Magnetfeldtherapie

Bei der Magnetfeldtherapie werden die Patienten einem Dauermagnetfeld ausgesetzt. Dies kann unter anderen in Form von Magnetfeldtherapie-Matten, Armbändern, Einlegesohlen oder Pflastern angewendet werden.

Frau mit Doktor vor Magnetfeldtherapie Bei der Magnetfeldtherapie werden die Patienten einem Dauermagnetfeld ausgesetzt. (Foto by: g_studio / Depositphotos)

Schnell-Überblick

  • Was ist eine Magnetfeldtherapie?
    Die Magnetfeldtherapie ist eine Behandlungsform der Alternativmedizin. Dabei wird mit Hilfe von Magnetfeldern versucht Krankheiten und Beschwerden zu behandeln bzw. heilsame Prozesse im Körper anzustoßen.
  • Wo wird die Magnetfeldtherapie angewendet?
    Die Anwendungsgebiete der Magnetfeldtherapie sind sehr vielfältig. Die Hauptanwendungsgebiete sind Hautprobleme, Arthrose, Osteoporose, bei Zerrungen und Prellungen oder auch bei Regeneration von Knochengewebe nach Knochenbrüchen usw.
  • Was bringt eine Magnetfeldtherapie?
    Die Magnetfeldtherapie sorgt für eine bessere Durchblutung, erhöhte Sauerstoffversorgung im Gewebe und regt den Stoffwechsel an.
  • Wie läuft die Magnetfeldtherapie ab?
    Je nach Krankheit bzw. Beschwerde wird ein magnetisches Feld mit Hilfe eines magnetischen Kissen, Matte oder Spulen über der betroffenen Körperzone erzeugt. Auch die Stärke des Magnetfeldes hängt von den jeweiligen Beschwerden ab.
  • Wie lange dauert eine Magnetfeldtherapie?
    Je nach Anwendungszweck dauert eine Therapie zwischen 15 und 30 Minuten und kann täglich durchgeführt werden, meist aber 2-3 mal pro Woche.
  • Welche Nebenwirkungen können bei der Magnetfeldtherapie auftreten?
    Im Normalfall treten bei einer Magnetfeldtherapie keine Nebenwirkungen auf und die Therapie ist auch vollkommen schmerzlos. Menschen mit Herzschrittmachen sollten keine Magnetfeldtherapie machen.
  • Wer führt eine Magnetfeldtherapie durch?
    Heilpraktiker, Physiotherapeuten,  Schulmediziner, usw. Für langwierige Behandlungen gibt es auch Heimgeräte, mit denen man selber die Therapie durchführen kann.
  • Was kostet eine Magnetfeldtherapie?
    Pro Sitzung kann man zwischen 15,00-30,00 € rechnen. Die Kosten werden aber nicht von der gesetzlichen Gesundheitskasse übernommen.

Warum funkltioniert die Magnetfeldtherapie

Laut Annahme der Befürworter basiert die Heilkraft in den tief in das Körpergewebe eindringenden magnetischen Impulsen, die sich dort positiv auf Verletzungen oder Entzündungen auswirken können.

Die Magnetfelder sind künstlich mit Strom herstellbar, ein bestimmter Apparat leitet die elektrische Energie in eine Spule – die Bewegung der Ladung erzeugt das magnetische Feld.

Die Magnetfeldtherapie beruht auf dem Prinzip, dass sich in allen Zellen elektrisch geladene Teilchen befinden – wenn es zu Verletzungen oder Entzündungen kommt, sind diese Teilchen, vielmehr die Ausrichtung der elektrischen Teilchen, gestört – was durch die Magnetfeldbehandlung wieder in Einklang gebracht werden kann, ergo der Krankheitsverlauf kann positiv beeinflusst werden.

Dauermagnete in Form von Gürteln, Schuheinlagen, Armbändern oder Pflastern beispielsweise werden für viele Leiden empfohlen und sind in vielen Ländern freiverkäuflich. Die Magnetstärke der oben erwähnten Produkte liegt zwischen 10 und 1000 Gauß. Allerdings ist die tatsächliche Wirksamkeit solcher Artikel sehr fraglich.

Manche Ärzte wenden die Magnetfeldtherapie in Form von Matten (Matratzen) unterstützend zu anderen Behandlungsmethoden an.

Aufgrund neuster Untersuchungen können Erfolge in der Wirksamkeit beispielsweise bei Arthrose in Knie oder Hüfte (Schmerzlinderung), Migräne oder bei Regelschmerzen verzeichnet werden.

Anwendung der Magnetfeldtherapie

Magnetfeldtherapie Bei zahlreichen Beschwerden kann die Magnetfeldtherapie angewendet werden. (Foto by: Georgina198 / Depositphotos)

Die Magnetfeldtherapie kann bei folgenden Indikationen angewendet werden:

Nebenwirkungen

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege zur Wirkung der Magnetfeldtherapie, weshalb die Krankenkassen in den seltensten Fällen die Kosten übernehmen. Nebenwirkungen gibt es an sich keine, manchmal verspüren die Patienten ein leichtes Kribbeln.

Die Magnetfeldtherapie darf nicht angewendet werden bei Patienten mit einem Herzschrittmacher oder anderen elektronischen Implantaten, schwangere Frauen sollten sich vorab mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Fazit

Die frei verkäuflichen Dauermagnete sind zwar beliebt, jedoch ist ihre therapeutische Wirkung keinesfalls belegt. Neueste Forschungen haben zwar geringe Wirkung auf Zellkulturen nachweisen können, inwiefern jedoch ein therapeutischer Effekt tatsächlich vorhanden ist, ist umstritten. Nach bisherigen Erkenntnissen ist das Anwenden der Dauermagnete ungefährlich.

Eine Magnetfeldtherapie kann in einer ärztlichen Ordination, bei einem Therapeuten, in einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationsklinik und auch als Heimtherapie erfolgen. Die Behandlung ist in der Regel langfristig angesetzt. Die Anwendung ist an sich einfach, denn das Magnetfeld dringt durch die Kleidung oder auch einen Gipsverband.

Eine Magnetfeldtherapie kann unterstützend zu anderen Behandlungen oder präventiv angewendet werden.


Bewertung: Ø 3,0 (3 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 03.08.2010
Überarbeitet am: 15.01.2020

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