Die Spirale

Die Spirale hat die Form eines Ts, einer 7 oder eines Hufeisens und besteht aus Plastik, welches mit einem feinen Kupferdraht umwickelt ist. Die Wirkung der in die Gebärmutter eingesetzten Spirale ist das Verhindern des Einnistens der Eizelle. Nach der Pille ist die Spirale das häufigst angewendete Verhütungsmittel.

Spirale VerhütungIn der Regel ist die Spirale sehr sicher, bei Unverträglichkeit muss sie jedoch entfernt werden. (Foto by: g_studio / Depositphotos)

Das Einsetzen der Spirale und die Wirkung

Bei der Spirale handelt es sich um einen Fremdkörper, der in die Gebärmutter eingesetzt wird. Sie verhindert das Einnisten der Eizelle.

Die Spirale besteht aus Plastik, ist ein kleiner Stab mit einem Kupferdraht umwickelt und hat die Form eines Ts, eines Hufeisens oder einer 7.

Die Spirale wird in dieser modernen Form bereits seit 25 Jahren als sicheres Verhütungsmittel angewendet und kommt nach der Antibabypille am häufigsten zum Einsatz.

Eingesetzt wird die Spirale im Zuge einer gynäkologischen Untersuchung. An sich dauert das Einsetzen nur kurz, es kann von einem ziehenden Schmerz begleitet sein. Nimmt man ca. eine Stunde vor dem Eingriff eine Schmerztablette, entspannt dies die Gebärmutter und der Schmerz kann dadurch entsprechend verringert werden.

Der beste Zeitpunkt zum Einsetzen der Spirale ist am Ende der Menstruation oder kurz danach. Eine Spirale kann ebenso direkt nach einer abgebrochenen Schwangerschaft eingesetzt werden, nach einer Geburt müssen rund 8 Wochen abgewartet werden.

Die Wirksamkeit einer Spirale liegt bei 5 Jahren, sie wirkt sofort nach dem Einsetzen und spezielle Kontrollen sind eigentlich nicht notwendig, doch empfehlenswert. Wenn die erste Periode nach dem Einsetzen der Spirale vorbei ist, sollte der Sitz vom Gynäkologen/der Gynäkologin überprüft werden. Manchmal wird der Fremdkörper abgestoßen.

Die Eignung der Spirale und die Sicherheit

Unterleibsschmerzen durch SpiraleNebenwirkungen der Spirale können Unterleibsschmerzen oder starke Monatsblutungen sein. (Foto by: imagepointfr / Depositphotos)

Am besten geeignet ist die Spirale für Frauen die bereits Kinder haben. Es kann ansonsten zu wehenartigen Unterbauchschmerzen kommen.

Bakterielle Infektionen, die im Übrigen häufig bei Spiralenträgerinnen vorkommen, können bei Nicht-Müttern zu Unfruchtbarkeit führen.

Die Sicherheitsquote der Spirale liegt bei 98 bis 99%.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Es kann zu lang anhaltenden, schweren Monatsblutungen kommen.
  • Die Spirale kann verrutschen, was zu Unterleibsschmerzen führt. Ist das der Fall, muss die Spirale entfernt werden.
  • Trägerinnen von Spiralen sind anfälliger für Entzündungen des Unterleibs, ausgelöst beispielsweise durch Clamydien.
  • Praktiziert die Spiralen-Trägerin häufig Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern, wird das Risiko einer Infektion erhöht. Handelt es sich um akute Infektionen der Eileiter oder im Gebärmutterhals, muss die Spirale umgehend entfernt werden und Antibiotika kommt zum Einsatz.

Fazit

Die Spirale wird sehr gern als Verhütungsmittel verwendet, denn für einen langen Zeitraum braucht Frau sich keine Gedanken um die Verhütung machen.

Viele Frauen schreckt jedoch das Einsetzen des Fremdkörpers ab. Das Für oder gegen die Spirale muss Frau gemeinsam mit dem behandelnden Facharzt/Fachärztin individuell absprechen.

In der Regel ist die Spirale sehr sicher, bei Unverträglichkeit oder Infektion muss sie entfernt werden.

Kommt es zu Anzeichen wie Blutungsstörungen, Ausbleiben der Menstruation, Brustspannen oder Übelkeit, kann eine Schwangerschaft vorliegen. Es ist sofort der Arzt/die Ärztin aufzusuchen.


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