Wacholder als Heilpflanze

Diese bekannte Heilpflanze wird besonders bei Erkrankungen der Blase, bei Atemwegsentzündungen, bei Magen-Darm-Beschwerden und bei nervösen Störungen eingesetzt. Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze haben eine erfrischende, schleimlösende, entwässernde, keimtötende, antibakterielle, und harntreibende Wirkung auf den gesamten Organismus.

WacholderDie Heilpflanze Wacholder wird unter anderem bei Beschwerden mit der Blase angewendet. (Foto by: withGod / Depositphotos)

Merkmale und Steckbrief von Wacholder

Der Wacholder (Juniperus communis) gehört zur Familie der Zypressengewächse und stammt ursprünglich aus den Alpen und aus Mittel- bis Nordeuropa.

Diese Pflanze zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • diese Pflanze wächst säulenförmig und wird zehn bis zwölf Meter hoch
  • diese Pflanze trägt Blätter in Nadelform und grüne Beeren (später werden diese schwarzbraun)

Von Oktober bis November werden die Früchte gesammelt und verarbeitet.

Die Anwendung

Bei folgenden Beschwerden wird diese Pflanze eingesetzt: bei Appetitlosigkeit, Arthritis, bei einem Blasenleiden (Blasenentzündung, Blasengries, Blasensteinen), Bronchitis, Rheuma, Gicht, bei einem chronischen Hautleiden, bei Durchfall, bei einer Erkältung, bei einem Hexenschuss, bei Hautproblemen, Husten, Magen-Darm-Beschwerden, Nierenbeckenentzündung, Nierengrieß, Sodbrennen, Wassersucht, Mundgeruch, Gastritis, Blähungen, Diabetes, Ischias, bei nervösen Herzbeschwerden, bei schlecht heilenden Wunden, Menstruationsbeschwerden, Zahnfleischentzündung, Schuppenflechte und bei Krampfadern.

Die Beeren, die Nadeln, die Triebspitzen, das Holz und die Wurzeln werden für die verschiedenen Anwendungen herangezogen.

Zubereitung Wacholder-Tee

Hierfür einen Teelöffel der getrockneten Wacholder-Beeren mit 200 Milliliter heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein Sieb abseihen.

Ein Teekur mit Wacholder kann bei folgenden Beschwerden angewendet werden:

  • Asthma
  • Harnsteinen
  • Nierengrieß

Hierfür täglich drei Tassen davon trinken. Jedoch sollte dieser Kur nicht länger als sechs Wochen andauern.

Bei akuten Nierenbeschwerden, während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit darf kein Wacholder-Tee getrunken werden!

Inhaltsstoffe

Diese Pflanze besitzt folgende Inhaltsstoffe: Bitterstoff Juniperin, Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Gallussäure, Gerbstoffe, Gerbsäure, Harz, Linolensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink und ätherisches Öl.

Die Wirkung

Diese Stoffe wirken erfrischend, blutreinigend, entwässernd, keimtötend, antibakteriell, blutbildend, harntreibend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend und tonisierend auf den Körper.

Zudem wird die Durchblutung angeregt, der Körper wird entschlackt, die Verdauung wird reguliert, der Kreislauf wird gestärkt, die Blase und die Nieren werden positiv beeinflusst und nervöse Störungen können beseitigt werden.

Nebenwirkungen

Die maximale Tagesdosis von vier bis zehn Gramm getrockneter Wacholderbeeren sollte eingehalten werden. Menschen mit akuten oder chronischen Nierenentzündungen sowie schwangere Frauen sollten auf die Anwendung mit Wacholderbeeren verzichten.


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