Liebstöckel als Heilpflanze

Dieses Gewürz, das auch unter den Namen „Maggiekraut“ bekannt ist wird vor allem bei Verdauungsstörungen, bei Magenbeschwerden und bei verschiedenen Entzündungen eingesetzt. Außerdem findet diese Pflanze einen großen Anklang in der Frauenheilkunde. Die Inhaltsstoffe haben eine anregende, treibende, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung auf den Körper.

Liebstöckel als HeilpflanzeLiebstöckel wird unter anderem bei Verdauungsstörungen und Magenbeschwerden eingesetzt. (Foto by: saphira / Depositphotos)

Diese Heilpflanze stammt aus der Familie der Doldenblütler und man findet diese ursprünglich in Südwesteuropa (heutzutage in Mitteleuropa). Sie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • diese Pflanze hat grobe Blätter
  • sie besitzt einen würzigen Geruch
  • sie wird bis zu 2 Meter hoch
  • trägt gelbe Blüten

Die Blätter werden im Frühjahr, die Wurzeln im Spätherbst und die Samen im Spätsommer eingesammelt und weiterverarbeitet. Zu Heilzwecken werden eher die Wurzeln verwendet, in der Küche kommen die Blätter zum Einsatz.

Die Anwendung

Die Heilpflanze Liebstöckl wird bei einer Appetitlosigkeit, Hysterie, Untergewicht, Blasenentzündung, Blasensteine, Nierenleiden, Nierensteine, Blähungen (Blähungskoliken), Magenbeschwerden, Menstruationskrämpfen, Mittelohrentzündung, Halsentzündung, Kehlkopfentzündung, Mundschleimhautentzündung, Gelbsucht, Harnproblemen, Bronchitis, Husten, Herzschwäche, Wassersucht, Ödemen, Nervenschwäche, Nervosität, Ekzemen, Furunkeln, bei eitrigen Wunden, Rheuma, bei Vergiftungserscheinungen durch Alkohol und Nikotin, Verschleimungen der Atmungs- und Verdauungsorgane, Völlegefühl, Verstopfung, Gicht, bei einer Verdauungsschwäche und bei einem Mangel an Magensäure.

Für die verschiedenen Anwendungen werden die Wurzeln und die Samen herangezogen. Die Anwendung in der Küche ist ebenso sehr beliebt. Das Aroma ist sehr intensiv,  gleicht dem Sellerie und wird als Geschmacksverstärker eingesetzt. Die Wurzeln sind oft Bestandteil von Blasen- und Nierentees.

Die Wirkung

Die Wurzeln des Liebstöckels sind reich an ätherischen Ölen, an Kumarinen und an Polyiden. Die Blätter enthalten reichleich Vitamin E, Karotinoide, Mangan, Kalium, Kalzium, Eisen, Zink, Fluor und Jod.

Diese Stoffe wirken auf den Körper:

  • anregend
  • blutstillend
  • harntreibend
  • appetitanregend
  • krampflösend
  • magenstärkend
  • schleimlösend
  • schweißtreibend 

Zudem kann der Stoffwechsel aktiviert werden, die Menstruation wird gefördert, die Verdauung wird gestärkt, die Atemwege können befreit werden und Erkältungserkrankungen können schneller überwunden werden.

Kleiner Tipp: Liebstöckl eignet sich als Salzersatz für diejenigen, die gerade aufgrund einer Diät (zum Beispiel bei Bluthochdruck oder einer Nierenerkrankungen) den Kochsalzverzehr vermindern müssen.


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