Ayurveda-Diät

Die indische Ayurveda Medizin ist 3500 Jahre alt und bis heute hat sich wenig an den Strukturen geändert. Das betrifft auch die Ayurveda Diät, die wie alles in diesem Zusammenhang, zu einem Gleichklang aus Körper, Geist und Seele führen soll.

Ayurveda Diät Ernährung Die Ayurveda Diät richtet sich auch bei der Ernährung nach den fünf Elementen. (Foto by: anna.pustynnikova / Depositphotos)

Ayurveda Diät – für Körper und Seele

Eine Ayurveda Diät beschränkt sich nicht allein nur auf den Körper, sondern auch der Geist wird mit eingezogen. Wer sich entschließt eine solche Diät zu machen, der sollte sich nicht nur physisch darauf einlassen, auch die Psyche spielt dabei eine große Rolle. Diese Diät richtet sich nach den 5 Elementen (Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall).

Wenn man den alten indischen Lehren glauben darf, dann sind Körper und Geist nicht mehr harmonisch, wenn der Stoffwechsel das Angebot an Nahrung nicht mehr verarbeiten kann. Oder anders gesagt, wenn der Körper anfängt Fettreserven einzulagern, dann wird es Zeit zum Abnehmen.

Wer eine Ayurveda Diät machen will, der muss nicht nur die Ernährung komplett umstellen, sondern auch mit Meditation und Yoga beginnen, denn das sind immer die begleitenden Instrumente einer Ayurveda Diät.

Die verschiedenen Typen

Jeder Mensch entspricht einen anderen Ayurveda-Typen, wobei dies auch für die Ernährung ausschlaggebend ist. Es gibt 3 Lebensenergien, auch Doshas genannt.

Vata-Typ

  • hat einen schlanken, zierlichen Körperbau
  • leidet an spröden Haaren und trockener Haut
  • tendiert zu Verstopfung
  • hat einen leichten und unterbrochenen Schlaf
  • die Füße und Hände sind meist kalt
  • kommt selten zur Ruhe, ist neugierig und ist immer in Bewegung
  • bevorzugt süßes, salziges oder saures Essen

Pitta-Typ

  • dessen Körperbau ist mittelmäßig bis groß
  • hat Sommersprossen und/oder Muttermale
  • hat ständig Hunger und einen guten Stoffwechsel
  • der Schlaf ist tief und fest und schwitzt stark
  • starke Persönlichkeit, steht gerne im Mittelpunkt
  • Isst gerne kalte Speisen und Getränke, Süßes und Bitteres

Kapha-Typ

  • hat eine glatte, ölige Haut, kräftiges Haar (meist dunkel)
  • wenig Appettit und die Verdauung ist langsam
  • der Schlaf ist lang und tief
  • Mag kein nebeliges Wetter
  • ruhige, ausgeglichene Person
  • hat ein gutes Gedächtnis und eine langsame Auffassung
  • Mag gerne warme und trockene Speisen

Ebenso gibt es noch drei Mischtypen:

  • Vata-Pitta-Typ
  • Vata-Kapha-Typ
  • Pitta-Kapha

Ernährung nach den Ayurveda-Typen

Ernährung für Vata-Typen

Gekochtes Gemüse sollte anstelle von Rohkost bevorzugt werden. Es eignen sich süße, reife Früchte und Dörrobst, sowie Geflügel, Lamm und Rind. Es sollten verdauungsfördernde Gewürze und Kräuter, wie Fenchel, Kümmel, Anis, Ingwer oder Kardamon verwendet werden.

Ernährung für Pitta-Typen

Es eignen sich milde Gewürze, wie Algen, Basilikum oder Koriander. Ebenso sollten frische Obstsäfte, viele Milchprodukte (jedoch nicht Sauer), fettarmer Fisch und bitteres Gemüse, wie zum Beispiel Chicoree gegessen werden. Außerdem ist Dinkel, Kartoffeln, Hafer, Wildreis und Polenta empfehlenswert.

Ernährung für Kapha-Typen

Gut eignen sich Blattsalate, Kohl, Zwiebel, Rohkost und scharfe Gewürze, wie Chilli, Curry, Kresse, Ingwer, und Wasabi. Wenig sollte von Fleisch und Milchprodukten gegessen werden.

Ayurveda Diät Bei der Ayurveda Diät soll Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht werden. (Foto by: artem_furman / Depositphotos)

Vorteile der Ayurveda-Diät

  • viel Rohkost
  • viele Mineralien
  • kein Zählen von Fett und Kalorien
  • viel Gemüse
  • keine strikten Verbote

Eine reine Ayurveda Diät basiert in der Hauptsache auf Milch, allen Milchprodukten, sehr viel Rohkost, Salat, Öl und Ghee, also geklärter Butter. Getrunken wird heißes Wasser und Kräutertee.

Durch die Rohkost bekommt der Körper viele wichtige Mineralien, wie Kalzium und Kalium. Interessant an einer Ayurveda Diät ist das Zubereiten von exotischen Speisen, die mit nicht minder exotischen Gewürzen Geschmack bekommen.

Zusätzlich zur Diät sollte man sich regelmäßig eine Massage gönnen, denn das entschlackt den Körper zusätzlich und stärkt zudem die Muskulatur.

Nachteile der Ayurveda-Diät

  • Durchführung nicht für den Alltag geeignet
  • Rohkost liegt schwer im Magen
  • sehr zeitaufwändig
  • kann teuer werden

Und wer sich nicht vorstellen kann, zum Frühstück geklärte Butter und ein paar Blätter Salat zu sich zu nehmen, für den ist eine Ayurveda Diät wohl eher nicht das Passende.

Menschen, die Probleme mit dem Cholesterin haben, sollten keine Ayurveda Diät machen, denn das Öl und die pure, geklärte Butter sind nicht gerade ideal für den Cholesterinspiegel.

Unser Fazit zu dieser Diät

Eine Ayurveda Diät ist nicht ungesund, aber sie erfordert viel Disziplin. Schon die Umstellung der Nahrung ist nicht ganz so einfach, dazu kommen auch noch Massagen, Entspannungsübungen und regelmäßiges Yoga, denn Körper, Geist und Seele sollen letztendlich eine perfekte Einheit bilden. Wenn man es genau nimmt, dann ist eine Ayurveda Diät keine Diät im eigentlichen Sinne, sondern mehr eine alte, fernöstliche Philosophie.

Wer abnehmen möchte, kann weitaus einfachere Methoden finden und könnte eventuell eine Ernährungsumstellung in Betracht ziehen.


Bewertung: Ø 4,8 (9 Stimmen)

Autor: BSc. Barbara Schulz
Infos zum Autor: Ernährungsberaterin und Diätassistentin
Erstellt am: 19.09.2009
Überarbeitet am: 17.06.2020

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