

Schnell-Überblick

  • Was sind Altersflecken: Dabei handelt es sich um kleine und gutartige Hautveränderungen, die sich meist dunkel von der Haut abheben. Man findet sie meist im Gesicht, am Dekolleté, auf Handrücken und Unterarmen.
  • Symptome: Sie tauchen unsystematisch und meist erst im fortgeschrittenen Alter auf. Sie tun nicht weh und heben sich von der Haut sichtbar ab.
  • Ursachen: Durch jahrelange Aussetzung von UV-Strahlen (z.B. von der Sonne) kommt es zu Lichtschäden. Begünstigt wird es durch Sonnenbaden und heller Haut, aber auch durch Giftstoffe wie Nikotin, Alkohol und bestimmten Medikamenten.
  • Behandlung: Möglich sind eine Kältetherapie, die Verwendung von Bleichmitteln (unter ärztlicher Aufsicht), ein Schälverfahren, sowie eine Lasertherapie.
  • Mögliche Komplikationen: Wichtig bei der Nachsorge ist eine regelmäßige Kontrolle um die Entwicklung bösartiger Hautveränderungen rechtzeitig zu erkennen.
  • Vorbeugung: Am besten ist es so viel direkte Sonneneinstrahlung wie möglich zu vermeiden, sowie das Auftragen von Sonnencreme. Auch Angewohnheiten wie Rauchen oder Alkohol sind zu meiden.

Was sind Altersflecken?

Altersflecken gehören wie Muttermale oder Sommersprossen zu den Pigmentflecken und können bis zu ein paar Zentimetern groß werden. Die gutartigen Veränderungen der Haut entwickeln sich durch eine vermehrt auftretende, lokale Ablagerung des Pigments Lipofuszin (bräunlich) in die Oberhaut.

Altersflecken treten an Stellen des Körpers auf, die der Sonne ausgesetzt sind wie

  • dem Gesicht
  • Dekolleté
  • Handrücken
  • Unterarme

Begünstigt wird die Entwicklung der Altersflecken durch Sonnenbrände, häufiges Sonnenbaden oder helle Haut. Sie können je nach Bestrahlung der Haut bereits mit 40 Jahren auftreten, Menschen über 60 Jahre sind bis zu 90% von Altersflecken betroffen. Im Gegensatz zu Sommersprossen bleiben Altersflecken auf Dauer sichtbar.

Die Ursachen für Altersflecken

Bei Altersflecken handelt es sich um Lichtschäden der Haut bedingt durch jahrelange UV-Bestrahlung. Verantwortlich eine Anhäufung des bräunlichen Pigments Lipofuszin (auch Alters- oder Abnutzungspigment genannt). Die Zellen der Haut sind den freien Radikalen (Sauerstoffmoleküle), die durch das UV-Licht entstehen, besonders ausgesetzt. Auch wenn die Haut durch ein komplexes System geschützt ist, können die aggressiven Sauerstoffmoleküle durch zu intensive UV-Bestrahlung leichter entstehen.

Die Haut wird durch bestimmte Antioxidantien (Vitamine C und E, Bioflavonoide, Selen, Zink, etc.) ihrer Schutzfunktion unterstützt, doch bei permanenter Sonneneinstrahlung nimmt der Gehalt an den schützenden Antioxidantien schnell ab.

Weitere Ursachen für die Entstehung von Altersflecken sind Genussgifte wie Tabak (insbesondere die im Rauch enthaltende Chemikalie Benzpyren) und Alkohol. Auch verschiedene Medikamente, Nitrate und Nitrite aus der Nahrung gelten als Verursacher der Zellalterung.

Die Symptome der Altersflecken

Altersflecken sind unregelmäßige, hellbraune Flecken auf der Haut, die sich an Körperstellen befinden, die der Sonne ausgesetzt sind (Handrücken, Gesicht, Unterarme, Dekolleté, etc.). Charakteristisch treten Altersflecken in fortgeschrittenem Alter auf, sie können mehrere Zentimeter groß sein.

Die Behandlung von Altersflecken

Altersflecken Bei Altersflecken handelt es sich um Lichtschäden der Haut bedingt durch jahrelange UV-Bestrahlung. (Foto by: voronin-76 / Depositphotos)

Die einfachste Behandlung ist die Camouflage: Dabei werden Altersflecken kosmetisch abgedeckt. Das ist effektiv aber nur kurzfristig.

Längerfristige Behandlungsmöglichkeiten sind

  • die Kältetherapie
  • Bleichmittel
  • Schälverfahren (Peeling-Therapie)

Es kann jedoch vorkommen, dass sich die Haut farblich im behandelten Bereich verändert. Bleichmittel sollten nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden. Mechanische Methoden führt der Dermatologe durch. Auch die sogenannte Lasertherapie, die als gegenwärtig schonendste Behandlung von Altersflecken gilt, wird vom Dermatologen ausgeführt. Oft ist es möglich, Altersflecken in nur einer Sitzung erfolgreich behandeln zu lassen.

Altersflecken bergen keine medizinisch relevanten Komplikationen, allerdings kommt es beispielsweise nach einer Peeling-Therapie eventuell zu Entzündungen oder Infektionen. Darum ist die Nachsorge ein wichtiger Therapiepunkt, oft wird nach der Behandlung prophylaktisch Antibiotikum angewendet. Ein weiterer Aspekt der Nachsorge ist es, durch Kontrollen mögliche bösartige Hautveränderungen rechtzeitig erkennen zu können.

Kann man Altersflecken vorbeugen?

Die beste Vorbeugung gegen Altersflecken ist das Meiden direkter Sonnenbestrahlung. Sinnvoll ist weiters eine gute Versorgung des Körpers mit Antioxidantien wie Vitamin C und E, Coenzym Q10, Selen und Zink. Alkohol und Tabakrauch sind zu vermeiden.

Weitere Informationen zu Altersflecken

Schon aufgrund der Möglichkeit, dass sich farbliche Veränderungen der Haut schlimmstenfalls als bösartig erweisen können, ist es unbedingt ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen. Ein Lexikon zum Thema Dermatologie und Allergologie ist im Buchfachhandel erhältlich und bietet fachlich fundierte Informationen zu Therapieverfahren oder Empfehlungen.


Bewertung: Ø 3,6 (8 Stimmen)

Autor: Dr. med. Eckhard Schröder
Infos zum Autor: Facharzt für Dermatologie & Medizinjournalist
Erstellt am: 22.01.2010
Überarbeitet am: 28.01.2020

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