Ibuprofen

Ibuprofen zählt zu den bekanntesten Medikamenten, die gerne bei Schmerzen oder auch Entzündungen verordnet werden. Doch Ibuprofen sind nicht zur Gänze ungefährlich; es gibt zahlreiche Nebenwirkungen, die im Vorfeld berücksichtigt werden müssen, bevor das Medikament eingenommen wird.

Wirkung und Anwendungsgebiete

Neben Acetylsalicylsäure und Diclofenac zählt Ibuprofen zu den "sauren" Schmerzmitteln. So wirkt Ibuprofen, anders wie Metamizol oder Paracetamol, nicht nur gegen Schmerzen, sondern hilft auch bei Entzündungen. Im Gegensatz zu Cortison, zählt Ibuprofen zu den nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR); der Wirkstoff gehört zu der Gruppe der Nichtopioid-Analgetika.

Ibuprofen wird bei leichten bzw. mittleren Schmerzen verordnet (etwa rheumatische Erkrankungen). Das Medikament hat eine fiebersenkende Wirkung, wird aber kaum dahingehend therapeutisch angewandt.

Ibuprofen wird auch gerne bei Muskelschmerzen und etwaigen Sportverletzungen (Bänderrisse, Zerrungen, etc.) eingesetzt. Auch bei akuten Mittelohrentzündungen, Sonnenbrand und Mandelentzündungen kommt Ibuprofen zum Einsatz.

Die Wirkung des Medikaments beruht auf der Tatsache, dass die sogenannte Cyclooxygenase beeinträchtigt bzw. behindert wird.

Was muss vor der Einnahme beachtet werden?

Das Medikament sollte, wenn vorliegende Beschwerden bekannt sind, nicht eingenommen werden:

Das Medikament sollte mit Wasser eingenommen werden.

Dosierung und Anwendung

Es gibt zahlreiche Darreichungsformen des Medikaments, sodass Ibuprofen entweder als Kapsel, Tablette, Saft, Zäpfchen, Salbe oder Granulat eingenommen werden kann.

Niedrige Dosierungen sind frei erhältlich; Dosen, die über 400 mg betragen, bekommen Patienten nur mittels Verordnung bzw. Rezept. Dosen, die zwischen 200 mg und 800 mg haben, wirken schmerzstillend und auch fiebersenkend. Bei täglichen Dosen bis 2400 mg, lindert Ibuprofen Entzündungen.

Ibuprofen kann, etwa im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure, auch bei Kindern zur Anwendung kommen, wobei die Gabe des Medikaments nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen darf.

Im Regelfall sollten am Morgen, zu Mittag und am Abend eine Tablette eingenommen werden; der Arzt entscheidet im Vorfeld, wie hoch die Gesamtdosierung sein muss, damit etwaige Schmerzen gestillt werden.

Die Dauer der Einnahme sollte keine Woche übersteigen; werden die Beschwerden nicht besser, muss nochmals der Arzt kontaktiert werden.

Ibuprofen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit

Es ist bekannt, dass Ibuprofen das noch ungeborene Kind schädigen kann, sofern die werdende Mutter das Medikament im letzten Schwangerschaftsdrittel einnimmt. In den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft besteht nur ein geringes Fehlbildungsrisiko; dennoch ist es ratsam, auf den Wirkstoff zur Gänze zu verzichten.

Da Ibuprofen und die daraus resultierenden Abbauprodukte auch in die Muttermilch übergehen, sollte die Frau - auch während der Stillzeit - auf das Medikament verzichten.

Mögliche Neben- und Wechselwirkungen

Patienten klagen (häufig) über folgende Nebenwirkungen:

Mmitunter (selten) treten auch folgende Beschwerden auf:

Bei zu langer und häufiger Anwendung, können Magenblutungen auftreten; auch ein Magendurchbruch ist möglich. Ratsam ist, dass bei längerer Medikation, ein weiterer Magenschutz eingenommen wird.

Des Weiteren besteht, auf Grund der hemmenden Wirkung auf die Blutplättchen-Zusammenlegung, die Gefahr einer verstärkten Blutungsgefahr. Aus diesem Grund sollte man Ibuprofen und etwaige Gerinnungshemmer nicht gemeinsam einnehmen.

Die Aufbewahrung

Ibuprofen kann bedenkenlos daheim aufbewahrt werden; wichtig ist, dass das Medikament vor Hitze geschützt wird.

Warnhinweise

Bestehen Autoimmunkrankheiten oder auch Störungen des Porphyrinstoffwechsels, ist eine Einnahme nicht empfehlenswert.

Personen, die unter einer Beeinträchtigung ihrer Herzfunktion leiden, sollten ebenfalls auf Ibuprofen verzichten; auch Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, müssen bei der Einnahme von Ibuprofen vorsichtig sein.

Personen, die unter Asthma, chronischen Atemwegsinfektionen oder Heuschnupfen leiden, sollten nach Einnahme des Medikaments auf eine Verschlechterung der Symptome achten.

Diese Informationen zum Medikament ersetzen weder ärztliche noch sonstige Fachberatung. Vor allem bei Nebenwirkungen oder für sonstige Informationen ist der behandelnde Arzt oder Apotheker beizuziehen.


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