Schluckstörungen (Dysphagie)

Bei Schluckstörungen handelt es sich um eine Störung des eigentlichen Schluckvorgangs, entweder im Rachenbereich oder im Bereich der Speiseröhre. Begleitet werden Schluckstörungen meist von einem unangenehmen Würgereiz, Husten und oft auch Erbrechen.

Schluckstörungen Bei Schluckstörungen ist der Schluckvorgang gestört. (Foto by: photographee.eu / Depositphotos)

Schnell-Überblick

  • Was ist eine Schluckstörung: Der Schluckvorgang wird in einer Passage der Speiseröhre gestört und es kommt häufig zu Schmerzen.
  • Symptome: Häufige Symptome sind Würgereiz, Erbrechen, Schmerzen in Brust und Bauch, während des Schluckens.
  • Ursachen: Mögliche Ursachen sind eine Mandel- oder Rachenentzündung, Speiseröhrenerkrankungen, ein Schlaganfall, neurodegenerative Erkrankungen, sowie ein Zwerchfellbruch oder ein verschluckter Fremdkörper.
  • Behandlung: Eine Behandlung erfolgt je nach Ursache. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion, werden vom Arzt meist Antibiotika verschrieben.
  • Mögliche Komplikationen: Eine starke Erkrankung, oder schwere Verletzung durch Fremdkörper, kann zu weiteren, schweren Problemen führen. Ein Arztbesuch wird dringend emfpohlen.
  • Vorbeugung:Um das Steckenbleiben von Fremdkörpern zu verhindern, ist gründliches Kauen wichtig. Gegen eine bakterielle Infektion hielt die Erhaltung des Immunsystems und regelmäßges Händewaschen.

Was sind Schluckstörungen?

Bei Schluckstörungen ist der Schluckvorgang gestört. Die Passage der Speiseröhre, wo feste und flüssige Nahrung durchkommt, ist behindert. Folge ist oft ein heftiger Würgereiz und Erbrechen. Häufig kommt es infolge von Schluckstörungen zu Schmerzen in der Brust oder Bauchschmerzen nach dem Schlucken oder auch während des Schluckakts.

Auch andere Körperstellen, wie die Schulter, können von den Schmerzen betroffen sein. Weiters klagen Betroffene über Sodbrennen oder ein Enge- und Druckgefühl beim Schlucken.

Beiden Formen der Schluckstörungen gemein ist das Zurückströmen von Nahrung aus der Speiseröhre in den Rachen- und Mundraum, die sogenannte Reguritation. Es kann dabei zum Einatmen von Nahrungsbestandteilen kommen.

Unterteilt werden Schluckstörungen in zwei Arten

  • Schluckstörungen im Rachenbereich, oroparyngeal: Anfangs kommt es zu Beschwerden beim Schlucken oder der Betroffene leidet unter Problemen beim Essen, verschluckt sich und bekommt Hustenanfälle

  • Schluckstörungen im Speiseröhrenbereich, ösophageal

Ursachen für Schluckstörungen

Die Ursache für Schluckstörungen ist eine Beeinträchtigung der Funktion von den Organen, die zum Schluckvorgang benötigt werden. Das können Erkrankungen im Rachenraum, der Mundhöhle oder der Speiseröhre sein.

Die Ursachen für Schluckbeschwerden können unter anderen sein:

Weiters kann es aufgrund von schlecht sitzenden Zahnersätzen (Prothesen) oder auch anderen kieferorthopädischen Beschwerden zu Schluckstörungen kommen. Oft sind psychische Ursachen wie das Globussyndrom (der Betroffene hat das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben) Auslöser für Schluckbeschwerden.

Behandlung von Schluckstörungen

Schluckstörungen Arzt Schluckstörungen und -beschwerden können verschiedene Ursachen haben. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Antibiotika

Eine Therapie richtet sich stets nach der Ursache für die Schluckstörung. Handelt es sich um eine bakterielle Entzündung im Mund- oder Rachenraum, kann eine Antibiotika-Behandlung schnell helfen und der Schluckakt ist wieder ohne Beschwerden möglich.

Schlucktherapie

Wenn die Schluckstörungen dauerhaft sind, wie bei neurodegenerativen oder neurologischen Ursachen hilft oft eine sogenannte Schlucktherapie. Dabei wird versucht, den Schluckreflex oder Hustenreflex wieder herzustellen.

Die Übungen der Behandlung gehen von wichtigen motorischen Übungen der einzelnen, betroffenen Muskeln, Körperhaltungsübungen bis zum Essenverhalten wie dem Pürieren der Speisen.

Operation und Magensonde

Liegt der Schluckstörung eine schwere Erkrankung wie ein Speiseröhrenkrebs vor, kann eine Operation notwendig sein. Ist es schlussendlich gar nicht mehr möglich, Nahrung auf normalen Weg zu sich zu nehmen, muss der Betroffene über eine Magensonde ernährt werden.

Weitere Informationen zum Thema Schluckstörungen

Auch eine leichte Schluckstörung sollte nicht bagatellisiert werden. In jedem Fall ist ein Arzt zu konsultieren. Handelt es sich um einen Fremdkörper, wird dieser schnell entfernt und die Beschwerden verschwinden sofort. Andere Erkrankungen müssen diagnostiziert werden, um sie behandeln zu können. Es gilt daher: Immer zum Arzt gehen!


Bewertung: Ø 4,7 (14 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 06.11.2009
Überarbeitet am: 01.12.2020

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