Schwerhörigkeit

Eine Schwerhörigkeit kommt häufig vor. Eingeteilt wird die Schwerhörigkeit in vorübergehende und bleibende Schäden sowie in akute und chronische Verläufe. In einem bestimmten Maß liegt der Schwerhörigkeit auch das Lebensalter zugrunde, darum sind wesentlich mehr ältere Menschen davon betroffen als junge.

SchwerhörigkeitBei einer Schwerhörigkeit werden Geräusche und Töne lediglich abgeschwächt wahrgenommen. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Beinahe jeder Mensch ist in seinem Leben zeitweise von einer Schwerhörigkeit betroffen. Das Hörvermögen ist beispielsweise beim Fliegen oder auf dem Gebirge herabgesetzt. Auch bei sehr lauter Musik oder nach einer Ohrentzündung kann das Hörvermögen kurzfristig eingeschränkt sein.

Mit zunehmendem Alter nimmt das Hörvermögen ab, diese Schwerhörigkeit ist also gewissermaßen als normal zu bezeichnen.

Eingeteilt wird eine Schwerhörigkeit in drei Formen:

  • Die Schallleitungsschwerhörigkeit (Beispiel nach Trommelfellschäden, bei Mittelohrentzündung)
  • Die Schallempfindungsstörung (Beispiel eine Schädigung des Gehörknöchelchens, des Gehirns oder des Hörnervs durch langfristige Hörschäden)
  • Eine Kombination der beiden oben genannten Formen: Eine Schwerhörigkeit kann akut oder chronisch auftreten, zumeist heilt sie spontan ab. Chronische Hörschäden sowie anhaltende akute Schwerhörigkeit müssen behandelt werden.

Unterschieden wird je nach Grad der wahrgenommenen Geräusche in:

  • Die Normalhörigkeit
  • Die geringgradige Schwerhörigkeit
  • Die mittelgradige Schwerhörigkeit
  • Die hochgradige Schwerhörigkeit
  • Die an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit

Die Ursachen für eine Schwerhörigkeit

Handelt es sich um eine Schalleiterschwerhörigkeit, ist der Grund der Verschluss eines Gehörgangs. Der Schall kann nicht mehr zum Innenohr gelangen. Ursachen dafür können unter anderen Entzündungen wie eine Mittelohrentzündung, vermehrte Ohrschmalzbildung, ein durchstochenes Trommelfell oder Verletzungen im Mittelohr sein. Auch kann eine Schallleiterschwerhörigkeit chronische Ursachen wie eine fehlentwickelte Ohrmuschel oder eine chronische Mittelohrentzündung haben.

Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit kann akut oder chronisch sein und unter anderen verursacht werden durch:

  • Einen Hörsturz
  • Extremen Lärm über 120 Dezibel
  • Medikamentennebenwirkung
  • Einen Schädelbruch
  • Schwere Infektionen wie eine Hirnhautentzündung oder Scharlach
  • Psychischen Stress u.m.

Die Symptome einer Schwerhörigkeit

Eine Schwerhörigkeit umfasst ein breites Spektrum an Symptomen, die sich je nach Ausmaß und Art sehr unterscheiden. Jeder Form und Ursache der Schwerhörigkeit gleich ist, dass Geräusche und Töne lediglich abgeschwächt wahrgenommen werden können. Auch kann es zu Schwindel kommen, da das Gleichgewichtsorgan sich im Innenohr befindet.

Die Behandlung einer Schwerhörigkeit

Behandlung Schwerhörigkeit mit HörgerätMeist werden Hilfsmittel, wie Hörgeräte oder Hörersatz bei einer Schwerhörigkeit angewendet. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Da eine Schwerhörigkeit viele verschiedene Ursachen haben, sowie chronisch oder akut sein kann, richtet sich eine Behandlung nach der Krankheitsursache.

Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von konservativen bis zu operativen Maßnahmen bis zu Hilfsmitteln wie Hörgeräten, Hörersatz oder dem Einleiten einer psychotherapeutischen Therapie. Eine Schwerhörigkeit sollte bei Kindern schnell diagnostiziert und behandelt werden, da es ansonsten zu Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung kommen kann.

Kann man einer Schwerhörigkeit vorbeugen?

Damit eine Schwerhörigkeit nicht chronisch wird, ist es notwendig, bei einer länger anhaltenden Hörminderung einen HNO-Arzt zu konsultieren. Handelt es sich um einen plötzlichen Hörverlust, ist sofort ein HNO-Arzt aufzusuchen. Ein weiterer Tipp, um einer Schwerhörigkeit vorzubeugen ist, sich nicht unnötig lange extremen Lautstärken auszusetzen, weder im privaten Bereich (Diskothek, Konzert, Motorräder, iPod, etc.) noch am Arbeitsplatz. Am Arbeitsplatz gelten rechtliche Bestimmungen, dass ab einem Lärmpegel von über 85 Dezibel ein Hörschutz verpflichtend ist.


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