Bärlauch: gesundes Heil- und Gewürzkraut

Diese gesunde Pflanze ist vor allem aus der Küche bekannt, nimmt aber auch als Heilpflanze einen wichtigen Stellenwert ein. Besonders bei Bluthochdruck, Verdauungsstörungen oder bei Hautauschlägen kann Bärlauch angewendet werden.

Heilpflanze BärlauchDie Heilpflanze Bärlauch eignet sich vor allem für eine Frühjahrskur. (Foto by: Svtdep / Depositphotos)

Der Bärlauch gehört zur Familie der Zwiebelgewächse und ist somit ein naher Verwandter von Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.

Umgangssprachlich wird Bärlauch auch als Wilder Knoblauch oder Waldknoblauch bezeichnet.

Die lateinische Bezeichnung lautet Allium ursinum. Bärlauch gedeiht vor allem auf nährstoffreichen Böden.

Wissenswertes über Bärlauch

  • ursprünglich stammt das beliebte Frühlingskraut aus Europa und Nordasien
  • seine Blüten sind weiß und sternförmig
  • er wird 20 bis 50 Zentimeter hoch
  • diese Pflanze besitzt einen geraden, zwei- oder dreikantigen aufrechten Stängel
  • Geruch: würzig und intensiv nach Knoblauch
  • Geschmack: aromatisch

Erntezeit

Der Bärlauch wird im Frühjahr von März bis April geerntet. Die Pflanze sollte dabei noch nicht blühen, denn sonst schmecken die Blätter bitter und streng.

Bärlauch kann seine heilende Wirkung am besten entfalten, wenn frische Pflanzen verwendet werden, denn beim Trocknen verliert dieser einen sehr großen Teil seines Aromas.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Mai, nach Abblühen zieht sich der Bärlauch wieder in die Erde zurück.

Bärlauch erkennen: Unterschied zwischen Bärlauch und Maiglöckchen

Wenn man den Bärlauch selbst ernten möchte, sollte man bedenken, dass dieser dem giftigen Maiglöckchen oder oft auch mit der giftigen Herbstzeitlosen verwechselt wird! Tipp: Das Blatt des Bärlauchs zwischen den Fingern reiben - handelt es sich um echten Bärlauch, sollte es nach Knoblauch riechen.

Anwendung

In der Küche

Vor allem in der Küche ist Bärlauch sehr beliebt. So können daraus zahlreiche Gerichte, wie Suppen, Salate, Aufstriche, Saucen, Pesto oder Nudeln gezaubert werden.

Bärlauchsaft

Wenn man einen Saft aus der frischen Pflanze presst, können sich die heilenden Kräfte und der außergewöhnliche Geschmack besonders gut entfalten.

Für einen anregenden Bärlauchsaft verwendet man frisches Kraut: Die Blätter waschen, hacken und in einem Tuch kräftig ausdrücken. Der daraus entstehende Saft sollte mehrmals am Tag eingenommen werden. Alternativ verwendet man Fertigpackungen oder Frischblattgranulate aus der Apotheke.

Tinktur

Bärlauchblätter mit Weingeist oder Doppelkorn übergießen, in einen gut verschließbaren Glasbehälter füllen und ca. 42 Tage lang ziehen lassen. Anschließend die Flüssigkeit abseihen und in dunkle Flaschen umfüllen. Diese Tinktur kann pur oder mit Wasser verdünnt eingenommen werden.

Nährwerte

Hauptwirkstoffe sind Sulfide, die auch in Knoblauch und Zwiebel zu finden sind. Wird der Bärlauch zerkaut, werden daraus sogenannte Sulfensäuren, die eine Vorstufe zu einem Wirkstoff bilden, der ein effektives Medikament gegen Pilze und Bakterien ist.

Weitere Inhaltsstoffe von Bärlauch sind Alliin, ein hoher Anteil an Vitamin C, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Mangan, Methanthiol und sekundäre Pflanzenstoffe.

Kaloriengehalt

100 Gramm frischer Knoblauch enthält lediglich 23 Kilokalorien.

Wirkung

Der Bärlauch wirkt durchblutungsfördernd, harntreibend, schweißtreibend, desinfizierend, schleimlösend, appetitanregend, entzündungshemmend, entschlackend und ist antibiotisch.

Bärlauch wirkt lindernd bei Blähungen, Völlgefühl und Durchfall.

Zudem kann dieser das Immunsystem stärken, den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel senken, Pilzinfektionen (Darmparasiten) hemmen und den Stoffwechsel anregen.

Bärlauch wirkt förderlich auf die Funktion von Leber- und Galle und kann somit auch zur Leberreinigung beitragen. Weiters wird die Harnbildung angeregt, der Fettstoffwechsel wird reguliert, eine Arteriosklerose kann vermindert und ein Herzinfarkt vorgebeugt werden.

Dank seiner entschlackenden und entgiftenden Wirkung wird Bärlauch gerne bei einer Frühjahrskur angewendet.

Weitere Anwendungsgebiete: bei Bluthochdruck, , Hautausschlägen und bei Bronchitis.

Vorsicht: Ein übermäßiger Verzehr kann aber zu Reizungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes führen.

Bärlauch in der Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft sollte Bärlauch nur vorsichtig verwendet werden. Werden große Mengen von Bärlauch verzehrt kann dieser eine Frühgeburt auslösen. Außerdem ist es wichtig, die Blätter vorher gründlich zu waschen.

Auch in der Stillzeit ist dieser mit vorsicht zu genießen, denn die Inhaltsstoffe können in die Muttermilch übergehen und beim Baby Blähungen verursachen.

Hier finden Sie ein Video wie man Wildkräuter richtig sammelt:


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