Verstopfte Nase

Jedes Jahr zu Beginn des Herbstes, wenn sich die Blätter bunt färben und die nass-kalte Jahreszeit mit Nebel, Eis und Schnee beginnt, klagen viele Menschen über Erkältungsbeschwerden. Ein Schnupfen gehört zur kalten Jahreszeit und ist meist die harmlose Begleiterscheinung eines Infekts. Doch was können Sie tun, wenn die Nase immer öfter ohne erkennbaren Grund verstopft ist? Welche Gründe und Ursachen können dahinterstecken? Und welche Möglichkeiten gibt es, um Ihnen die Nasenatmung wieder zu erleichtern?

Frau leidet unter verstopften NaseDie Ursachen für eine verstopfte Nase können vielfältig sein. (Foto by: Tharakorn / Depositphotos)

Sie fühlen sich ständig verschnupft, wissen aber nicht warum? Ihre Nase ist zugeschwollen und die Atmung durch die Nase fällt Ihnen schwer? Dies ist ein unangenehmes Gefühl, durch das Sie sich auch in Ihrem Alltag sehr beeinträchtigt fühlen. Müssen Sie in Ihrem Beruf viel Sprechen, so ist eine eingeschränkte Nasenatmung äußerst unangenehm und führt außerdem zu einem trockenen Mund? Zudem ist Ihr Riechsinn beeinträchtigt und oft ist Ihre körperliche Leistungsfähigkeit vermindert? Nicht selten geht eine verstopfte Nase auch mit Schmerzen einher, je nachdem, worin die Ursache besteht.

Laut Aussagen des Landeskrankenhaus Bad Ischl erkranken Personen zwischen 20 und 40 Jahren besonders häufig an einer verstopften Nase. Deshalb ist der Besuch des Hausarztes oder eines HNO-Arztes dringend empfohlen, um eine Verlängerung der Erkrankung zu verhindern und um eine geeignete Therapie einzuleiten.

Ursachen für eine verstopfte Nase

Die Gründe für eine verstopfte Nase sind vielfältig, weshalb es wichtig ist, einen Arzt zur Ursachenfindung zu konsultieren. Allgemein bekannt ist der Schnupfen als Begleiterscheinung eines grippalen oder viralen Infekts oder einer Erkältung. Die Nase schwillt zu und läuft, Papiertaschentücher sind ein ständiger Begleiter, ein allgemeines körperliches Krankheitsgefühl stellt sich ein. Nach ein paar Tagen Ruhe und Schonung klingen die Beschwerden wieder ab und die Nasenatmung funktioniert wieder problemlos.

Verläuft der Infekt jedoch nicht so harmlos und der Schnupfen fließt nicht ab, so kann sich eine Nebenhöhlenentzündung oder Stirnhöhlenentzündung entwickeln, bei der eine ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich wird. Eine andere Ursache für eine verstopfte Nase kann in einer Allergie, wie beispielsweise einer Pollenallergie oder Hausstauballergie, begründet sein. Auch hierbei tritt Schnupfen als Symptom auf.

Auch schlechte Raumluftbedingungen bedingt durch Heizungsluft oder Zigarettenrauch können für die Entstehung einer verstopften Nase verantwortlich sein. Hier kann die Verwendung von Luftbefeuchtern Abhilfe schaffen. Unbedingt überprüft werden muss auch, ob sich ein Gegenstand wie zum Beispiel ein Fremdkörper, Tumor oder Polyp in der Nase befindet. Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand kommt laut österreichischen Hals-Nasen-Ohren-Ärzten als Ursache für eine behinderte Nasenatmung ebenfalls in Frage.

Die regelmäßige Anwendung von Nasentropfen kann auch zu einer verstopften Nase führen, weil die Nasenschleimhaut verlernt, ihre Arbeit selbstständig und ohne medikamentöse Unterstützung zu verrichten. Während der Schwangerschaft kann eine verstopfte Nase als unbedenkliche Begleiterscheinung auftreten. Diese sollte möglichst nur in Absprache mit dem Arzt medizinisch behandelt werden.

Die Ursachenfindung für eine verstopfte Nase ist also komplex und sollte durch einen Fachmann erfolgen. Die Konsultation eines guten Arztes ist unbedingt angezeigt und sollte im Sinne Ihrer Gesundheit möglichst rasch erfolgen.

Untersuchung & Diagnose der verstopften Nase

Dauert Ihr Schnupfen länger als eine Woche an oder bekommen Sie weitere Beschwerden wie Fieber, Atemnot oder Husten, so ist es dringend an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen.

Haben Sie den Verdacht, dass sich ein Fremdkörper in der Nase befindet, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, damit dieser entfernt werden kann. Ihr Arzt wird Sie zunächst eingehend zu Ihren Beschwerden befragen, um sich einen möglichst genauen Überblick zu verschaffen und eine Diagnose zu stellen: Seit wann haben Sie die Beschwerden? Welche Begleiterscheinungen wie beispielsweise Husten, Fieber oder Schmerzen gibt es bei Ihnen? Bestehen Vorerkrankungen oder Allergien? Kann eventuell vorhandenes Sekret abfließen und welche Farbe hat es?

Der routinierte Arzt kann anhand dieser Fragen entscheiden, welche weiterführenden Untersuchungen er Ihnen nun empfehlen wird. In den meisten Fällen erfolgt nun eine ärztliche Untersuchung Ihrer Nase und Ihrer Nasennebenhöhlen. Gegebenenfalls wird Ihr Schnupfensekret auf Keime getestet und Ihre Blutparameter überprüft, um die Erreger einer Infektion und Ihren Gesundheitszustand festzustellen. In einigen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung oder eine Röntgenaufnahme Ihrer Nase oder Ihres Gesichts angezeigt sein, damit Ihr Arzt sich ein Bild von der Situation innerhalb der Nase und der Nebenhöhlen machen kann.

Auch ein Allergietest oder ein Test des Geruchssinns gehören zum Untersuchungsspektrum eines guten Arztes. Rät der Arzt Ihnen zu einer Nasenspiegelung, so möchte er mit Hilfe eines Endoskops Ihre Nasenhöhle untersuchen. Dies bietet dem Arzt die Möglichkeit, Ihre Nasenschleimhaut zu beurteilen und Ihre Nase auf anatomische Veränderungen wie beispielsweise eine Verkrümmung der Nasenscheidewand zu überprüfen. Auch gut- oder bösartige Tumoren oder Polypen können auf diese Weise festgestellt werden.

Gegebenenfalls lässt sich bei der Nasenspiegelung Nasensekret oder eine Gewebeprobe der Nasenschleimhaut für weitere mikroskopische Untersuchungen entnehmen. Dies erfolgt völlig schmerzlos für Sie. Anschließend wird der Arzt eine Diagnose unter Berücksichtigung seiner erzielten Erkenntnisse stellen und anhand dieser Diagnose einen Behandlungsplan für Sie erstellen.

Behandlung und Therapie der verstopften Nase

Behandlung verstopfte NaseEin Meerwasser-Nasenspray kann Abhilfe bei einer verstopften Nase schaffen. (Foto by: imagepointfr / Depositphotos)

Zunächst ist es wichtig, die Grunderkrankung für die verstopfte Nase zu kennen. Handelt es sich um die Begleiterscheinung eines Infekts oder einer Erkältung, so wird diese in den meisten Fällen mit Nasensprays oder Nasentropfen behandelt. Die Einnahme eines pflanzlichen oder schulmedizinischen Schleimlösers kann hilfreich sein, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und den Abfluss des Sekrets zu erleichtern. Dies verhindert die Komplikation einer schmerzhaften und oft langwierigen Nebenhöhlenentzündung oder Stirnhöhlenentzündung.

Handelt es sich um einen bakteriellen Infekt, so wird Ihnen Ihr Arzt möglicherweise auch zu einer Behandlung mit einem Antibiotikum raten. Bei einer Allergie als Grunderkrankung gilt es, die allergieauslösenden Stoffe - so weit möglich - zu reduzieren oder zu meiden. Auch die Einnahme von Antiallergika oder eine Hyposensibilisierung kann angezeigt sein, um die verstopfte Nase als ein Symptom einer Allergie zu lindern. Selbstverständlich stehen auch für einen allergischen Schnupfen Nasensprays und Nasentropfen zur Verfügung und wirken in vielen Fällen gut.

Ihr Arzt wird Sie beraten, welche Therapie sich für Ihre Allergie am besten eignet und Ihnen rasche Linderung verschafft. Haben Sie einen Fremdkörper (Polyp, Gegenstand oder Tumor) in der Nase, so sollte dieser schnellstmöglich entfernt werden, wozu auch das LKH Bad Ischl rät. Dadurch wird gesichert, dass Ihre Nasenatmung sobald wie möglich wieder ungehindert funktioniert und Ihr Wohlbefinden gesteigert wird. Auch bei einer Verkrümmung der Nasenscheidewand ist eine Operation angezeigt, um eine freie Atmung zu ermöglichen.

Die Operationen verlaufen in den meisten Fällen harmlos und die Patienten erholen sich rasch vom Eingriff. Auch mit Hausmitteln können Sie einer verstopften Nase gut entgegenwirken. Die Benutzung eines Meerwasser-Nasensprays ist hierbei ein guter Tipp. Alternativ können Sie auch eine Nasendusche verwenden, und Ihre Nase mit Salzwasser spülen. Die Inhalation über einer Schüssel mit heißem Wasser, ätherischen Ölen und einem Handtuch über Ihrem Kopf zeigt ebenfalls gute Erfolge, löst den Schleim und befeuchtet die Atemwege.

So können Sie besser durchatmen und fühlen sich wohler. Es ist dringend empfohlen, die Ursache eines länger andauernden Schnupfens medizinisch abklären zu lassen und den Therapieanweisungen des Arztes zu folgen. Ansonsten riskieren Sie eine Chronifizierung des Schnupfens sowie ernst zu nehmende Folgeerkrankungen.


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