Bärlauch als Heilpflanze

Diese Pflanze ist vor allem aus der Küche bekannt, aber diese hat eine positive Wirkung auf den Körper, besonders bei Bluthochdruck, Verdauungsstörungen oder bei Hautauschlägen. Ein übermäßiger Verzehr kann aber zu Reizungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes führen.

Heilpflanze BärlauchDie Heilpflanze Bärlauch eignet sich vor allem für eine Frühjahrskur. (Foto by: Svtdep / Depositphotos)

Der Bärlauch gehört zur Familie der Lauchgewächse und stammt ursprünglich aus Europa und Nordasien. Er hat weiße Blüten (sternförmig), wird 20 bis 50 Zentimeter hoch und einen geraden, zwei- oder dreikantigen aufrechten Stängel und wird wie der Knoblauch als Gewürz (Blätter und die Zwiebel des Bärlauches) in der Küche verwendet. Der Bärlauch wird vor allem im Frühjahr geerntet und die heilende Wirkung kann sich am besten entfalten, wenn man eine frische Pflanze verwendet (beim Trocknen verliert dieser einen sehr großen Teil seines Aromas). Nach Abblühen zieht sich der Bärlauch wieder in die Erde zurück.

Die Anwendung

Bei folgenden Beschwerden wird der Bärlauch eingesetzt: bei Arteriosklerose, Bluthochdruck, Magen-Darm-Störungen (Blähungen, Verdauungsstörungen und -beschwerden), Hautausschläge und bei Bronchitis.

Wenn man einen Saft aus der frischen Pflanze presst, können sich die heilenden Kräfte und der außergewöhnliche Geschmack besonders gut entfalten. Generell werden die jungen Blätter der Pflanze verwendet (Zwiebel wird nur selten verwendet).

Wenn man den Bärlauch selbst ernten möchte, sollte man bedenken, dass dieser dem giftigen Maiglöckchen oder oft auch mit der giftigen Herstzeitlosen verwechselt wird! (Tipp: Wenn man das Blatt des Bärlauchs zwischen den Finger reiben, sollte dies nach Knoblauch riechen).

Für einen anregenden Bärlauchsaft verwendet man frisches Kraut, dazu werden die Blätter gehackt und diese werden in einem Tuch kräftig ausgedrückt. Der daraus entstehende Saft sollte mehrmals am Tag eingenommen werden. Man kann daraus auch diverse Tinkturen und Kompressen herstellen (Fertigpackungen oder Frischblattgranulate gibt es in der Apotheke).

Die Wirkung

Hauptwirkstoffe sind Sulfide, die auch in Knoblauch und Zwiebel zu finden sind. Wird der Bärlauch zerkaut, werden daraus sogenannte Sulfensäuren, die eine Vorstufe zu einem anderen Wirkstoff bildeen, der ein effektives Medikament gegen Pilze und Bakterien ist.

Weitere Inhaltsstoffe von Bärlauch sind Alliin, ein hoher Anteil an Vitamin C, einen hohen Mineralsalzgehalt, Magnesium, Eisen, Mangan und Methanthiol.

Der Bärlauch wirkt durchblutungsfördernd, desinfizierend, schleimlösend, appetitanregend, entzündungshemmend, entschlackend und ist antibiotisch. Zudem kann dieser, dass Immunsystem stärken, den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel senken, Pilzinfektionen (Darmparasiten) hemmen, er ist förderlich für die Funktion von Leber- und Galle, die Harnbildung wird angeregt, er wirkt regulierend auf den Fettstoffwechsel, die Arterienverkalkung kann vermindert, ein Herzinfarkt vorgebeugt werden und diese Heilpflanze eignet sich vor allem für eine Frühjahrskur.

Hier finden Sie ein Video wie man Wildkräuter richtig sammelt:


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