Die heilende Kraft der Ringelblume: Inhaltsstoffe, Wirkung, Anwendung und Tipps

Die Ringelblume ist eine bekannte Heilpflanze die besonders bei Beschwerden der Beine, bei Hautproblemen (Entzündungen) und bei Schwellungen aller Art eingesetzt wird. Sie besitzt wertvolle Inhaltsstoffe, die schmerzstillend, krampflösend, beruhigend, antibakteriell, anregend, pilztötend und reinigend auf den Körper wirken. Die Ringelblume wird generell für die Zubereitung von verschiedenen Salben verwendet.

Ringelblume als Heilpflanze Besonders zur Zubereitung von Heilsalben ist die Heilpflanze Ringelblume bekannt. (Foto by: miltonia / Depositphotos)

Diese Pflanze stammt aus der Familie der Korbblütengewächse und sie kommt ursprünglich aus Südeuropa. Die Ringelblume (Calendula officinalis) zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: sie wird bis zu 60 cm hoch, sie trägt schmale Blätter und leuchtende Blüten (orange bis gelb).

Von Juli bis September werden die Blüten gesammelt und weiterverarbeitet.

Bereits Hildegard von Bingen erkannte die Heilkraft der Ringelblume und setzte sie innerlich zur Heilung von Verdauungsproblemen und Vergiftungen ein und äußerlich wurde sie als Specksalbe bei Ekzemen angewendet.

Die Anwendung

Bei folgenden Beschwerden wird diese Heilpflanze eingesetzt: bei Akne (Pickeln), Arteriosklerose, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindel, Angstzuständen, Blutergüssen, Dekubitus, Ekzemen, Frostbeulen, Gallenbeschwerden, Gelbsucht, bei Hautproblemen (verletzte, gereizte und empfindliche Haut), bei Verbrennungen, Geschwüren, Insektenstichen, Krampfadern, bei einer Krebstherapie, bei einer Lymphknotenschwellungen (Entzündungen), bei Warzen, Hautkrebs, Narbenwucherungen, bei einer Magen- und Darmstörungen (Verstopfung, Hämorrhoiden), bei einer Leberschwäche, bei Menstruationsbeschwerden, bei einer Pilzerkrankung, Quetschungen, bei schlecht heilenden Wunden, Sonnenbrand, Furunkeln, Gesichtrose, Gürtelrose, Rotlauf (Wundrose, Erysipel) und Zerrungen.

Die Blüten und die Blätter dieser Pflanze werden für die Anwendungen herangezogen.

Die Wirkung

Die Pflanze besitzt folgende Inhaltsstoffe: Calenduloside (Oleanolsäureglykoside), Calendula-Sapogenin, Glykoside, Xanthophylle, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Salizylsäure, Taraxasterol, Violaxanthin, ätherisches Öl, Carotinoide, Flavonoide, Triterpenalkohole, wasserlösliche Polysaccharide, Saponine und Bitterstoffe.

Diese Stoffe wirken entzündungshemmend, abschwellend, antibakteriell, anregend, pilztötend, reinigend, antiseptisch, krampflösend, gallentreibend, schweißtreibend und schmerzlindernd auf den Körper.

Zudem kann die Gallenausscheidung positiv beeinflusst werden, die Wundheilung wird beschleunigt, die Blutgerinnung gefördert, die Durchblutung angeregt, die Verdauungsdrüsen werden aktiviert, der Stoffwechsel wird angekurbelt, die Menstruation kann gefördert werden, die Blutzirkulation der Haut wird reguliert, die Blutfettwerte können verringert werden und das Blut wird gereinigt.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 29.01.2010
Überarbeitet am: 06.03.2016

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