Heilpflanze Silberweide: Inhaltsstoffe, Wirkung, Anwendung und Hausmittel

Die Silberweide gilt als altbewährtes schmerzstillendes und entzündungshemmendes Heilmittel. Diese Heilpflanze wird unter anderem bei Hautproblemen, Gelenkserkrankungen, Erkältungen und bei Nervosität angewendet.

Silberweide als Heilpflanze Die Heilpflanze Silberweide wird bei Hautproblemen, Gelenkserkrankungen, Erkältungen angewendet. (Foto by: vagrig / Depositphotos)

Schnellfakten über Silberweide

  • Inhaltsstoffe
    Die Pflanze enthält Phenolglykosid Salicin, Flavonoide, Salicylsäureverbindungen, Glykoside, Gerbstoffe und Pflanzensäure.
  • In der Heilmedizin
    Für Heilzwecke wird die Rinde (Cortex Salicis) der Silberweide verwendet. Hierfür wird die Rinde im Frühjahr (von April bis Mai) von den Zweigen geschält.
  • In der Botanik
    Die Silberweide (Salix alba) gehört der Familie der Weidengewächse an und ist in Europa, Nordafrika und Zentralasien heimisch.

Welche positiven Wirkungen hat Silberweide?

Bei folgenden Beschwerden kann diese Pflanze eingesetzt werden

Wann sollte man auf Silberweide verzichten?

Da es zu Wechselwirkungen mit manchen Medikamenten kommen kann, sollte die Anwendung immer vorher mit einem Arzt abgesprochen werden.

Durch die Anwendung von Silberweide kann es zu Blutgerinnungsstörungen kommen. Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten, bei Asthma oder bei einer Neigung zu Allergien sollte die Heilpflanze nicht angewendet werden.

Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die Silberweide sollte während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Anwendung bei Kindern

Da noch keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, darf Silberweidentee Kindern unter 12 Jahren nicht verabreicht werden.

Silberweide  als Hausmittel

Silberweidenrinde Für Heilzwecke wird die Rinde der Silberweide verwendet. (Foto by: Kalcutta / Depositphotos)

Tee aus Silberweidenrinde

  1. 1TL Weidenrinde (geschnitten)
  2. mit ca. 250 ml Wasser aufkochen
  3. Tee 5 Minuten ziehen lassen
  4. Ca. zwei bis fünf Tassen täglich davon trinken

Dieser kann bei Erkrankungen der Blase, Erkältungen, Gicht, Rheuma und Ischiasbeschwerden helfen.

Tee bei Kopfschmerzen

  1. Bei Kopfschmerzen sorgt folgende Teezubereitung für eine Linderung
  2. 1 Teelöffel fein geschnittene und getrocknete Weidenrinde
  3. mit 150 mal kaltem Wasser vermengen
  4. kurz aufkochen lassen
  5. 5 Minuten ziehen lassen
  6. abseihen
  7. schluckweise trinken

Spülung gegen Schuppen und fettige Haare

Hierfür einen Esslöffel der getrockneten Blätter mit 250 ml heißem Wasser übergießen, erkalten lassen, abseihen und die Haare damit spülen.

Tinktur

  1. Um eine Silberweide-Tinktur herzustellen:
  2. etwas Weidenrinde in ein Glas geben
  3. mit Doppelkorn und Weingeist aufgießen, bis die Rinde bedeckt ist
  4. das Glas verschliessen
  5. für 2 bis 6 Wochen stehen lassen
  6. Anschließend abseihen und die Tinktur in dunkle Flaschen füllen

 

 

 


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 29.01.2010
Überarbeitet am: 25.06.2020

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