Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Genaue Ursachen für die Entstehung eines Rachenkrebs sind nicht bekannt, Rauchen und Alkohol zählen jedoch zu den Risikofaktoren. Es handelt sich beim Rachenkrebs um einen bösartigen Tumor im Rachenraum. Je früher ein Rachenkrebs diagnostiziert wird, umso besser stehen die Heilungschancen.

Beschwerden bei Rachenkrebs Je früher ein Rachenkrebs diagnostiziert wird, umso besser stehen die Heilungschancen. (Foto by: khosrork / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Was ist Rachenkrebs: Bei Rachenkrebs bilden sich ein oder mehrere bösartige Tumore im Rachenraum.
  • Symptome: Typisch sind Halsschmerzen, ein raues Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden, Ohrenschmerzen, Heiserkeit und Kopfschmerzen.
  • Ursachen: Vermutet wird ein vielfach erhöhtes Risiko durch das Rauchen, negative Umwelteinflüsse und eine genetische Veranlagung.
  • Behandlung: Je nach Lage des Tumors, stehen eine Operation, Strahlentherapie, oder Chemotherapie zur Option.
  • Mögliche Komplikationen: Vergrößert sich der Tumor zu schnell, ohne das etwas unternommen wird, kann es zu Atemnot und Estickung kommen. Auch Metastatsen sind möglich.
  • Heilung: Es gibt keine 100 prozentige Erfolgschance der Therapien. Doch oft erholen sich Menschen danach und müssen anschließend immer wieder zur Kontrolle, ob der Krebs zurück kommt.
  • Vorbeugung: Auch mit einer genetischen Veranlagung, kann man die Erkrankung bis zu einem gewissen Grad durch eine gesunde Lebensweise abwenden. Auf das Rauchen und verrauchte Räumlichkeiten und Feinstaubbelastungen sollte verzichtet werden.

Was ist Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Bis dato sind die Ursachen für die Entstehung eines Rachenkrebs nicht genügend geklärt. Ein Zusammenhang zwischen Nikotin- und Alkoholkonsum ist jedoch begründet. Insbesondere das Rauchen, Nikotinabhängigkeit ist ein Risikofaktor. In allen Rachenräumen können sich die bösartigen Tumore bilden.

Rachentumore dringen schnell in die benachbarten Gewebestrukturen ein und bilden Metastasen (Tochtergeschwulste) in den Halslymphknoten.

Weiters sind Ursachen wie genetische Veranlagung, mangelhafte Ernährung sowie Umwelteinflüsse mögliche Auslöser für einen Rachenkrebs. Weiters gibt es begründete Thesen, dass ein Rachenkrebs durch bestimmte Virusinfektionen wie mit dem Epstein-Barr-Virus oder dem HPV-Virus ausgelöst werden kann.

Bei einem Rachenkrebs handelt es sich um einen bösartigen Tumor im Rachen, der sich in drei Abschnitte unterteilt:

  • Den oberen Rachenraum, den Nasenrachenraum
  • Den mittleren Rachenraum, den Mundraum
  • Den unteren Rachenraum, den Bereich des Kehlkopfs

Symptome bei Rachenkrebs

Die Beschwerden eines Rachenkrebs hängen von der Position und der bereits durch die Ausbreitung in Mitleidenschaft gezogenen Gewebe und Strukturen ab.

Befindet sich der Tumor im oberen Bereich des Rachens (Nasopharynxkarzinom), können sich Symptome wie eine behinderte Nasenatmung, Mittelohrentzündung, Nasenblutungen, Kopfschmerzen bis zu Ausfallerscheinungen wenn die Hirnnerven gelähmt sind auftreten.

Im mittleren Rachenraum (Oropharynxkarzinom) kann ein Rachenkrebs zu Halsschmerzen, die sehr stark werden und sogar bis zu den Ohren ausstrahlen können, bis zu Schluckstörungen führen.

Ebenso macht sich ein Rachenkrebs im oberen Rachenbereich (Hypopharynxkarzinom) durch Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit bemerkbar, wobei durch den Druck des Tumors auf den Kehlkopf die eingeengten Atemwege zu erheblicher Atemnot führen können.

Behandlung eines Rachenkrebs

Behandlung Rachenkrebs Zur Verfügung bei Rachenkrebs stehen operative Verfahren sowie Strahlen- und Chemotherapien. (Foto by: megaflopp / Depositphotos)

Die Behandlung eines Rachenkrebs hängt von der Lage des Tumors sowie von seiner Ausbreitung ab. Zur Verfügung stehen operative Verfahren, Strahlentherapie sowie Chemotherapie, auch Kombinationstherapien.

Besonders wichtig ist es, die funktionellen Aspekte zu beachten, das bedeutet, dass die wichtigsten Funktionen im Kopf-Hals-Bereich erhalten bleiben müssen, um die Lebensqualität des Betroffenen nur minimalst einzuschränken.

Wenn die Tumore im Rachenraum bereits fortgeschritten sind, müssen der Tumor und auch die Halslymphknoten entfernt werden. Bei der sogenannten Neck Dissection werden die bestimmten Strukturen im Hals in unterschiedlichem Ausmaß operativ entfernt. Wird ein Rachenkrebs früh diagnostiziert, sind die Heilungschancen durchaus gut. Doch da sich relativ schnell Metastasen bilden, ist eine Prognose sehr schwer zu erstellen.

Oft kommt es zu schwerwiegenden Sprech- und Atemstörungen sowie Schwierigkeiten beim Essen, was die Lebensqualität des Patienten zusätzlich einschränken kann. Die Nachsorge ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie bei Rachenkrebs.

Kann man Rachenkrebs vorbeugen?

Prinzipiell ist eine gesunde Lebensweise ohne übermäßigen Alkoholgenuss und ohne Rauchen anzuraten. Weiters ist eine regelmäßige Zahnarztkontrolle sowie eine gesunde Mundhygiene wichtig. Ein erhöhtes Risiko an einem Rachenkrebs zu erkranken stellt auch Sodbrennen dar, darum sollte dies speziell behandelt werden.

Weitere Informationen zum Rachenkrebs

Es gibt spezielle Foren im Internet, die sich mit dem Thema Krebs auseinandersetzen. HNO-Ärzte sind die besten Ratgeber und in jedem Fall auch Ansprechpartner, wenn sich Symptome einstellen sollten. Dauert eine Heiserkeit länger als zwei Wochen, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.


Bewertung: Ø 4,5 (18 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 11.12.2009
Überarbeitet am: 24.07.2020

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