Hunger oder Langeweile?

Essen ist auch eine Beschäftigung, vor allem wenn man zuhause sitzt und nicht weiß was man sonst mit sich anfangen soll. Essen passt auch super zum Fernsehen, wenn man sonst nichts zu tun hat. Je nach Häufigkeit ist Übergewicht vorprogrammiert.

Hunger oder Langeweile? Immer wieder erwischen sich Leute dabei wie sie völlig unbewusst zum Kühlschrank pilgern. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Der Gang zum Kühlschrank, obwohl man eigentlich keinen Hunger verspürt, ist nichts seltenes. Man bekommt es oftmals gar nicht bewusst mit, dass man erneut aus Langeweile nach Essen sucht. In der modernen Zeit gehört es zu den schlechten Angewohnheiten wie das Essen vor dem Fernseher und ist oftmals auch Mitschuld an starkem Übergewicht bei Kindern.

Was ist Hunger?

Wie Hunger sich anfühlt, kann vermutlich ein jeder Mensch nachempfinden. Wer Hunger verspürt sollte etwas essen, was sich in der heutigen Zeit mit gefüllten Kühlschränken kaum noch als schwierig herausstellt.

Genauer betrachtet ist Hunger eine Zusammensetzung aus Hormonen, biochemischen Prozessen im Körper und physischen Reaktionen darauf. Dennoch ist der Auslöser dafür nicht automatisch immer physisch, sondern kann auch psychische Gründe haben.

Dabei kommt es zu einem starken Verlangen nach Essen, ohne dass die körperlichen Zeichen dafür vorhanden sein müssen. Oftmals kennt man das durch den Wunsch noch ein Dessert zu essen, obwohl der Körper bereits voll von der Hauptspeise ist.

Was löst den psychischen Hunger aus?

Während der körperliche Hunger recht eindeutige Gründe hat, ist der psychologische Hunger nicht immer ganz offensichtlich zu erkennen. Langeweile ist dabei einer der häufigsten Gründe, aber auch andere Gegebenheiten, über den Alltag verteilt, können eine wichtige Rolle dabei spielen.

Langeweile

Essen aus Langeweile gehört zu den häufigsten Gründen für Übergewicht sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen. Dabei wird auch meist nicht zu gesunden Snacks gegriffen, sondern was auch immer gerade schnell aus dem Kühlschrank greifbar ist.

Stress

Vor allem chronischer Stress hat einen Einfluss auf den Hormonhaushalt des Körpers, wodurch es vermehrt zu einem Hungergefühl kommen kann. Oftmals wird Essen jedoch auch als Mittel zur Beruhigung verwendet.

Gesellschaft

Der Gesellschaftszwang ist nicht nur für Raucher ein Problem. Auch beim Essen kann es immer wieder dazu kommen, dass man sich in Gesellschaft beeinflussen lässt, auch wenn man gar keinen Hunger verspürt. Dazu gehört auch das Essen von Chips und Popcorn im Kino, sowie der Kuchen beim Treffen auf einen Kaffee.

Werbung

Das Werbung einen starken Einfluss auf das menschliche Verlangen hat, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich von digital aufgeschöntem Essen in Werbungen schon mal beeinflussen hat lassen, ist relativ hoch.

Schlafmangel

Gesunder Schlaf hat eine größere Wirkung auf unseren Körper, als sich viele Menschen bewusst sind. Wer zu lange damit prahlt wenig Schlaf zu brauchen, wird früher oder später vermutlich auf das ein oder andere Problem treffen. So kann es dazu kommen, dass der Körper die fehlende Energie über Nahrung ausgleichen möchte. Jedoch greift man dabei schneller zu ungesunden Snacks, die auf Dauer auch nur das Übergewicht verursachen.

Schluss mit Essen aus Langeweile

Es ist nicht immer einfach mit schlechten Angewohnheiten aufzuhören. Mit diesem Problem ist man definitiv nie alleine. Was man vor allem dafür benötigt ist Zeit um die eigenen Angewohnheiten genauer zu beobachten, sowie eine Menge Geduld, denn diese Angewohnheiten verschwinden meist nicht von einem Tag auf den anderen.

Bewusster essen

Oftmals kann es bereits helfen bei geplanten Mahlzeiten langsam zu essen, dabei gut zu kauen und sich nicht vom Fernseher oder anderen Medien ablenken zu lassen. Das Handy muss nicht immer dabei sein und so wird der Magen oft schneller voll und das Sättigungsgefühl hält automatisch länger an. Intuitives Essen kann man lernen.

Den Tag planen

Wer einen gut durchgeplanten Tag hat, der wird sich auch nicht so einfach zum Kühlschrank verirren. Auch ein geplanter Fernsehabend mit Chips und Co ist besser als das spontane Naschen ohne Grund und Ende.

Halbe Stunde warten

Wer unbedingt etwas zu essen sucht, ohne wirklich großen Hunger zu verspüren, kann auch versuchen einfach 30 Minuten abzuwarten, ob das Hungergefühl nicht doch eventuell wieder verfliegt. Sich in der Zeit eine Beschäftigung zu suchen kann zusätzlich für Ablenkung sorgen.

Ein Glas Wasser trinken

Immer wieder passiert es auch, dass man einfach Durst mit Hunger verwechselt. Oftmals reicht bereits ein Glas Wasser aus um den Körper zu befriedigen und die Gedanken an das Essen zu vertreiben oder aufzuschieben.

Professionelle Hilfe

Es ist nichts dabei sich einzugestehen, wenn man solche Dinge auch nicht alleine bewältigen kann. Professionelle Therapeuten helfen oftmals dabei sich in der Ernährung umzustellen und mögliche Auslöser für Fressattacken und Co zu identifizieren und zu bekämpfen.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

Autor: Lisa Maria Pichler
Infos zum Autor: Redakteurin bei fitundgesund.at
Erstellt am: 19.10.2020
Überarbeitet am: 19.10.2020

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