Tipps für gesunde Nieren

Nieren und Leber sind die Entgiftungsorgane des Körpers. Werden die Nieren geschädigt, kann das zu schweren chronischen Erkrankungen führen. Es droht sogar der Verlust einer kompletten Niere. Umso wichtiger ist es für jeden von uns, auf die Nierengesundheit zu achten.

NierenNieren und Leber gelten als Entgiftungsorgane des Körpers. (Foto by: Kzenon / Depositphotos)

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Nierenschwäche, denn mit jedem Lebensjahr sinkt die Leistung dieser wichtigen Organe. Jetzt ist es noch bedeutsamer, Risikofaktoren zu vermeiden. Täglich pressen unsere Nieren ca. 180 l Flüssigkeit aus dem Blut. Millionen winzig kleine Gefäße filtern dabei permanent Giftstoffe aus dem Blut, sodass der Wasserhaushalt ausgewogen bleibt. Auch Medikamente werden über die Nieren entsorgt. Von ihrer Filterfunktion hängt es ab, ob alle Giftstoffe restlos abtransportiert werden. Viele Medikamente haben zudem für die Niere schädliche Nebenwirkungen. Da älteren Menschen in der Regel mehr Medikamente zu sich nehmen als junge, müssen sie besonders vorsichtig sein. Mit nachfolgenden Tipps können Sie Nierenerkrankungen wirksam vorbeugen.

1. Blase und Nieren warm halten

Vielen Erkrankungen der Niere kann man durch einen vernünftigen, gesunden Lebensstil vorbeugen. So sind Nierenentzündungen von Frauen häufig darauf zurückzuführen, dass sie sich nicht warm genug anziehen und der Beckenbereich kalter Zugluft ausgesetzt ist. Auch das Sitzen auf kalten Steinen begünstigen Blasenentzündungenund Nierenentzündungen. Jeder Entzündung muss komplett aus heilen. Befinden sich noch Keime im Körper, ist die nächste Entzündung schon vorprogrammiert. Viel Sport, Obst und Bewegung an der frischen Luft stärken das Immunsystem und beugen Blasenentzündungen und daraus resultierenden Nierenerkrankungen vor.

2. Viel trinken

Viel trinken für gesunde NierenTäglich viel Wasser oder Tee zu trinken, hilft die Nieren gesund zu halten. (Foto by: photography33 / Depositphotos)

Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke wie Limonaden erhöhen das Risiko für Nierenleiden. Wer viel Wasser und Tee trinkt, spült seinen Nieren ordentlich durch, sodass Krankheitserreger kaum Gelegenheit haben, sich einzunisten. Auch Kaffee ist erlaubt.

Durch Schwitzen und durch normales Ausscheiden über den Urin verliert der Körper Tag für Tag viel Flüssigkeit. Dieser Flüssigkeitsverlust muss immer wieder ausgeglichen werden. Insbesondere Sportler, Kinder und Jugendliche im Wachstum sowie ältere Menschen und Rekonvaleszente benötigen viel Wasser. Auch wer fastet oder eine Diät macht, sollte so viel wie möglich trinken. Wer auf Dauer zu wenig trinkt, riskiert akutes Nierenversagen.

Nur, wenn eine Nierenschwäche festgestellt wurde, kann übermäßiges Trinken ungünstig sein. Ansonsten hat es keine schädlichen Auswirkungen.

3. Rauchen aufgeben

Die winzigen Blutgefäße in der Niere werden durch die Giftstoffe der Zigarette stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie verengen und Durchblutungsstörungen sind die Folge. Ist die Niere nicht mehr richtig versorgt, büßt sie viel von ihrer Funktionsfähigkeit ein. Das hat fatale Folgen und kann sogar dazu führen, dauerhaft auf die Dialyse angewiesen zu sein.

Rauchen reduziert die Filterleistung der Nieren um mindestens 30 %. Eine zusätzliche Belastung bedeutet die Verengung der feinen Blutgefäße. Denn um die Verengung auszugleichen, wird automatisch das sympathische Nervensystem aktiviert. Das hat zur Folge, dass die Nieren den Druck erhöhen und Nierengewebe vernarbt und abstirbt.

4. Alkohol meiden

Genau wie Nikotin hat auch Alkohol sehr schädliche Auswirkungen auf die Nieren. Zwar trägt die Leber die Hauptlast bei der Entgiftung von Alkohol, doch auch die Nieren werden in Mitleidenschaft gezogen.

Wissenschaftler fanden zwar heraus, dass moderater Alkoholgenuss (nicht mehr als ein Glas Rotwein oder Bier pro Tag) bei älteren Menschen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall minimieren kann, doch für die Nierengesundheit trifft dies nicht zu. Sind die Nieren bereits geschwächt, sollte Alkohol gänzlich gemieden werden, denn die Nierenkörperchen können das Blut nicht mehr ausreichend filtern.

5. Hohen Blutdruck reduzieren

Bluthochdruck ist ein starker Risikofaktor für Nierenerkrankungen. Zu hoher Blutdruck schädigt die Gefäßwände, was sich insbesondere bei zarten, fein verästelten Blutgefäßen, wie sie in der Niere vorkommen, auswirkt. Es kommt zu Blutungen im Organ, Gewebe vernarbt und stirbt ab. So verliert die Niere immer mehr von ihrer Funktionsfähigkeit.

6. Übergewicht reduzieren

Übergewicht reduzierenÜbergewicht schädigt die Nieren, deshalb ist es wichtig, abzunehmen. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Wer zu viel Gewicht mit sich herumträgt, belastet nicht nur die Gelenke, sondern das gesamte Herz-Kreislauf-System. Besonders riskant ist das "Metabolische Syndrom", eine Folge des westlichen Lebensstils mit kalorienreicher Ernährung und zu wenig Bewegung. Hormone aus dem Fettgewebe stehen in Verdacht, die Nieren zu schädigen. So ist auch zu erklären, dass selbst Übergewicht ohne jegliche Begleiterkrankungen die Nieren schädigt.

7. Risikofaktor Diabetes

Diabetes und Übergewicht stehen in einem engen Zusammenhang. Der unnatürlich hohe Blutzuckerspiegel schädigt auf Dauer die Nieren, die daraufhin große Teile ihrer Filterfunktion einbüßen.

Die gute Nachricht: Bei 80 % der Diabetiker lässt sich der Blutzuckerspiegel durch eine Gewichtsreduzierung normalisieren. Ein unbehandelter Diabetes führt letztendlich zu einem irreparablen Nierenschäden und Dialysenotwendigkeit. Weil die Symptome erst spät in Erscheinung treten, spielt Früherkennung eine besonders große Rolle.

Häufige Infektionen und Harnsteine erhöhen das Risiko für eine Nierenschwäche, was wiederum ein höheres Risiko für Nierenversagen bedeutet. Chronische Erkrankungen sollten möglichst früh und adäquat behandelt werden, weil sonst das Risiko einer Nierenschädigung besteht. Eine Nierenschwäche lässt sich glücklicherweise relativ frühzeitig durch Harnuntersuchung und Bluttests diagnostizieren. Wird eine Nierenschwäche rechtzeitig erkannt, kann der Arzt wirksame Gegenmaßnahmen einleiten.


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