Sonnenbrand (Erythema solare, UV-Erythem, Dermatitis solaris)

Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut unzureichend geschützt lange einer intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird, wie beim Urlaub oder in den Sommermonaten. Besonders gefährdet sind Kinder und hellhäutige Menschen. Mediziner sprechen bei einem Sonnenbrand von Verbrennungen der Haut ausgelöst durch UV-Strahlung.

Sonnenbrand Ein Sonnenbrand kann sehr schmerzhaft sein. (Foto by: Lenorlux / Depositphotos)

Schnell-Übersicht:

  • Was ist ein Sonnenbrand: Dabei kommt es zu Verbrennungen ersten und zweiten Grades.
  • Symptome: Zu Beginn erröten die betroffenen Hautstellen und erhitzen sich. Weiteres kann es zu Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen kommen.
  • Ursachen: Auslöser dafür sind UVB-Strahlen der Sonne, die bei zu intensiver Einwirkung die Haut schädigen.
  • Behandlung: Wichtig ist es weitere direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Hilfreich sind feuchtigkeitsspendende Cremen und Salben, viel Wasser trinken und die Behandlung von Schmerzen, sollten welche spürbar sein.
  • Mögliche Komplikationen: Ein zu lange Aussetzung von UVB-Strahlen kann auch zu starken Verbrennungen der Haut führen und gehört professionell behandelt. Die Verbrennungen können auch zu Hautkrebs führen.
  • Vorbeugung: Der beste Schutz sind Sonnenschutzmittel und die Vermeidung der Sonne während der Mittagszeit. Sonnenschutz muss immer wieder neu aufgetragen werden.

Was ist ein Sonnenbrand und wie entsteht er?

Bei einem Sonnenbrand handelt es sich Verbrennungen ersten und zweiten Grades der Haut, ausgelöst durch ultraviolette Strahlung, meist UVB-Strahlen.

Eine starke Sonnenstrahlung kann die Zellen der Haut direkt schädigen und zu Entzündungen führen, welche sich durch Rötungen, jucken, eventueller Blasenbildung und dem später auftretenden Abschuppen der Haut äußert.

Das beste Vorbeugungsmittel ist ein ausreichender Sonnenschutz und Kopfbedeckung. Auch auf Sonnenbrillen nicht vergessen.

Ursachen und Auslöser für einen Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand entsteht durch eine zu lange, intensive Sonneneinwirkung, vor allem durch die Ultraviolett-Teile der Sonnenstrahlen, auf die Haut. Im Grunde verfügt die Haut über gute Schutz- und Reparaturmechanismen gegenüber UV-Strahlen. Reichen die Abwehrmechanismen nicht aus, kommt es zum Sonnenbrand.

Insbesondere hellhäutige Menschen und Kinder sind gefährdet. Die Strahlen können in tiefere Hautschichten vordringen, Resultat sind Entzündungsreaktionen der Haut mit typischen Sonnenbrandsymptomen.

Ursachen für die Entstehung eines Sonnenbrandes sind unter anderen:

  • Zu lange, intensive Sonnenbäder
  • Ungenügender Sonnenschutz mit zu niedrigem Sonnenschutzfaktor
  • Längere Aufenthalte auf dem Wasser wie beim Segeln Schnorcheln oder Surfen und im Schnee (z.B. starke Ruflektion der Sonnenstrahlen)
  • Eingenommene Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen wie Antibiotika

Symptome und Anzeichen eines Sonnenbrandes

Erste Symptome zeigen sich nach 6 – 8 Stunden nach der Einwirkung der Sonne auf die Haut. Die betroffenen Hautregionen röten sich, es entwickelt sich ein Hitzegefühl, Brennen und die Hautstellen jucken. Eventuell können sich Blasen bilden. Im weiteren Verlauf schuppt sich die Haut.

Ist der Sonnenbrand großflächig, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

Treten diese Symptome auf, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren, denn es könnte sich um einen Sonnenstich oder Hitzschlag handeln.

Behandlung eines Sonnenbrandes

  • In erster Linie ist eine weitere Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
  • Die betroffenen Hautstellen sollten mit kühlenden, feuchten Umschlägen und feuchtigkeitsspendende Gels und Lotionen behandelt werden.
  • Schmerzstillend wirken Medikamente wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure.
  • Weiters sollte viel getrunken werden, am besten Wasser oder Fruchtsäfte mit Wasser.
  • Wenn die betroffene Haut abheilt, ist eine intensive Pflege mit rückfettenden Cremes hilfreich.

Stärkere Sonnenbrände mit Symptomen wie Blasenbildung, Fieber und Schüttelfrost sollten ärztlich behandelt werden. Glukokortikoide (verschreibungspflichtig) in Form von Tabletten oder Cremes hemmen die Entzündung.

Handelt es sich um großflächige Sonnenbrände, sollten vor allem Kinder oder ältere Menschen stationär behandelt werden. Da häufige Sonnenbrände das Entstehen von Melanomen (schwarzer Hautkrebs) begünstigen, ist, speziell bei Kindern, das Vermeiden sinnvoll. Außerdem bilden sich vermehrt Altersflecken und die Hautalterung insgesamt wird beschleunigt.

Wie kann man einem Sonnenbrand vorbeugen?

Prävention Sonnenbrand Ausreichend Sonnenschutz ist bei einem Aufenthalt im Freien wichtig. (Foto by: schankz / Depositphotos)

Vor einem Aufenthalt im Freien sollte man sich mit ausreichend Sonnenschutzmittel eincremen. Sonnenschutzprodukte, sollte auf den Hauttyp sowie auf dem jeweiligen UV-Index angepasst werden.

Die Sonne ist speziell in den intensiven Strahlenzeiten von 10:00 bis 15:00 Uhr zu meiden. Säuglinge sollten der direkten Sonne überhaupt nicht ausgesetzt werden, Kinder sind mit Kopfbedeckung und besonders hohen Lichtschutzfaktoren in den Sonnenschutzmitteln zu schützen. Auch ein stundenlanger Aufenthalt in der prallen Sonne ist zu meiden - Die Dosis macht das Gift.

Beachten Sie: Auch mit Sonnenschutz ist die Haut nur für einen bestimmten Zeitraum vor den UV-Strahlen geschützt.


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ICD-10: L55 mehr Infos


Autor: Dr. med. Eckhard Schröder
Infos zum Autor: Facharzt für Dermatologie & Medizinjournalist
Erstellt am: 10.02.2010
Überarbeitet am: 16.07.2020

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User Kommentare

Sunny1703
Sunny1703 am 09.05.2016 um 10:54 Uhr

In meiner Kindheit habe ich leider öfters einen Sonnenbrand eingefangen, was ich heute sehr bereue. Ich achte sehr auf den richtigen Sonnenschutz und halte mich nie zulange in der Sonne auf, da ich ein sehr heller Hauttyp bin.

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