Ernährung bei AIDS

Bei einer AIDS- Erkrankung ist die Ernährung ein wichtiger Faktor, denn in der Regel kommt es infolge der Erkrankung zumeist zu einem erheblichen Gewichtsverlust. Darum sollten HIV-Infizierte so schnell wie möglich ernährungsmedizinisch beraten werden, um die Gewichtsreduktion in Grenzen halten zu können.

Ernährung bei AIDSInfizierte mit HIV sollten so schnell wie möglich ernährungsmedizinisch beraten werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Die Ernährung bei AIDS

Da es bei AIDS-Kranken sehr oft zu Mangelerscheinungen kommt, nehmen ernährungsmedizinische Maßnahmen eine zentrale Rolle ein. Die Erkrankten nehmen häufig durch ihre Appetitlosigkeit, Schluckstörungen, Erbrechen, Depressionen, körperlichen Schwächen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Infektionen in der Mundhöhle zu wenig oder falsche Nahrung zu sich, wodurch es zu Mangelerscheinungen kommen kann.

Folge daraus ist Gewichtsverlust daraus resultieren wiederum allgemeine Schwäche, Anfälligkeit für bakterielle Infektionen und Störungen des Immunsystems.

Kommt es bei den Betroffenen zu einer Gewichtsabnahme über 10% des Körpergewichtes, müssen Stabilisierungsmaßnahmen unternommen werden. Kann die Energiezufuhr nicht oral erfolgen, muss eine künstliche Ernährung durch spezielle Sondernahrungen erfolgen.

HIV-Infizierte, die noch nicht an AIDS erkrankt sind, können durch eine bestimmte Ernährungsweise den späteren Krankheitsverlauf durchaus positiv beeinflussen und so einem möglichen extremen Gewichtsverlust vorbeugend entgegenwirken. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist bereits in sehr frühen Stadien der Erkrankung sinnvoll.

Ernährungstipps für AIDS-Kranke und HIV-Infizierte

Gesunde Ernährung bei AIDSEine gesunde Ernährung ist bereits im frühen Stadium der AIDS Erkrankung sinnvoll. (Foto by: undrey / Depositphotos)

  • Dem Gewichtsverlust ist durch eine genügende Energiezufuhr vorzubeugen. Viele kleine Portionen auf den Tag verteilt essen - Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Milch und Milchprodukte. Fleisch sollte zwei- bis dreimal die Woche auf dem Speiseplan stehen, Fisch ein- bis zweimal. Eventuell wirken fertige Trinknahrungen unterstützend.
  • Viele Betroffene haben einen erhöhten Bedarf an wasserlöslichen Vitaminen. Dieser kann durch handelsübliche Vitaminpräparate ausgeglichen werden. Insbesondere Vitamin B und B-Carotin sowie Zink und Selen haben einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Manchmal ist eine Vergabe von bestimmten Vitaminen unter ärztlicher Kontrolle erforderlich. Weiters sind Vitamin A, B6 und B12 wichtig, um den Körper ausreichend zu versorgen. Ebenso sollten bestimmte Fettsäuren, Kräuter, Heilpflanzen, Fischöl und Gewürze zur Stärkung des Immunsystems einen erheblichen Teil beitragen.
  • Speisen, die aus rohen oder halbrohen tierischen Zutaten bestehen, sollten gemieden werden, wie: Lebensmitteln mit rohen Eiern (Tiramisu, hausgemachte Mayonnaise, Mousse au chocolat), Rohmilchkäse, ungegarte Fleischspeisen (Carpaccio, Tartar, Salami, Teewurst, roher Fisch wie Sushi, roher Schinken, rohe Meeresfrüchte wie Austern oder zu kurz gebratenes Fleisch. Bei diesen Lebensmitteln besteht das Risiko einer Salmonellen- oder Toxoplasmoseinfektion.
  • Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen, Speisen sollten nicht länger als nötig warmgehalten werden.
  • Wichtig bei Durchfall: Genügend Flüssigkeit zuführen, am besten in Form von Fruchtsaft-Wasser-Mischungen, schwarzem Tee, Kamillentee oder Fencheltee, ideal mit etwas Salz. Das sollte den Verlust von Wasser, Karotten.
  • Wenn der Betroffene an Kau- oder Schluckbeschwerden leidet, schafft pürierte oder dickflüssige Nahrung Abhilfe. Ist der Mund trocken, kann Pfefferminztee den Speichelfluss fördern.

Weitere Information zur Ernährung bei AIDS

Ein Ernährungsplan sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt und unterstützend mit einem Ernährungsberater erstellt werden. Bereits im Frühstadium der Erkrankung ist es sinnvoll, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, das beeinflusst die Erkrankung positiv. Viele Informationen erhalten Betroffene in Beratungsstellen oder im Internet. Auch informative Bücher zum Thema sind erhältlich. Betroffene können sich weiters in Internet-Foren austauschen.


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