Die Libido

Eine gesunde Libido bedeutet Lust auf Sex und den Partner. Durch viele Faktoren, die unser Leben auch in anderen Bereichen beeinflussen, wie Stress und Konflikte, kann auch die Libido gestört werden. Auch ernste Erkrankungen können Ursache dafür sein. Es ist nicht sinnvoll, eine Störung der Libido einfach hinzunehmen. Doch vielleicht helfen ganz einfache Mittel wie ein paar schöne Stunden zu zweit, der Lust wieder auf die Sprünge. Dauert der Libidoverlust länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Lust auf SexLibido ist die psychische Energie, die die Sexualität antreibt. (Foto by: bartekwardziak / Depositphotos)

Die Libido

Der Begriff Libido stammt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt so viel wie Begehren, Begierde, Wollust, Trieb, Maßlosigkeit.

In der Psychoanalyse steht der Begriff Libido für die psychische Energie, die die Sexualität antreibt. Libido steht also für sexuelle Lust, die Lust auf Sex, Begehren oder Trieb. Auch wenn es in ist, einen starken Sexualtrieb zu verspüren, in der Realität gehen die Mediziner von vielen Menschen aus, die von Libido-Problemen betroffen sind.

Die Libido ist die Energie des Sexualtriebs, ist die Lust nach Geschlechtsverkehr. Die Libido ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt, der individuelle Lustrhythmus wird durch die eigene Psyche und die körpereigenen Sexualhormone gesteuert. Die Libido hat nichts mit der Potenz zu tun, denn Potenz steht für Häufigkeit und Fähigkeit, um in der Lage zu sein, Sex auszuüben.

Psychoanalyse

Freud beschreibt die Libido in seinen verschiedenen Arbeiten unterschiedlich, so geht es in seinem frühesten Werk um den sexuellen Erhaltungstrieb, später aber auch den allgemeinen Selbsterhaltungstrieb. Freuds Schema stellt sich immer gleichbleibend dar: Erst kommt es zu einem allmählichen Ansteigen, dann einem intensiven Höhepunkt und schlussendlich zum Nachlassen des Interesses – diese Merkmale kann man aber auch mit anderen Trieben des Menschen gleichsetzen wie dem Essen und Trinken.

Freud beschrieb weiterhin, dass sich die Triebhaftigkeit in der Kindheit in verschiedenen Phasen zeige, nämlich

  • oral
  • anal
  • phallisch
  • ödipal
  • genital

Kommt während einer dieser Phasen zu Störungen, hat das nach Freud Auswirkungen auf die Psyche des Menschen. Grundsätzlich wird heute die Libido der Sexualität zugeschrieben.

Libido beim Mann

Studien und Untersuchungen zeigen, dass der Sexualtrieb bei Männern stärker ausgeprägt ist als bei Frauen. Beim Mann hängt die Stärke seiner Libido stark vom Testosteronspiegel ab – Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon. Steigt der Spiegel unter 15 nmol/l, können sich außer dem Libidoverlust Depressionen, Schlafstörungen und erektile Dysfunktionen einstellen.

LibidoEine gesunde Libido bedeutet Lust auf Sex und den Partner. (Foto by: aarrttuurr / Depositphotos)

Libidio bei Frauen

So wie beim Mann ist auch die weibliche Libido von den Hormonen abhängig. Ein Libidoverlust gilt als häufigste sexuelle Störung bei Frauen in unseren Breiten. Dabei verfügen betroffee Frauen über eine geringere sexuelle Motivation. Erotische Gedanke sowie Phantasien sind kaum vorhanden.

Ebenso hängt eine Libidostörung bei der Frau mit den Hormonen zusammen, so kann es während des Menstruationszyklus oder in der Menopause dazu kommen.

Libidiomangel

Leiden Frauen an einem Libidomangel, wird dies als Frigidität bezeichnet, bei Männern spricht man von erektiler Dysfunktion. Das darf man aber nicht verallgemeinern, den eine Erektionsstörung hat nicht immer damit zu tun, dass Mann nicht will.

Doch ist nicht nur den Hormonen die Schuld an der Unlust zuzuschieben – es kommen viele andere Faktoren wie psychische Störungen oder Partnerschaftskonflikte, Schlafmangel sowie Stress und Erkrankungen infrage.

Bei folgende Erkrankungen bzw. Therapien kann eine Libidostörung als Begleiterscheinung auftreten:

  • Burn-Out
  • Angststörungen
  • Krebs
  • Chemotherapie
  • Anorexie nervosa (Magersucht)
  • Dialyse
  • Depressionen
  • Leberzirrhose
  • nach Entfernung der Eierstöcke
  • Störung der Schilddrüse
  • Störung der Hirnanhangdrüse
  • die männlichen Hormonwerte sind stark erniedrigt

Langjährige Partnerschaft

Dann kommen noch allerhand Studien zum Tragen, wie beispielsweise, dass der sexuelle Kontakt bei langjährigen Beziehungen nicht mehr so vordringlich ist, dass speziell Frauen eher Zärtlichkeit dem Geschlechtsverkehr vorziehen.

Alter

Es ist bekannt, dass die Libido im Alter nachlässt. Als Ursache hierfür sind hormonelle Veränderungen zu nennen.

Libidohemmende Medikamente

Medikamente und dessen Nebenwirkungen können ebenfalls die Libido beeinflussen, wie zum Beispiel Antipsychotika, Antidepressiva, Antiepileptika, Beruhigungsmittel, Tamoxifen, Reserpin, Methyldopa, Bet-Blocker.

Umwelt

Auch Umweltgifte und der Elektrosmog können sich auf die Libido auswirken.

Die Anti-Baby-Pille

Hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille können sich negativ auf das Lustempfinden auswirken.

Niedriger Testosteronwert

Dieser wird durch verschiedene Faktoren, wie Übergewicht oder Zuckerkonsum gedrosselt.

Libido steigern: Wahre Libido-Booster für Mann und Frau

Mit Aphrodisiaka kann die Libido gesteigert werden – verschiedene Mittelchen stehen den Menschen hierfür zu Verfügung.

Cordyceps Vitalpilz

Dieser seltene Heilpilz wird in der TCM verwendet und wächst hauptsächlich in einer Höhe von 3000 bis 500 Metern auf feuchten Bergwiesen Tibes und Chinas. Cordyceps gilt als natürliches Mittel, um die Libido zu steigern und Impotenz zu beheben.

Wilde Yamswurzel

Die Mexican Wild Yam stammt aus Südamerika und kann sowohl von Frauen als auch von Männern bei mangelnder Libido angewendet werden.

Rotwein

Rotwein hat seine aphrodisierende Wirkung den enthaltenen Polyphenolen zu verdanken. Diese Antioxidantien erweitern die Blutgefäße und sorgen somit für eine stärkere Durchblutung, auch der Geschlechtsorgane. Wird davon jedoch mehr als ein Glas getrunken tritt der gegenteilige Effekt ein.

Yohimbe

Der luststeigernde Wirkstoff Yohimbin ist in der Rinde des Yohimbe-Baumes enthalten, welcher in Afrika heimisch ist. Yohimbin sorgt beim Mann dafür, dass die Geschlechtsorgane besser durchblutet werden und dass sich die Venen im Penis verengen - für eine länger anhaltende Erektion.

Dong Quai

Dieses aus China stammende Heilkraut ist bei uns als Engelwurz bekannt und wird häufig bei Wechseljahresbeschwerden, wie Libidomangel und vaginaler Trockenheit angewendet.

Capsaicin

Capsaicin ist in Chili enthalten und als richtiger "Scharfmacher" bekannt - denn dieser Wirkstoff regt unter anderem die Durchblutung der Geschlechtsorgane an.

Granatapfel

Sowohl die Granatapfelkerne als auch der Granatapfelsaft wirkt als Libido-Booster. Durch den regelmäßigen Genuss kann Testosteronspiegel im Speichel deutlich erhöht werden.

Maca

Die Wunderknolle aus Südamerika gilt als wahres Superfood und als beliebtes Mittel zur Behebung von mangelnder Libido.

Übersteigerte Libido

Zu einer krankhaft übersteigerten Libido kann es beispielsweise durch Drogen, Manie oder seltener durch Syphilis kommen. Dann sprechen Wissenschaftler von Nymphomanie oder Sexsucht.


Bewertung: Ø 3,1 (19 Stimmen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mithilfe von Sport die Libido steigern

Mithilfe von Sport die Libido steigern

Wer regelmäßig Sport treibt, bringt nicht nur den Körper in Form. Auch die sexuelle Leistungsfähigkeit verbessert und die Lust auf Sex steigt.

weiterlesen

User Kommentare