Hörsturz

Sozusagen aus heiterem Himmel kann ein Hörsturz auftreten. Dabei hört der Betroffene plötzlich auf einem und selten auf beiden Ohren nichts mehr oder sehr schlecht. Ohrgeräusche, ein dumpfes Gefühl oder Schwindel tauchen mit dem Hörsturz auf. Grund könnte eine Störung der Durchblutung im Innenohr sein.

HörsturzGrund für einen Hörsturz ist eine verminderte Durchblutung im Innenohr. (Foto by: gstockstudio / Depositphotos)

Was ist ein Hörsturz?

Ein Hörsturz kommt plötzlich und ohne Anlass. Zumeist besteht dabei auf einem Ohr eine Hörminderung, der Grad dieser kann unterschiedlich schwer sein. Das Innenohr ist funktionell gestört, man spricht von sensorischer Schwerhörigkeit. Von einem Hörsturz können vor allem Erwachsene betroffen sein, besonders im Alter zwischen dem fünfzigsten und sechszigsten Lebensjahr. Es ist allerdings ein Anstieg von jüngeren Betroffenen (zwischen 30 und 40 Jahren) zu beobachten.

Die Ursachen für einen Hörsturz

Genaue Ursachen für die Entstehung eines Hörsturzes sind bisher noch nicht eindeutig geklärt – vermutet werden mehrere auslösende Faktoren wie kleine Blutgerinnsel im Ohr, Arteriosklerose, Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte und viele mehr. Denn letztlich ist eine verminderte Durchblutung im Ohr und somit eine Schädigung (durch Sauerstoffunterversorgung) der Haarzellen (Sinneszellen) im Ohr, die elektrische Signale über den Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn weiterleiten verantwortlich für einen Hörsturz.

Risikofaktoren neben einer schlechten Durchblutung im Ohr können weiters sein:

Die Symptome bei einem Hörsturz

Die Beschwerden bei einem Hörsturz kommen plötzlich und ohne erkennbaren Anlass. In den meisten Fällen ist ein Ohr vom Hörsturz betroffen. Die Hörminderung ist sehr unterschiedlich, so kann es zum totalen Hörverlust ebenso wie zu ganz leichten Minderungen der Hörfähigkeit kommen. Weiters können mehrere oder auch nur ein einzelner Frequenzbereich betroffen sein.

Zudem können Symptome sowie ein dumpfes Druckgefühl auftreten, welches sich so anfühlt, als hätte man Watte im Ohr. Häufig treten Ohrgeräusche, ein sogenannter Tinnitus, auf und bei manchen Betroffenen ist Schwindel ein zusätzliches, unangenehmes Symptom.

Die Behandlung bei einem Hörsturz

Behandlung HörsturzVerschiedene Behandlungsmethoden stehen bei einem Hörsturz zur Verfügung. (Foto by: photographee.eu / Depositphotos)

In erster Linie zielt die Behandlung eines Hörsturzes auf die verbesserte Durchblutung im Innenohr und damit der ausreichenden Sauerstoffversorgung der Haarzellen. Ein Hörsturz sollte so früh wie möglich behandelt werden.

Infusionstherapie

Dauert rund 14 Tage, das Blutvolumen wird vergrößert, die Fließeigenschaften des Blutes verbessert, medikamentös unterstützt.

H.E.L.P.-Apherese Therapie

Ein Blutreinigungsverfahren, das Hörvermögen wird zwei Tage später von einem HNO Arzt kontrolliert, weitere Untersuchungen sind sinnvoll.

Die Sauerstoff-Überdruck-Therapie

Erfolgt in einer Überdruckkammer, Voruntersuchungen sind notwendig, wird angewandt, wenn Infusionen nicht helfen.

Das Laser-Ginkgo-Verfahren

Ginkgo wird verabreicht, danach das Ohr mit einem Low-Laser-Strahl bestrahlt, ein Erfolg ist wissenschaftlich noch nicht bestätigt

Grundsätzlich gilt: Ein Hörsturz sollte so früh wie möglich (in den ersten Stunden oder maximal bis eine Woche danach) behandelt werden, um gute Heilungserfolge zu erzielen. Bei nicht behandeltem Hörsturz können die Folgen ein dauernder Tinnitus oder gar der komplette Hörverlust sein.

Kann man einem Hörsturz vorbeugen?

Stress ist ein Risikofaktor für einen Hörsturz, der erwiesen ist. Stress zu meiden also eine Vorbeugungsmaßnahme. Ebenso sollten extreme Lärmbelastung und das Rauchen vermieden werden. Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung ist hilfreich, denn damit können Faktoren wie ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut von vornherein ausgeschlossen werden.


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