Leberflecken & Muttermale (Nävi)

Primär sind Leberflecken (Nävi) gutartige Wucherungen der Haut. Sie kommen sehr häufig vor, beinahe jeder Mensch ist mehr oder weniger davon betroffen, und entstehen aus den sogenannten Nävuszellen. Leberflecken bilden sich mit steigendem Lebensalter, selten sind sie angeboren oder kommen bei kleinen Kindern vor.

Muttermal Leberflecken, Muttermale sind gutartige Wucherungen der Haut. (Foto by: Flydragonfly / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Was sind Leberflecken und Muttermale: Sie gehören zu den häufigsten Geschwülsten auf der menschlichen Haut. Sie können sich über das ganze Leben verteilt bilden, aber auch zurückbilden. Muttermale sind Leberflecken, mit denen man bereits geboren wurde.
  • Symptome: Diese Pigmentveränderungen der Haut heben sich meist dunkel oder hell vom Rest der Hautfarbe ab.
  • Ursachen: Viele Leberflecke entwickeln sich während der Pubertät. Dabei kommt es zu einer Vermehrung und Anhäufung sogenannter Nävuszellen.
  • Behandlung: Die meisten Leberflecken sind ungefährlich und müssen nicht entfernt werden. Aus ästhetischen Gründen werden sie meist nur im Gesicht entfernt.
  • Mögliche Komplikationen: Besteht jedoch der Verdacht auf ein Melanom, muss es chirurgisch entfernt und untersucht werden.
  • Vorbeugung: Durch intensive Sonneneinstrahlung und Sonnenbrände können Leberflecken entstehen. Es gilt also ein Übermaß an Sonne ohne Sonnenschutz zu vermeiden.

Was sind Leberflecken und Muttermale (Nävi)?

Nahezu jeder Mensch hat Leberflecken (Nävi), damit gehören sie zu den Geschwülsten der Haut, die am häufigsten vorkommen. Leberflecken sind herdförmige Ansammlungen von Nävuszellen, welche den pigmentbildenden Zellen der Haut, den Melanozyten, zwar ähneln, sich jedoch deutlich davon abgrenzen.

Bei den meisten Leberflecken, in etwa 95% aller Fälle, handelt es sich um während des Lebens erworbene Hautwucherungen. Oft verändern sie sich im Laufe der Zeit, viele bilden sich im höheren Alter spontan zurück.

Sind sie bereits von Geburt an vorhanden, spricht man von Muttermalen. In der Vergangenheit, speziell im Mittelalter, konnte es passieren, das ein Pigmentmal als Hexenzeichen gedeutet wurde.

Unterschieden werden zwei Formen der Leberflecke:

  • Erworbene Leberflecke
  • Angeborene Leberflecke - Muttermale

Ursachen für Leberflecken und Muttermale

Fast alle Menschen sind von Leberflecken betroffen, besonders während der Pubertät und in der Chemotherapien). Die Ursachen für angeborene Leberflecke, Muttermale, konnte bislang nicht geklärt werden, eine familiäre Disposition ist jedoch in beiden Fällen (erworben und angeboren) möglich.

Die Entstehung von Leberflecken, sowohl der angeborenen wie der erworbenen, ist durch eine Vermehrung und Anhäufung der sogenannten Nävuszellen bedingt. Die Nävuszellen stammen möglicherweise von genetisch veränderten Vorläuferzellen der pigmentbildenden Zellen der Haut, den Melanozyten, ab.

Symptome bei Leberflecken und Muttermalen

Leberflecken sind klinisch gesehen äußerst unterschiedlich:

Angeborene Leberflecke, Muttermale

Zumeist braune Rundherde in unterschiedlichen Größen, anfangs flach, später mit warziger Oberfläche. Behaart zeigen sich Muttermale mit Beginn der Pubertät.

Erworbene Leberflecke

Unterscheiden sich in Farbe, Form und Größe, sind sehr individuell; anfangs brauner, ca. 5mm großer Fleck, später zentral dicker, im höheren Lebensalter spontane Rückbildung. Unterschieden werden:

  • der Spitznävus (kommt nur bei Kindern vor)
  • der Sutton-Nävus (weiße Höfe rund um Leberflecke)
  • der dysplastische Leberfleck (asymmetrische Form, keine klare Begrenzung, relativ groß, Rückbildung verzögert sich)

Behandlung von Leberflecken und Muttermalen

Ob Leberflecke oder Muttermale behandelt werden müssen, wird vom Hautarzt entschieden. Nicht der kosmetische Aspekt steht im Vordergrund, sondern beim Risiko eines möglichen Melanom, wird die betroffene Hautstelle chirurgisch entfernt und anschließend feingeweblich untersucht.

Muttermalentfernung Besteht der Verdacht auf Hautkrebs wird das Muttermal chirurgisch entfernt. (Foto by: bertys30 / Depositphotos)

Wird bei der feinmikroskopischen Untersuchung festgestellt, dass der entfernte Leberfleck Zellatypien aufweist, muss der Betroffene sich unbedingt regelmäßigen Kontrollen unterziehen. Denn haben diese betroffenen Personen beispielsweise mehr als vier dysplastische Leberflecke, besteht ein dreißigfaches Risiko an einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) zu erkranken.

Leberflecken können auch aus kosmetischen Gründen (Beispiel im Gesicht) chirurgisch entfernt werden. Auch diese werden später feingeweblich untersucht.

Kann man Leberflecken vorbeugen?

Die beste Vorbeugungsmaßnahme ist das Meiden direkter Sonnenbestrahlung, insbesondere das Vermeiden von Sonnenbränden. Empfehlenswert ist das Beobachten vorhandener Leberflecke, sehr positiv wäre eine regelmäßig erfolgende Untersuchung der Haut durch den Dermatologen.

Angeborenen Leberflecken, Muttermalen, kann nicht vorgebeugt werden.

Weitere Informationen zu Leberflecken (Nävi)

Fast alle Menschen sind von Leberflecken betroffen, bei den meisten sind sie harmlose Hautwucherungen, die keiner Behandlung bedürfen. Kosmetisch gesehen sind ungeliebte Leberflecke einfach zu entfernen, Infos dazu gibt es bei allen Dermatologen.

Unser Tipp: regelmäßige Untersuchungen beim Hautarzt, auch Kinder!


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ICD-10: C43 mehr Infos


Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 03.02.2010
Überarbeitet am: 29.07.2020

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