Heilpflanze Silberweide: Inhaltsstoffe, Wirkung, Anwendung und Hausmittel

Die Silberweide gilt als altbewährtes schmerzstillendes und entzündungshemmendes Heilmittel. Diese Heilpflanze wird unter anderem bei Hautproblemen, Gelenkserkrankungen, Erkältungen und bei Nervosität angewendet.

Silberweide als HeilpflanzeDie Heilpflanze Silberweide wird bei Hautproblemen, Gelenkserkrankungen, Erkältungen angewendet. (Foto by: vagrig / Depositphotos)

Steckbrief, Merkmale

Die Silberweide (Salix alba) gehört der Familie der Weidengewächse an und ist in Europa, Nordafrika und Zentralasien heimisch.

Die Silberweide zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • sie kann bis zu 35 Meter hoch werden
  • sie wächst an feuchten Standorten (in der Nähe von Flüssen, Seen und auf feuchten Wiesen)
  • sie kann bis zu 200 Jahre alt werden
  • der Baum trägt gelbe oder grüne Blüten

Für Heilzwecke wird die Rinde (Cortex Salicis) der Silberweide verwendet. Hierfür wird die Rinde im Frühjahr (von April bis Mai) von den Zweigen geschält. 2 bis 5 Jahre alte Bäume sind dafür ideal.

Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält Phenolglykosid Salicin, Flavonoide, Salicylsäureverbindungen, Glykoside, Gerbstoffe und Pflanzensäure.

Wirkung

Flavonoide, Glykoside, Salicylsäureverbindungen, Pflanzensäure und Gerbstoffe. Diese Stoffe wirken beruhigend, nervenstärkend, fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Außerdem können Erkältungskrankheiten leichter und schneller überwunden werden. Quelle: http://gesundpedia.de/Silberweide

Diese Stoffe wirken nervenstärkend, zusammenziehend, beruhigend, fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend auf den Körper.

Die Anwendung

Bei folgenden Beschwerden kann diese Pflanze eingesetzt werden: bei Rheuma, Gicht, Hautproblemen (Schuppenflechte), Kopfschmerzen, Geschwüren, Migräne, Gelenkentzündung (Arthritis), Nervosität, Ödemen, Neuralgien, bei Erkältung (grippaler Infekt), Fieber, bei chronischen Rückenschmerzen, bei Wechselfieber, Ruhr, Lungenerkrankungen, bei Halsschmerzen, Zahnfleischentzündung (Gingivitis) sowie bei Schuppen.

Tee aus Silberweidenrinde

SilberweidenrindeFür Heilzwecke wird die Rinde der Silberweide verwendet. (Foto by: Kalcutta / Depositphotos)

Für einen Tee einen Teelöffel Weidenrinde (geschnitten) zusammen mit ca. 250 ml Wasser aufkochen. Den Tee 5 Minuten ziehen lassen. Ca. zwei bis fünf Tassen täglich davon trinken. Dieser kann bei Erkrankungen der Blase, Erkältungen, Gicht, Rheuma und Ischiasbeschwerden helfen.

Tinktur

Um eine Silberweide-Tinktur herzustellen etwas Weidenrinde in ein Glas geben, mit Doppelkorn und Weingeist aufgießen, bis die Rinde bedeckt ist. Das Glas verschliessen und für 2 bis 6 Wochen stehen lassen. Anschließend abseihen und die Tinktur in dunkle Flaschen füllen.

Tee bei Kopfschmerzen

Bei Kopfschmerzen sorgt folgende Teezubereitung für eine Linderung: 1 Teelöffel fein geschnittene und getrocknete Weidenrinde mit 150 mal kaltem Wasser vermengen, kurz aufkochen lassen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

Spülung gegen Schuppen und fettige Haare

Hierfür einen Esslöffel der getrockneten Blätter mit 250 ml heißem Wasser übergießen, erkalten lassen, abseihen und die Haare damit spülen.

Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die Silberweide sollte während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Anwendung bei Kindern

Da noch keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, darf Silberweidentee Kindern unter 12 Jahren nicht verabreicht werden.

Nebenwirkungen der Silberweide

Da es zu Wechselwirkungen mit manchen Medikamenten kommen kann, sollte die Anwendung immer vorher mit einem Arzt abgesprochen werden.

Durch die Anwendung von Silberweide kann es zu Blutgerinnungsstörungen kommen. Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten, bei Asthma oder bei einer Neigung zu Allergien sollte die Heilpflanze nicht angewendet werden.


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