Gesunde Gartenkresse: Anbau, Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Gartenkresse kann ganz einfach selbst angebaut werden, ist zudem sehr gesund und kann bei zahlreichen Beschwerden angewendet werden. Vor allem aus der Küche ist diese Pflanze sehr bekannt.

Gartenkresse Gartenkresse kann ganz einfach selbst angebaut werden und ist sehr gesund. (Foto by: Geshas / Depositphotos)

Schnellfakten über Gartenkresse

  • In der Küche
    Die Gartenkresse kann zu einer Vielzahl an speisen hinzugegeben werden. Sie ist leicht selbst anzubauen, kann getrocknet werden und eignet sich auch für Tee.
  • Nährstoffe
    Neben Vitaminen enthält die Gartenkresse auch Eiweiß, Eisen, Kalzium, Kalium, Jod, ätherische Öle, Gucosinolate und vieles mehr.
  • In der Naturmedizin
    Gartenkresse wirkt harntreibend, antibakteriell, milchfördernd, appetitanregend, schleimlösend und entzündungshemmend.
  • In der Botanik
    Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist eine schnell wachsende Pflanze, die aus der Familie der Kreuzblütler stammt.
  • Weitere Effekte
    Gartenkresse weist einen senf- bis rettichartigen, leicht scharfen Geschmack auf.

Welche positiven Wirkungen hat Gartenkresse?

  • Schilddrüse
    Die in der Gartenkresse enthaltene Isothiocyanate sorgen bei einer Schilddrüsenüberfunktion dafür, dass nicht zu viel Jod in die Schilddrüse kommt.
  • Haut
    Bei trockenen Lippen, trockenen Hautstellen oder Sonnenbrand kann eine Paste aus feinem Kressesamen und Wasser helfen. Die Masse hierfür direkt auf die betroffenen Hautstellen auftragen.
  • Diabetes
    Als Extrakt sorgt die Gartenkresse für einen regulierten Blutzuckerspiegel.
  • Herz-Kreislauf-System
    Durch den täglichen Verzehr in ausreichenden Mengen kann die Gartenkresse das Herz-Kreislaufsystem schützen. Unter anderem können Gefäßverengungen, Bluthochdruck, Infarkte und Schlaganfälle vermieden werden.
  • Erkältungen
    Dank seiner antibakteriellen, schleimlösenden und entzündungshemmenden Wirkung kann Gartenkresse hilfreich bei Erkrankungen der Atemwege, wie zum Beispiel bei Husten, Asthma oder Halsschmerzen angewendet werden.
  • Gut für den Stoffwechsel
    Kresse regt den Stoffwechsel an und fördert zudem den Appetit.
  • Menstruationsbeschwerden
    Auch bei Menstruationsbeschwerden oder Zyklusproblemen kann die Gartenkresse wirkungsvoll eingesetzt werden.

Gartenkresse in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die Gartenkresse ist ein optimaler Nährstofflieferant in der Schwangerschaft und sollte im Ernährungsalltag nicht fehlen.

Auch in der Stillzeit ist der Verzehr von Gartenkresse sehr zu empfehlen, denn diese regt die Milchbildung an. Hierfür einen Teelöffel Kressesamen in 175 Milliliter Wasser geben, 30 Minuten lang kochen lassen, etwas Honig hinzufügen und anschließend trinken. Zudem kann diese Heilpflanze Mutter und Kind vor Infekten schützen.

Weitere Anwendungsbereiche

gesunde Gartenkresse Gartenkresse kann bei zahlreichen Beschwerden angewendet werden. (Foto by: haraldmuc / Depositphotos)

Gartenkresse in der Küche

Gartenkresse selber anbauen

Gartenkresse selbst zu ziehen bringt einige Vorteile mit sich: Dies ist sehr einfach und zudem preiswert.

  1.  feuchte Watte (feuchtes Küchenpapie) in ein Schälchen geben
  2. die Samen darüber streuen
  3. auf die Fensterbank stellen
  4. Erde feucht halten (nicht überschwemmen)

Die Keimdauer beträgt bei Zimmertemperatur ca. 3-5 Tage. Die Pflänzchen können bereits nach einer Woche verzehrt werden.

Gartenkresse trocknen

Die Blätter und Blüten auf einem Siebgitter in einem trockenen, schattigen und staubfreien Raum trocknen lassen, danach in einem sauberen und geruchslosen Behälter aufbewahren, jedoch sollte kein Plastikbehälter verwendet werden.

Tee aus Gartenkresse

Für einen Tee drei bis vier Gramm Kresse mit heißem Wasser aufgießen, davon ca. 3 Tassen täglich trinken.

Dieser Tee hilft unter anderem bei Harnwegsentzündungen oder gegen Frühjahrsmüdigkeit. In Kombination mit Honig ist der Tee sehr wirkungsvoll gegen Husten.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 18.01.2010
Überarbeitet am: 05.06.2020

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