Offenes Bein (Ulcus cruris): Ursachen, Symptome, Behandlung und Prävention

Bei Ulcus cruris, auch offenes Bein oder Unterschenkelgeschwür genannt, handelt es sich um eine oft schmerzende und entzündete Wunde am Unterschenkel, welche nur schwer abheilt. Meist ist das distale Ende des Unterschenkels betroffen.

Offenes BeinEin offenes Bein ist eine entzündete und schlecht heilende Wunde am Unterschenkel. (Foto by: Vonschonertagen / Depositphotos)

Ein offenes Bein geht mit einem dramatischen Verlust von Gewebe einher und betrifft nicht nur die Oberhaut, sondern reicht zumindest bis zur Lederhaut, in schweren Fällen ist auch die Unterhaut von der Entzündung betroffen.

Grundsätzlich wird zwischen Ulcus cruris venosum und Ulcus cruris arteriosum unterschieden:

  • Offene Beine venösen Ursprungs entstehen, wenn die Venenklappen in den Beinen nicht richtig arbeiten.
  • Bei dem selteneren Ulcus cruris arteriosum ist eine Verkalkung der Arterien in den Beinen für die Erkrankung verantwortlich.

Frauen sind häufiger von dieser Erkrankung betroffen als Männer. Junge Menschen erkranken nur selten an Ulcus cruris, in den meisten Fällen sind ältere Menschen betroffen. Da ältere Menschen häufig an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden, heilen Wunden auch aufgrund dieser Multimorbidität nur schlecht ab.

Ist diese Krankheit ansteckend, tödlich oder vererbbar?

Prinzipiell ist ein offenes Bein weder ansteckend noch vererbbar.

Was jedoch vererbbar sein kann, ist eine Neigung zu den verursachenden Erkrankungen - beispielsweise Krebs, Diabetes, chronisch-venöse Insuffizienz oder Bluthochdruck.

Die Frage danach, ob ein offenes Bein tödlich enden kann, muss unter sehr ungünstigen Umständen mit ja beantwortet werden. Genau gesagt, können die Folgen eines offenen Beines tödlich enden. Potenziell gefährlich sind dadurch entstandene Blutvergiftungen, Infektionen mit Streptokokken oder multiresistenten Keimen, sowie Thrombosen und die daraus folgende Emboliegefahr.

Krankheitsverlauf, Dauer, Lebenserwartung

Der Krankheitsverlauf ist je nach Ursache individuell verschieden. Die Lebenserwartung ist bei einem offenen Bein bei sofortiger Behandlung normal - es sei denn, es treten unerwartete Komplikationen auf.

Heilungschancen und Heilungsdauer

Die Heilungschancen eines offenen Beines sind je nach Gesundheitszustand, Alter und Einsetzen der Behandlung unterschiedlich gut.

In der Regel fruchten die medizinischen Maßnahmen.

Wenn das Bein nicht zuheilt, blutet, nässt oder eitert, ist die Prognose schlechter. Meistens besteht die Hoffnung, dass das Bein nach ausreichend langer medizinischer Behandlung heilen kann.

Ist das offene Bein nach einem Jahr und trotz adäquater Therapie noch nicht abgeheilt, wird es als therapieresistent eingestuft.

Welcher Arzt ist bei einem offenen Bein der richtige Ansprechpartner?

Das offene Bein ist bei einem Phlebologen (Arzt für Venenerkrankungen) am besten aufgehoben, denn ein offenes Bein entsteht oft als Folge chronisch-venöser Insuffizienz.

Da auch andere Ursachen für eine offene Stelle am Bein denkbar sind, können gegebenenfalls weitere Ärzte hinzugezogen werden. Als Beispiel sei der Diabetologe (Arzt für Daibetes mellitus) genannt. Dauerhaft erhöhter Blutzucker kann zu einem offenen Bein führen.

Solange die Ursache des offenen Beins nicht behoben ist, kann auch die symptomatische Behandlung nicht fruchten. Zunächst ist es daher sinnvoll, die Ursachen des offenen Beines zu ermitteln. Dazu kann ein Gespräch mit dem Hausarzt sinnvoll sein. Dieser kennt die gesundheitlichen Problemfelder seiner Patienten meistens recht gut. Er entscheidet aufgrund einer Untersuchung und Befragung des Betroffenen, an welchen Arzt er den Patienten überweist.

Ein offenes Bein kann - je nach Schweregrad - eine Operation erfordern. Daher können auch Chirurgen oder Klinik-Phlebologen involviert sein.

Ursachen für ein offenes Bein

Die möglichen Verursacher für ein offenes Bein sind vielfältig. Es bedarf daher einer sorgfältigen Anamnese. Dadurch muss ermittelt werden, welche Ursachen einzeln oder im Zusammenwirken zu der offenen Wunde am Unterschenkel geführt haben.

Venöses Beingeschwür

In etwa 80% der Fälle liegt ein venöses Beingeschwür vor. Das Ulcus cruris venosum entsteht, wenn die Klappen an den Veneninnenseiten nicht mehr richtig schließen und das Blut, welches zurück zum Herz transportiert werden soll, sich teilweise in den Beinen anstaut.

Gewebe stirbt ab bzw. kann nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden, weil der Blutfluss in den Beinen teilweise stark verlangsamt ist.

Erfolgt dann in diesem Zustand eine kleine Verletzung, hat das Gewebe nicht genügend Ressourcen, um die Wunde rasch abheilen zu lassen und es entsteht ein offenes Bein.

Arterielles Beingeschwür

Das arterielle Beingeschwür hat seine Ursache in einer Verkalkung der Beinarterien. Durch die Verkalkung kommt es zu keiner ausreichenden Blutversorgung des Gewebes, welches dadurch stark geschädigt wird.

Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen kommen häufig bei chronischer Venenschwäche, beim Vorliegen von Krampfadern sowie arteriellen Durchblutungsstörungen als Verursacher für ein offenes Bein in Betracht.

Auch ein Zustand mangelnder Durchblutung des unteren Beines nach einer Thrombose kann in diesen Bereich gehören.

Zur Verursachung von Durchblutungsstörungen können aber auch langjähriger Nikotin- und Alkoholgenuss beitragen.

Ungesunde Ernährung

Eine ungesunde Ernährung kann Plaque-Ablagerungen in den Arterien begünstigen. Damit können diese nach vielen Jahren zu einem offenen Bein führen.

Chronischer Bewegungsmangel

Der Arzt kann möglicherweise primäre und sekundäre Ursachen für den Ulcus cruris unterscheiden. Die primäre Ursache für ein offenes Bein kann demnach in venösen oder arteriellen Durchblutungsstörungen bestehen.

Diese wiederum können durch eine ungesunde Lebensweise begünstigt worden sein. Ein sitzender Beruf und chronischer Bewegungsmangel können dazu beitragen, dass die Beine schlecht durchblutet sind.

Chronische Erkrankungen

Auf der Liste der chronischen Erkrankungen, die die Gefahr eines offenen Beines erhöhen, sind durchblutungsmindernde Erkrankungen wie Krebs, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus zu nennen. Treten offene Beine bei Diabetikern auf, so spricht man von einem diabetischen Beingeschwür.

Kortison

Bei älteren Patienten kommen oft mehrere der genannten Ursachen zusammen. Beispielsweise kann eine langjährige Kortisonbehandlung für dünne Haut und eine veränderte Blutungsneigung sorgen. Kortison gehört somit auf die Liste möglicher Verursacher.

Verletzungen

Außerdem kann es zu Verletzungen im Bereich des Knöchels oder Fußes kommen. Aus diesen entsteht dann ein offenes Bein.

Wichtig ist in jedem der genannten Fälle die umgehende Behandlung. Jedes Warten bzw. jeder Versuch der Selbstbehandlung verschlechtert die Prognose. Es droht eine Chronifizierung des Leidens. Unter Umständen kann durch eine Blutvergiftung oder eine Infektion der Wunde sogar ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten.

Symptome eines offenen Beines

Je nachdem, ob eine Venenklappeninsuffizienz oder eine Arterienverkalkung die Hauptursache für ein offenes Bein ist, leiden Betroffene unter verschiedenen Symptomen.

Ödembildung

Bei einem venösen Beingeschwür kommt es zur Bildung von Ödemen, es lagert sich also Flüssigkeit im Gewebe ab. Dadurch ist das betroffene Bein geschwollen. Teilweise bilden sich rot-braune Verfärbungen auf der Haut, es handelt sich dabei um Stauungsflecken.

Juckender Hautausschlag

Aufgrund des Nährstoffmangels trocknet die Haut aus und es kommt zur Bildung eines Stauungsekzems, also eines juckenden Hautausschlags, der aufgrund einer Durchblutungsstörung entsteht.

Nässende Wunden

Ulcus cruris venosum geht typischerweise mit stark nässenden Wunden einher, die in der Regel jedoch keine Schmerzen bereiten.

Kalte Füße

Arterielle Beingeschwüre betreffen großteils die Füße, welche wegen der mangelnden Blutversorgung auskühlen.

Zyanose

Nicht selten kommt es zu einer Zyanose, also einer leichten Blaufärbung des Gewebes aufgrund von Sauerstoffmangel, da das Gewebe durch die Durchblutungsstörung nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Schmerzen

Ein Ulcus cruris arteriosum führt meist zu starken Schmerzen, welche vor allem in der Nacht bzw. während Ruhephasen auftreten.

Durch die Hochlagerung der Beine beim Liegen wird die Blutversorgung der Beine zusätzlich erschwert.

Wadenkrämpfe

Im Rahmen eines Ulcus cruris arteriosum tritt häufig die so genannte Schaufensterkrankheit auf. Dabei leiden Betroffene unter Wadenkrämpfen beim Gehen, welche sich schlagartig bessern, wenn sie kurz stehen bleiben, etwa um sich ein Schaufenster anzusehen.

Untersuchungen und Diagnose

Die Diagnosestellung eines offenen Beins erfolgt hauptsächlich durch eine Anamneseerhebung und eine körperliche Untersuchung. Der behandelnde Arzt muss jedoch nicht nur die Diagnose stellen, sondern auch die genaue Ursache für das Ulcus cruris herausfinden.

Anamnese

Um eine Diagnose zu stellen, führt der Arzt zuerst ein Patientengespräch, um die genauen Beschwerden und vor allem die Krankengeschichte des Patienten zu ermitteln. Dabei fragt er besonders nach Leiden wie Krampfadern, Diabetes und Bluthochdruck.

Körperliche Untersuchung

Danach erfolgt eine Inaugenscheinnahme des Geschwürs. Meist reicht dies aus, um eine gesicherte Diagnose zu stellen, da ein offenes Bein von einem erfahrenen Arzt leicht als solches erkannt wird.

Abhängig von den genauen Symptomen und der Lokalisation des Geschwürs kann der Arzt feststellen, ob ein arteriell oder venös bedingtes Ulcus cruris vorliegt.

Dopplersonografie zur Diagnose

Um ein offenes Bein zu diagnostizieren, können auch bildgebende Verfahren angewandt werden. Meist wird bei Verdacht auf Ulcus cruris eine Dopplersonografie durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchung, mit welcher Venen und Arterien bildlich dargestellt werden können.

Phlebografie, Angiografie

Weiters kann eine Phlebografie oder eine Angiografie durchgeführt werden, also eine Kontrastmitteluntersuchung von Venen oder Arterien.

Gewebeprobe

Da offene Beine meist entzündet sind, kann eine Probenentnahme des Gewebes sinnvoll sein, da so der für die Entzündung verantwortliche Krankheitserreger bestimmt und eine gezielte Therapie mit Antibiotika begonnen werden kann.

Blutuntersuchung

Um systemische Grunderkrankungen wie Diabetes auszuschließen, kann zusätzlich noch ein Bluttest durchgeführt werden.

Behandlung des Ulcus cruris

Behandlung offenes BeinZur Behandlung von einem offenen Bein gibt es verschiedene Möglichkeiten. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Welche Behandlungsstrategie bei einem Ulcus cruris erforderlich ist, entscheidet der behandelnde Arzt.

Zu unterscheiden ist die symptomatische von der ursächlichen Behandlung. Beide müssen idealerweise Hand in Hand gehen. Sind also schlechte Blutzuckerwerte, arterielle Durchblutungsstörungen oder hoher Blutdruck als Verursacher ausgemacht, müssen diese zeitgleich behandelt werden. Die Behandlung eines Ulcus cruris kann viel Geduld erfordern und langwierig sein.

Wundreinigung

Die symptomatische Behandlung beginnt mit dem Reinigen der Wunde. Das kann beispielsweise durch eine Kürettage geschehen. Kontrolle, Reinigung und Desinfektion der Wunde müssen regelmäßig wiederholt werden.

Blutfluss verbessern

Wichtigste Maßnahme ist es, den gestörten Blutfluss wieder zu normalisieren. Außerdem muss eine Infektion oder Blutvergiftung verhindert werden.

Der Blutfluss wird meistens durch Kompression des betroffenen Beines verbessert.

Wundheilung

Zugleich sollte der Arzt dafür sorgen, dass die Heilung der betroffenen Hautschichten verbessert wird.

Salbenverbände

Das Abheilen der Wunde kann durch Zinksalbe, antiseptische bzw. fibrinolytische Salben oder andere geeignete Medizinal-Salben befördert werden. Nach der Wundreinigung und Desinfektion sind oft Salbenverbände hilfreich. Die Patienten können von den Pflegehelfern lernen, wie sie solche Verbände fachgerecht anlegen können.

Behandlung von stark nässenden oder chronischen Wunden

Hierbei sind meistens spezielle Maßnahmen notwendig.

Häufig greift die feuchte Wundbehandlung mit unterschiedlich konzipierten aseptischen Auflagen. Diese schützen die Wunde, halten sie feucht und keimfrei. Außerdem enthalten medzinische Feuchtauflagen regenerationsfördernde Substanzen. Bei einer trockenen Behandlung würde die Wunde langsamer abheilen.

Ist das offene Bein damit nicht zu heilen, greifen die Mediziner meist zu einer etwas ungewöhnlichen Methode: der bio-enzymatischen Wundreinigung. Diese nutzt Hunderte von Fliegenlarven.

Die Larven werden für einen oder zwei Tage in durchlässigen Säckchen auf dem Ulcus platziert. Sie fressen die abgestorbenen Gewebeteile, nachdem sie diese einspeicheln, um für ihre Verdaubarkeit zu sorgen. Beruhigend ist, dass die Larven kein gesundes Gewebe angreifen. Die bio-enzymatische Wundreinigung wird vornehmlich bei infizierten und schlecht abheilenden Beinwunden angewendet, wenn diese nicht auf Antibiotika ansprechen.

Unterstützende Maßnahmen

Der Patient selbst kann mithelfen, die Durchblutung zu verbessern:

  • Er kann mehr trinken und sich öfter bewegen.
  • Um die Heilung zu verbessern, können Betroffene Zinktabletten oder Propolis einnehmen.
  • Außerdem können sie Stauungen im Unterschenkelbereich verhindern, indem sie die Beine häufiger hochlegen.

Weitere Behandlungsmethoden

  • Behandlungen mit Blutegeln oder Lymphdrainagen können ergänzend hilfreich sein.
  • Gegebenenfalls ist eine Schmerzbehandlung bei tiefen Geschwüren angezeigt.
  • Kleinere Wunden oder nicht abheilende Restwunden können gegebenenfalls gelasert werden.

Operation

Wenn alle konventionellen Maßnahmen scheitern, ist eine Operation unumgänglich. Zu überlegen ist, ob eine Vene entfernt werden muss. Bei arteriellen Durchblutungsstörungen sind gegebenenfalls Bypässe möglich. Möglich sind auch Hauttransplantationen oder eine Amputation des betroffenen Fußes.

Medikamente

Medikamentös kann eine Ulcus-cruris-Therapie durch Antibiotika, Schmerzmittel oder Kortison unterstützt werden.

Hausmittel und Naturheilmittel zur Behandlung von einem offenen Bein

Calendula SalbeRingelblume (Calendula) lässt die Wunde schneller heilen. (Foto by: simoneandress / Depositphotos)

Die Selbstbehandlung sollte grundsätzlich nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Der erste Gang bei einem offenen Bein sollte immer zum Hausarzt führen.

Potenziell sind eigene Unterstützungsmaßnahmen möglich:

  • Propolis
  • eine zusätzliche Zinkeinnahme
  • Ringelblumensalbe
  • Honigauflagen
  • Kräutersalben
  • Homöopathie-Präparate
  • kolloidales Silber

Es ist jedoch nicht sinnvoll, den Arztbesuch zu vermeiden und die fachgerechte Behandlung des offenen Beines durch eine Selbstbehandlung zu ersetzen. Ein Ulcus cruris ist viel zu gefährlich, um das offene Bein experimentellen Eigenversuchen zu überlassen.

Der Patient ist jedoch aufgefordert, an seiner Heilung mitzuwirken. Der Arzt sollte befragt werden, welche Hausmittel sinnvoll sind und welche angesichts der Diagnose schaden.
Zu beachten ist, dass die meisten Hausmittel nur das Symptom, nicht aber seine Ursache behandeln. Schon aus diesem Grund kann es nicht genügen, am offenen Bein herumzudoktern und womöglich eine Verschlimmerung zu riskieren.

Wie gefährlich ist ein offenes Bein? Welche Komplikationen können auftreten?

Ein offenes Bein sollte immer gleich nach seinem Entstehen fachkundig versorgt werden. So besteht eine deutlich geringere Gefahr, dass durch unsachgemäßes Handeln unübersehbare Folgen entstehen.

Diese können als Minimum in Entzündungen oder einer Blutvergiftung bestehen. Vielfach ist die Durchblutung am unteren Bein so gemindert, dass oberflächliche Behandlungen nicht genügen.

Es kommt durch Fehlbehandlungen oder das Unterlassen einer Behandlung zu nässenden oder eiternden Wunden. Diese können eine beträchtliche Tiefe erhalten. Sie heilen dann umso schlechter.

Ein fauliger Geruch kann andeuten, dass eine gefährliche Entwicklung in Gang gekommen ist. Diese kann unter ungünstigen Bedingungen am Ende zu einer Amputation führen.

Eine andere Möglichkeit ist das Entstehen einer Wundrose. Andere Umstände können eine Thrombose mit nachfolgender Embolie begünstigen. Insofern kann nicht oft genug davor gewarnt werden, bei einem offenen Bein den Arztbesuch hinauszuschieben.

Prävention und was ich selbst tun kann

Um ein offenes Bein vorzubeugen, gilt es hauptsächlich die Risikofaktoren auszuschalten bzw. zu minimieren.

  • So sollte auf das Rauchen weitestgehend verzichtet werden, da dadurch die Arterien verkalken und sich arterielle Beingeschwüre entwickeln können.
  • Auch hoher Blutdruck ist ein Risikofaktor für ein arteriell bedingtes offenes Bein und sollte bereits im Anfangsstadium behandelt werden.
  • Menschen, die unter Krampfdern oder einer Venenklappeninsuffizienz leiden, können Kompressionsstrümpfe tragen, um der Blutstauung entgegen zu wirken.
  • Diabetikern ist zu raten bereits bei kleinen Wunden einen Arzt aufzusuchen und die Wunde professionell versorgen zu lassen, da sich aufgrund der schlechten Durchblutung der Beine rascher ein offenes Bein bildet.
  • Um Ulcus cruris vorzubeugen hilft es Übergewicht zu reduzieren und auf ausreichend Bewegung zu achten. Durch regelmäßige Bewegung wird die Beinmuskulatur angespannt und die Venen können somit zusammengepresst werden, wodurch das Blut zum Herz transportiert wird. Menschen mit sitzender Tätigkeit sollten daher darauf achten während des Tages immer wieder kleine Bewegungspausen einzulegen.

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