Viel Rohkost tut gut?

Alle, die abnehmen wollen, hören immer wieder, sie sollen viel Rohkost essen, denn das macht nicht nur schlank, sondern ist auch gut für die Gesundheit. Nur in rohem Gemüse sind schließlich noch alle wichtigen Vitamine enthalten. Doch nicht nur Vorteile zählen zur Ernährungsform, es gibt auch Nachteile.

RohkostFrisches, knackiges Gemüse schmeckt nicht nur lecker, es ist auch sehr gesund. (Foto by: Len44ik / Depositphotos)

Ist Rohkost wirklich gesünder?

Der eigentliche Vorteil von Rohkost besteht darin, dass sie viele wichtige Enzyme, Spurenelemente und Vitamine beinhalten. Das hört sich zunächst einmal sehr gesund an, leider ist es das aber nicht immer.

Lebensmittel wie zum Beispiel Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und viele Pilzarten werden zum einen durch Kochen oder Dünsten erst genießbar und zum anderen für den Körper wesentlich besser verdaulich. Alle Nährstoffe, die beispielsweise im Gemüse enthalten sind, werden für den Körper durch den Kochvorgang leichter zugänglich gemacht.

Bei einer Ernährung, die nur aus roher Kost besteht, können Beschwerden wie Blähungen, Durchfall und Verdauungsstörungen  auftreten. Auch die sehr empfindliche Darmschleimhaut kann auf Dauer leiden.

Gemüse kochenBei einer schonenden Zubereitung von Obst und Gemüse bleiben wichtige Nährstoffe erhalten. (Foto by: Ariwasabi / Depositphotos)

Warum wird behauptet dass Rohkost gesünder sei?

Früher haben Ernährungswissenschaftler immer gerne behauptet, dass durch Garen und Einfrieren die gesunden Bestandteile von Gemüse und Obst zerstört werden. Wahr ist aber, dass es beim Kochen schon Verluste gibt, dass aber Gemüse oder Obst dabei trotzdem immer noch gesund und vor allem schmackhaft bleibt, wenn richtig gekocht wird.

Eine ebenfalls oft gehörte Behauptung ist, dass Rohkost nur deshalb so gesund ist, weil sich der Mensch in den Jahrtausenden der Evolution noch immer nicht vollständig an gekochte Nahrung gewöhnt hat und aus diesem Grund viele Krankheiten durch falsche Ernährung ausgelöst werden können. Aber da sich der Mensch nachweislich an alle Lebensumstände anpassen kann, ist auch diese These heute nicht mehr haltbar.

Weniger ist mehr

Wissenschaftlich belegbar ist, dass eine einseitige Ernährung, die nur aus Rohkost besteht, dem Köper nicht gut tut, sondern ihm im Gegenteil sogar schadet. Wer sich nur von rohem Gemüse, Kräutern, Nüssen oder anderen Nahrungsmitteln im rohen Zustand ernährt, der tut seinem Körper keinen großen Gefallen.

Die Folgen dieser vermeintlich gesunden Ernährung sind in den meisten Fällen schwere und schmerzhafte Blähungen und Verdauungsstörungen wie Verstopfung und Durchfall.

Besonders Kinder sollten nicht nur durch Rohkost ernährt werden, denn ihr Organismus ist noch nicht ausgereift und das kann unter Umständen sogar tödlich enden.

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, dass der eine oder andere Rohkost-Tag, den man hin und wieder ruhig eingelegen kann, dem Körper keine Probleme bereitet, aber von einer dauerhaften Ernährung nur durch Rohkost ist dringend abzuraten. So kann auch Rohkost als Snack gegenüber Chips & Co bevorzugt werden.


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