Mineralstoffmangel

Mineralstoffe braucht der Körper für den Aufbau und das Aufrechterhalten lebenswichtiger Körperfunktionen. Mineralstoffe werden dem Körper über die Nahrung oder Trinkwasser zugeführt. In der Regel bekommt der Körper durch eine ausgewogene Ernährung alle Mineralstoffe, die er braucht - Ausnahmen sind einseitige Diäten oder ständiges Essen von Fertiggerichten.

Mineralstoffe und VitamineMineralstoffe haben in unserem Körper verschiedene Aufgaben und sind für unseren Organismus wichtig. (Foto by: ra2studio / Depositphotos)

Unterschieden werden Spurenelemente, die der Körper nur in geringen Mengen benötigt wie Selen, Kupfer, Zink oder Fluor und Mineralstoffe, die in größeren Mengen im Körper vorkommen, sogenannte Mengenelemente wie Kalium, Calcium, Natrium oder Magnesium. Letztgenannte haben eine wichtige Funktion für den Wasserhaushalt im Körper und werden Elektrolyte genannt.

Ein echter Mineralstoffmangel durch falsche Ernährung ist eher selten, Ausnahmen sind Eisen und Jod. Durch eine ausgewogene Ernährung wird in der Regel der Verbrauch der Mineralstoffe wieder ausgeglichen, allerdings können einseitige Diäten oder das Essen von Fertiggereichten auf Dauer einen Mangel auslösen.

Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen haben sind:

  • Kinder und Jugendliche, im Wachstum werden mehr Mineralien benötigt
  • Sportler
  • Schwangere
  • Stillende Mütter
  • Ältere Menschen

Die Ursachen für einen Mineralstoffmangel

Die häufigsten Ursachen für einen Mineralstoffmangel sind:

  • Eine falsche, unausgewogene Ernährung
  • Diäten, die sehr einseitig sind
  • Salzverlust beim Sport, starkes Schwitzen
  • Erbrechen und Durchfall
  • Übermäßiger und regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Bulimie, Magersucht
  • Missbräuchliche Verwendung von Abführmitteln
  • Erkrankungen der Nieren
  • Harntreibende Mittel – die Nebenwirkungen
  • Bestimmte Hormonstörungen

Die wichtigsten Mineralstoffe

Calcium:

90% der Knochenmasse werden von Calcium gebildet. Weiters wirkt Calcium auf die Reizbarkeit der Nerven, die Blutgerinnung und die Muskeln. Um Calcium aufnehmen zu können, benötigt der Körper Vitamin D. Ein Calciummangel hat schwerwiegende Folgen auf das gesamte Skelett.

Eisen:

Wird für die Bildung von Hämoglobin benötigt, ca. 70% des Eisens im Körper befinden sich im Blutfarbstoff. Um Eisen aufnehmen zu können, benötigt der Körper Vitamin C und Magensäure. Ein Eisenmangel führt unter anderem zu Blutarmut, Müdigkeit, brüchigen Nägeln.

Kalium:

Kalium entwässert die Zellen, entgiftet, beeinflusst die Herzfunktion, wirkt nervenstärkend und blutdrucksenkend. Ein Kaliummangel führt beispielsweise zu Muskelschwäche.

Magnesium:

Wird für den Knochenaufbau und die Zellenbildung benötigt. Magnesium wirkt auf rund 300 Enzyme unterstützend, es wirkt aktivierend auf den Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel. Ein Magnesiummangel kann Übelkeit sowie Magen- und Wadenkrämpfe auslösen.

Jod:

Befindet sich großteils in der Schilddrüse und ist für die Regulation vieler körperlicher und geistiger Vorgänge zuständig. Ein Jodmangel führt beispielsweise zu einem Kropf.

Zink:

Ist für die Beschleunigung der Wundheilung und Hemmung von Entzündungen zuständig. Um Zink aufnehmen zu können, benötigt der Körper Vitamin A und B 12. Eine weitere Funktion von Zink ist das Aufbereiten von Insulin in der Bauchspeicheldrüse.

Natrium:

Wird für viele Vorgänge im Körper, wie den Wasserhaushalt, gebraucht. Ein Natriummangel durch falsche Ernährung kann eigentlich nicht entstehen, da der Körper die Natriumausscheidung bei einem Mangel selbst drosselt. Eher wird dem Körper zu viel Natrium (gesalzene Speisen) zugeführt, was sich in Bluthochdruck auswirken kann.

Behandlung bei Mineralstoffmangel

Wann muss man mit einem Mineralstoffmangel zum Arzt?

Wenn man lange an heftigem Erbrechen oder Durchfall leidet, man sich über längere Zeit einseitig ernährt hat, harntreibende Mittel eingenommen werden oder ein Verdacht auf eine der oben genannten Erkrankungen besteht, sollte der Arzt aufgesucht werden. Mit dem Arzt wird besprochen, wie man den Mineralstoffhaushalt wieder im Gleichgewicht hält. In vielen Fällen verordnet der Arzt Mineralstoffpräparate, in sehr schweren Fällen werden Infusionen notwendig.

Was kann man selbst bei einem Mineralstoffmangel tun?

Prävention MineralstoffmangelDurch eine gesunde Ernährung wird unser Körper mit wichtigen Mineralstoffen und Nährstoffen versorgt (Foto by: Boarding2Now / Depositphotos)

Vorbeugend können Mineralstoffpräparate, beispielsweise in Form von Brausetabletten und in Kombination mit Vitaminen, eingenommen werden. Nach dem Sport müssen die Flüssigkeits- und Salzverluste entsprechend aufgefüllt werden, am besten mit speziellen Elektrolytegetränken. Bei Durchfallerkrankungen oder Erbrechen kann man in Apotheken spezielle Elektrolytepräparate zum Auflösen bekommen. Empfohlen ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung, denn in der Regel, werden dadurch alle Mineralien und Vitamine genügend eingenommen.

Ein Tipp: Ein gutes Hausmittel kann helfen, den Mineralstoffhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Dafür trinkt man täglich zwei Esslöffel Apfelessig (mit Honig) in einem Glas Wasser.


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