Hilfe bei Regelschmerzen und Menstruationsbeschwerden

Bis zu 30 % aller Frauen leiden an Menstruationsbeschwerden (med.: Dysmenorrhoe). Krampfartige Schmerzen im unteren Bauch-und Rückenbereich werden häufig auch mit Wehenschmerzen verglichen und quälen das weibliche Geschlecht. In extremerer Form auch PMS (prämenstruelles Syndrom) genannt, führen die Beschwerden sogar zu massiven Einschränkungen im Alltag. Die Einnahme von Medikamenten ist meist die Folge.

WärmeflascheEine Wärmeflasche kann für sanfte Linderung bei Regelschmerzen sorgen. (Foto by: piotr_marcinski / Depositphotos)

Jeder Körper reagiert unterschiedlich! Während bei vielen Frauen schon eine warme Wärmeflasche Abhilfe verschaffen kann, benötigen Andere eher beruhigende Kräutertees oder bestimmte Vitamine um die Krämpfe zu lösen. Um nicht gleich zur Tablette greifen zu müssen, sollte die Anwendung verschiedener "Heilmittel" getestet werden.

1. Bewegung

Scheint es im ersten Moment doch ein ungewöhnliches Mittel zu sein, kann Bewegung durchaus auch Linderung bringen. Durch sanfte Sportarten lockern sich die Muskeln und die Gefäße weiten sich und der Schmerz kann schwinden.

2. Die Wärmeflasche

Ein altbewährtes Heilmittel bei Bauch- und Regelschmerzen ist eine Wärmeflasche. Dabei sollte man dem Körper Ruhe gönnen. Auch ein erwärmtes Kirschkernkissen kann zu Linderung der Schmerzen verhelfen.

3. Verhütungsmittel mit Hormonen

Um den zu starken Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu verhindern, kommen oft hormonelle Verhütungsmittel (Pille, Hormonspirale) zum Einsatz und verhindern mit ihrer Wirkung stark ausgeprägte Schmerzen vor und während der Periode.

4. Pflanzen und Kräuter

Die Natur hält viele Helfer bereit, die für ihre heilende Wirkung bekannt sind. Unter anderem sind folgende Pflanzen für ihren schmerzlindernden Effekt bekannt und dazu noch rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich:

5. Magnesium

Auch eine zusätzliche Einnahme von Magnesium kann hilfreich sein, da der Mineralstoff Krämpfe vorbeugt.

6. Akupressur

Die Akupressur kann jede Frau auch selbst an sich vornehmen. An der Innenseite des Beins, etwa eine Handbreit unter dem Knie, befindet sich die Reflexzone. Mehrmals am Tag für einige Minuten pressen um im besten Fall Regelschmerzen zu lindern.

7. Akupunktur

Ein Heilpraktiker schwört auf die kleinen Nadeln und dies auch oft zu Recht. Selbst die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt bei fast allen Schmerzen die Akupunktur.

8. Homöopathie

Richtig eingesetzt kann die Homöopathie PMS-Symptome erheblich reduzieren. Je nachdem von welchen weiteren Symptomen die Menstruationsschmerzen begleitet sind, kommen unterschiedliche Globuli zum Einsatz. Hier ist es wichtig, die Beschwerden genau beschreiben zu können.

Regelschmerzen lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

MenstruationsbeschwerdenBis zu 30 % aller Frauen leiden an Menstruationsbeschwerden. (Foto by: MichalLudwiczak / Depositphotos)

Primäre Regelschmerzen

Sie setzen zu Beginn der ersten Regel ein und begleiten die Frau bis hin zu den Wechseljahren. Diese Begleiterscheinungen haben keinen krankhaften Ursprung und sind am einfachsten zu behandeln.

Sekundäre Regelschmerzen

Diese Schmerzen werden durch gynäkologische Krankheiten verursacht und treten meist erst zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf. Diese Beschwerden bedürfen einer Behandlung und gehören nicht zu den üblichen Menstruationsbeschwerden.

Wenn die Symptome untypisch sind!

Im Zweifelsfall immer einen Arzt zurate ziehen, da unter Umständen eben auch die oben genannten krankhaften Ursachen für die Schmerzen verantwortlich sein können. Es bleibt zu klären, ob folgende Punkte ausgeschlossen werden können.

  • Zyste - ein Hohlraum, der entweder mit Luft, oder auch mit Gewebeflüssigkeit, Harn, Blut, Eiter, Schleim, Talg oder Parasiten gefüllt sein kann.
  • Myom - ein gutartiger Tumor in der Gebärmutter.
  • Endometriose - eine der häufigsten chronischen Erkrankungen der Gebärmutter bei 4 bis 12 % aller Frauen, in der die Gebärmutterschleimhaut sich außerhalb der Gebärmutterhöhle befindet.

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