Veilchen als Heilpflanze

Diese bekannte Pflanze sieht nicht nur hübsch aus, sondern hat auch einige wertvolle Eigenschaften für den Körper. Daher wird diese bei Erkrankungen der Atemwege, bei Magen- und Darmbeschwerden und bei Gelenksentzündungen eingesetzt. Die Inhaltsstoffe des Veilchens wirken abschwellend, abführend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend und entzündungshemmend auf den Organismus.

Heilpflanze Veilchen Die Heilpflanze Veilchen kann bei unter anderem bei Erkrankungen der Atemwege angewendet werden. (Foto by: ksena32 / Depositphotos)

Steckbrief und Merkmale

Die Heilpflanze Veilchen (Viola odorata) zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • diese Pflanze besitzt einen ausdauernden Wurzelstock
  • das Veilchen wird bis zu 20 cm hoch
  • sie tragen herzförmige Blätter und violette Blüten (diese haben einen angenehmen Duft)

Von März bis Mai werden das blühende Kraut, die Blätter und die Wurzeln gesammelt und verarbeitet.

Die Anwendung

Bei folgenden Beschwerden wird diese Pflanze eingesetzt: bei Bronchitis, Husten, Reizhusten, Keuchhusten, Atembeschwerden, Katarrhe der oberen Luftwege, Halsschmerzen, Fieber, Grippe, Hautkrankheiten, Ekzemen, Hautschuppen, Verrenkungen, Quetschungen, Rheuma, Gicht, bei einer Blasenentzündung, Nierenentzündung, bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Epilepsie, Nervosität und bei Angstzuständen.

Das blühende Kraut, die Blätter und die Wurzeln werden für die medizinischen Anwendungen herangezogen.

Veilchen Inhaltsstoffe

Diese Pflanze enthält folgende Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Alkaloid Violin, Cyamin (blauer Farbstoff), Eugenol, Flavonoide, Glykoside, Salizylsäure, Salizylsäuremethylesther, Schleimstoffe, ätherische Öle und Odoratin. Besonders die Wurzel enthält reichlich schleimlösende Saponine.

Die Wirkung

Diese Stoffe wirken schweißtreibend, abschwellend, abführend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend und schmerzlindernd auf den Körper.

Zudem kann die Durchblutung angeregt werden, Verspannungen können gelöst werden, das Hautbild kann sich verbessern, die Atemwege werden beruhigt, verschiedenartige Entzündungen können gelindert werden, die Verdauung wird angeregt, das Blut wird gereinigt und Schwellungen können verringert werden.

Hustensirup selbt herstellen

Dazu 200 ml Wasser zum kochen bringen, einen Esslöffel Veilchenblüten hinzufügen  und etwa eine halbe Stunde zugedeckt bei niedriger Hitze köcheln lassen. Anschließend durch ein Sieb abseihen, nochmal aufkochen lassen und drei Esslöffel Honig einrühren. Sobald die Flüssigkeit eine sirupartige Konsistenz annimmt  abkühlen lassen und in dunkle Flaschen füllen. Im Kühlschrank aufbewahren. Bei Husten morgens und abends je einen Esslöffel davon nehmen.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 28.01.2010
Überarbeitet am: 18.03.2016

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