Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Genaue Ursachen für die Entstehung eines Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) sind nicht bekannt, Rauchen und Alkohol zählen jedoch zu den Risikofaktoren. Es handelt sich beim Rachenkrebs um einen bösartigen Tumor im Rachenraum. Je früher ein Rachenkrebs diagnostiziert wird, umso besser stehen die Heilungschancen.

Beschwerden bei RachenkrebsJe früher ein Rachenkrebs diagnostiziert wird, umso besser stehen die Heilungschancen. (Foto by: khosrork / Depositphotos)

Bis dato sind die Ursachen für die Entstehung eines Rachenkrebs nicht genügend geklärt. Ein Zusammenhang zwischen Nikotin- und Alkoholkonsum ist jedoch begründet. Insbesondere das Rauchen, Nikotinabhängigkeit ist ein Risikofaktor. In allen Rachenräumen können sich die bösartigen Tumore bilden.

Rachentumore dringen schnell in die benachbarten Gewebestrukturen ein und bilden Metastasen (Tochtergeschwulste) in den Halslymphknoten.

Weiters sind Ursachen wie genetische Veranlagung, mangelhafte Ernährung sowie Umwelteinflüsse mögliche Auslöser für einen Rachenkrebs. Weiters gibt es begründete Thesen, dass ein Rachenkrebs durch bestimmte Virusinfektionen wie mit dem Epstein-Barr-Virus oder dem HPV-Virus ausgelöst werden kann.

Bei einem Rachenkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor im Rachen, der sich in drei Abschnitte unterteilt:

  • Den oberen Rachenraum, den Nasenrachenraum
  • Den mittleren Rachenraum, den Mundraum
  • Den unteren Rachenraum, den Bereich des Kehlkopfs

Die Symptome bei Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Die Beschwerden eines Rachenkrebs hängen von der Position und der bereits durch die Ausbreitung in Mitleidenschaft gezogenen Gewebe und Strukturen ab.

Befindet sich der Tumor im oberen Bereich des Rachens (Nasopharynxkarzinom), können sich Symptome wie eine behinderte Nasenatmung, Mittelohrentzündung, Nasenblutungen, Kopfschmerzen bis zu Ausfallerscheinungen wenn die Hirnnerven gelähmt sind auftreten.

Im mittleren Rachenraum (Oropharynxkarzinom) kann ein Rachenkrebs zu Halsschmerzen, die sehr stark werden und sogar bis zu den Ohren ausstrahlen können, bis zu Schluckstörungen führen.

Ebenso macht sich ein Rachenkrebs im oberen Rachenbereich (Hypopharynxkarzinom) durch Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit bemerkbar, wobei durch den Druck des Tumors auf den Kehlkopf die eingeengten Atemwege zu erheblicher Atemnot führen können.

Die Behandlung eines Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Behandlung RachenkrebsZur Verfügung bei Rachenkrebs stehen operative Verfahren sowie Strahlen- und Chemotherapien. (Foto by: megaflopp / Depositphotos)

Die Behandlung eines Rachenkrebs hängt von der Lage des Tumors sowie von seiner Ausbreitung ab. Zur Verfügung stehen operative Verfahren, Strahlentherapie sowie Chemotherapie, auch Kombinationstherapien.

Besonders wichtig ist es, die funktionellen Aspekte zu beachten, das bedeutet, dass die wichtigsten Funktionen im Kopf-Hals-Bereich erhalten bleiben müssen, um die Lebensqualität des Betroffenen nur minimalst einzuschränken.

Wenn die Tumore im Rachenraum bereits fortgeschritten sind, müssen der Tumor und auch die Halslymphknoten entfernt werden. Bei der sogenannten Neck Dissection werden die bestimmten Strukturen im Hals in unterschiedlichem Ausmaß operativ entfernt. Wird ein Rachenkrebs früh diagnostiziert, sind die Heilungschancen durchaus gut. Doch da sich relativ schnell Metastasen bilden, ist eine Prognose sehr schwer zu erstellen.

Oft kommt es zu schwerwiegenden Sprech- und Atemstörungen sowie Schwierigkeiten beim Essen, was die Lebensqualität des Patienten zusätzlich einschränken kann. Die Nachsorge ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie bei Rachenkrebs.

Kann man Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) vorbeugen?

Prinzipiell ist eine gesunde Lebensweise ohne übermäßigen Alkoholgenuss und ohne Rauchen anzuraten. Weiters ist eine regelmäßige Zahnarztkontrolle sowie eine gesunde Mundhygiene wichtig. Ein erhöhtes Risiko an einem Rachenkrebs zu erkranken stellt auch Sodbrennen dar, darum sollte dies speziell behandelt werden.

Weitere Informationen zum Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Es gibt spezielle Foren im Internet, die sich mit dem Thema Krebs auseinandersetzen. HNO-Ärzte sind die besten Ratgeber und in jedem Fall auch Ansprechpartner, wenn sich Symptome einstellen sollten. Dauert eine Heiserkeit länger als zwei Wochen, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.


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