Essen nach den Farben des Regenbogens- bunt und gesund!

Eine gesunde Ernährung strebt insbesondere danach, dem Körper alle notwendigen Elemente zur Verfügung zu stellen. Neben Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten spielen vor allem weitere Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Pflanzenstoffe eine ausschlaggebende Rolle. Immerhin sind diese zu einem großen Teil für die physische und psychische Gesundheit verantwortlich. Deswegen sollte der jeweilige Tagesbedarf an den unterschiedlichen Stoffen nicht ignoriert werden.

Buntes Obst und GemüseWer täglich "einen Regenbogen" isst, versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Dabei handelt es sich hier keineswegs um eine neue Erkenntnis. Dementsprechend existieren bereits zahlreiche Ernährungsprogramme, Diäten und Tipps, die bei Anwendung eine optimale Nährstoffversorgung garantieren. Was sich kompliziert anhört, kann jedoch wesentlich vereinfacht werden. Die Natur hat die Grundlagen dafür gelegt, dass mit wenig Bemühen die richtigen Dinge gegessen werden. Sie müssen sich lediglich an den Farben vom Obst und Gemüse orientieren.

Ernährungswissenschaftler empfehlen, jede Woche einen "Regenbogen zu essen". Hiermit sind die vielfältigen Farben der unterschiedlichen Sorten von frischem Obst und Gemüse gemeint. Die Farbe liefert bereits wichtige Hinweise darauf, welche Inhaltsstoffe letztendlich in der Nahrung enthalten ist. Deswegen ist es nicht sinnvoll, jeden Tag nur Äpfel und Gurken zu essen. Stattdessen sollten die Farbtöne wild kombiniert werden, damit dem Körper die Möglichkeit gegeben wird, sich mit allen Nährstoffen zu versorgen.

Durch eine solche Richtlinie müssen keine strengen Regeln und Ernährungspläne mehr eingehalten werden. Wer seinen Teller täglich mit anderen Farben dekoriert, braucht sich keine Sorgen machen. Auch die Einnahme von Vitaminpräparaten wird überflüssig.

Was die Farben über das Essen aussagen

Zahlreiche Experten empfehlen bereits, jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse zu verzehren. Dabei ist die Menge nicht ausreichend für eine optimale Versorgung. Stattdessen muss sich im Magen eine große Vielfalt vereinen. Ausschlaggebend für die positive Wirkung von den unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten sind die sekundären Pflanzenstoffe. Beispiele hierfür sind:

  • Carotinoide
  • Phytosterine
  • Polyphenole
  • Flavonoide

Diese werden in Stoffwechselprozessen innerhalb der Pflanzen produziert und weisen verschiedene Wirkungen auf, die für den menschlichen Körper wichtig sind. Mittlerweile wurden etwa 60.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe identifiziert. Diese vereinen sich natürlich nicht in einer einzigen Obstsorte, sondern verteilen sich über das breite Spektrum von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten.

Dabei weisen die Pflanzenstoffe weitere Eigenschaften auf:

  1. Durch eine ausreichende Reifung und Sonne ist es ihnen möglich, sich besser zu entwickeln. Deswegen sollen Biolebensmittel generell einen höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen aufweisen.
  2. Des Weiteren ist ihre Widerstandsfähigkeit groß. Durch das Kochen oder Einfrieren der Pflanzenstoffe bleiben ihre Wirkungen weiterhin erhalten. Bei einigen Sorten sind die Elemente für den Menschen im gegarten Zustand sogar besser aufnehmbar, wie es beispielsweise bei Tomaten der Fall ist.

Welche Pflanzenstoffe stecken in welcher Farbe?

Lycopin

In roten Obst- und Gemüsesorten findet sich Lycopin. Seine anregende Wirkung unterstützt den Körper bei dem Kampf gegen verstopfte Arterien. Dementsprechend kann Lycopin als Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesehen werden. Zu diesen gehören zum Beispiel Herzinfarkte. Ausschlaggebend für die Wirkung ist dabei der Abbau des LDl-Cholesterins.

Darüber hinaus wird diskutiert, inwiefern der Stoff bei der Vermeidung eines Prostata-Karzinoms eine Rolle spielt. Generell kann Lycopin beispielsweise durch Tomaten, Guaven, rosa Grapefruits, Wassermelonen, Erdbeeren, Kirschen oder Blutorangen konsumiert werden. Der größte Teil von Lycopin stammt normalerweise jedoch aus Tomaten.

Chlorophyll

Grünes Obst und Gemüse weist Chlorophyll auf. Es kann in Bohnen, Grünkohl, Erbsen, Zucchini, Avocado, Kiwis, grünen Äpfeln oder Birnen gefunden werden. Chlorophyll ist den meisten Menschen normalerweise durch den Biounterricht bekannt. Durch den Stoff ist es grünen Pflanzen erst möglich, Photosynthese zu betreiben. Aber er weist auch für Menschen eine wichtige Bedeutung auf. So helfen grüne Lebensmittel den Augen sowie dem Zellaufbau.

Carotinoide

Orange und gelbe Obst- und Gemüsesorten verfügen Carotinoide. Carotinoide sind Antioxidanten. Sie greifen auf eine positive Weise ins Immunsystem und in den Stoffwechsel ein. Diese werden zum einen angekurbelt, zum anderen hilft der Stoff vorbeugend gegen zahlreichen Erkrankungen wie Rheuma, Alzheimer, Parkinson. Er kann in Karotten, Kürbis, Bananen, Marillen, Zitronen oder Orangen gefunden werden.

ObstsalatBeim Essen darf und sollte es sogar so richtig bunt getrieben werden. (Foto by: studioM / Depositphotos)

Anthocyane

In violetten natürlichen Lebensmitteln liegen Anthocyane vor. Durch den Konsum von Auberginen, roten Rüben, Brombeeren, Heidelbeeren oder Feigen kann der Stoff in den Körper geschleust werden. Hier beruht ihre Wirkung auf einer Abmilderung von Krebserkrankungen, Hautalterung und der Hemmung von Entzündungen.

Allicin

Weißes Obst und Gemüse wirkt im Vergleich seinen bunten Verwandten oft weniger eindrucksvoll. Dabei weist es dennoch eine wichtige Wirkung für die Gesundheit auf und zwar in Form von Allicin. Dieses verfügt antibakterielle, entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Eigenschaften. Es kann dem Körper durch Spargel, Fenchel, Litschis, Zwiebeln oder Knoblauch zugeführt werden.

Gewusst wie!

Eigentlich gibt es wenige Dinge, die so einfach sind wie die Aufnahme aller wichtigen Nährstoffe. Für eine gesunde Ernährung sind beinahe keine Fachkenntnisse von Bedeutung. Mithilfe kleiner Richtlinien kann der Körper optimal versorgt werden- Sie müssen lediglich regelmäßig einen Regenbogen essen!


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