Die Pubertät

Erwachsen zu werden ist nicht immer einfach, die Hormone spielen verrückt, der Körper ändert sich und die Eltern verstehen gar nichts. Bei Mädchen beginnt die Pubertät mit rund 10 Jahren, bei Jungen mit 12. Die Dauer dieser einschneidenden Lebensphase beträgt durchschnittlich 8 Jahre.

PubertätVor allem in der Pubertät spielen die Hormone verrückt. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Die Pubertät ist jene Lebensphase, wo sich ein Mensch vom Kind zum Erwachsenen entwickelt. Es ist eine Phase im Leben, wo sich viele körperliche und seelische Veränderungen ereignen.

Im Alter zwischen 10 und 12 Jahren produziert der Körper verstärkt Geschlechtshormone, die inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale der Mädchen und Jungen verändern sich.

Pubertät bei Mädchen

  • Die Brüste fangen zu wachsen an.
  • Die Milchdrüsen bilden sich aus.
  • Die Genitalien werden größer.
  • Haare wachsen in der Schamgegend und unter den Achseln.
  • Der weibliche Zyklus beginnt, die erste Monatsblutung setzt ein, das Mädchen ist fruchtbar.

Pubertät beim Jungen

  • Die Hoden wachsen und es kommt zur Produktion der Samenzellen.
  • Der Penis wächst und wird dicker. Jetzt ist der Junge bereits zeugungsfähig.
  • Haare wachsen an mehreren Stellen wie der Brust, dem Gesicht oder der Schamgegend.
  • Der Stimmbruch setzt ein, denn der Kehlkopf wird größer.

Akne

Von Akne können Mädchen und Jungen betroffen sein. All diese körperlichen Veränderungen variieren in Dauer und Verlauf von Mensch zu Mensch. Grundsätzlich setzt die Pubertät bei Mädchen früher ein als bei Jungen. In den westlichen Industrieländern hat sich der Beginn der Pubertät ob der reichhaltigen Ernährung nach vorne verschoben, so hat ein Mädchen im Schnitt die erste Regelblutung mit 12,5 Jahren, ein Junge den ersten Samenerguss mit 13,5 Jahren.

Gefühlschaos

Zu all den körperlichen Veränderungen kommt es zu gravierenden seelischen Entwicklungen. Das Durcheinander der Gefühle liegt zum einen an den Hormonen, aber auch die eigentliche Umstellung von Kind zum Erwachsenen ist mit vielen Emotionen verbunden. Muss der Pubertierende nun doch selbständiger werden, viele Erfahrungen sammeln und mit etlichen Enttäuschungen zurecht kommen.

Erste große Liebe und Liebeskummer

Außerdem ist die Pubertät zumeist die Zeit der ersten Liebe und dem ersten Liebeskummer. Und die Zeit, wo die jungen Menschen ihre Sexualität entdecken. Diese Abnabelung von der Kindheit ist zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr abgeschlossen. Diese schwierige Zeit kann allerdings die Eltern-Kind-Beziehungen auf eine sehr harte Probe stellen, nicht selten sind die Gräben sie sich auftun unüberwindlich geworden.

Tipps für Eltern

Die Zeit der Pubertät ist wohl die schwierigste zwischen Eltern und Kind. Zu all den natürlichen Veränderungen im Körper kommt es häufig auch zum Experimentieren mit Alkohol oder Drogen, oder Mädchen bekommen Essstörungen, weil sie ihre neuen Rundungen nicht gut finden. Dabei spielen oft Freunde oder Cliquen eine nicht unwesentliche Rolle. Das Eltern-Kind Verhältnis ist auf eine harte Probe gestellt – beide Seiten verstehen die andere auf einmal nicht mehr, das gemütliche „Familiensein“ ist ein für allemal vorbei.

Was können Eltern tun?

Gutes Verhältnis Mutter TochterFür Eltern heißt es während der Pubertät ihrer Kinder viel Geduld und Verständnis aufzubringen. (Foto by: monkeybusiness / Depositphotos)

Es gibt kein Grundrezept, aber mit viel Geduld und Verständnis für die schwierige Phase des Lebens des Kindes und ein paar Dingen, die es zu beachten gilt, kann sich das Verhältnis durchaus nach überstandener Phase wieder völlig normalisieren – auf neuer Basis.

  • Eltern müssen die Intimsphäre ihres Kindes respektieren.
  • Eltern sollten ihrem Kind ganz offene Gespräche zum Thema Sexualität anbieten, aber nur dann darüber sprechen, wenn das Kind es will.
  • Kinderzimmer sind jetzt tabu für Eltern, unangemeldetes Eintreten verboten! Eltern sollten anklopfen, das Reinigen müssen die Kinder jetzt selbst in die Hand nehmen.
  • Eltern dürfen keinesfalls beleidigt reagieren, wenn jetzt Freunde wichtiger sind.
  • Die Autorität der Eltern verliert an Gewicht, das sollte mit Gelassenheit hingenommen werden – das Kind muss seinen Weg in die Selbständigkeit finden, Eltern können nur behutsam unterstützend eingreifen.
  • Eltern sollten immer gesprächsbereit sein, selbst wenn es täglich zu Konflikten kommt. Das sollte dem Kind signalisiert werden.

Fazit

Das harmonische Familienleben findet ein Ende, wenn die Kinder in die Pubertät kommen. Ganz ohne Konflikte ist die Pubertät nicht zu schaffen, denn Teenies verhalten sich rätselhaft und die Eltern erkennen ihre Kinder nicht mehr. In der Phase der Pubertät verändert sich das Kind körperlich und seelisch, geht den gravierenden Weg vom Kind zum Erwachsenen. Eltern können ihr Kind nur versuchen zu verstehen und es begleiten.


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