Heilpflanze Augentrost: Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Die, auf den ersten Blick unscheinbar wirkende, Heilpflanze Augentrost (Euphrasia officinalis) gehört der Familie der Braunwurzgewächse (Rachenblütler) und ist ursprünglich in Mitteleuropa beheimatet.

Augentrost als Heilpflanze Die Heilpflanze Augentrost wird, wie der Name schon sagt, bei vielen Augenleiden eingesetzt. (Foto by: ChiccoDodiFC / Depositphotos)

Schnellfakten über Augentrost

  • In der Küche
    Augentrost weist einen balsamischen Geruch sowie einen scharfen und bitteren Geschmack auf.
  • Inhaltsstoffe
    Der Augentrost enthält Aucubin (ein antibiotisches Glykosid), diverse Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide sowie ätherische Öle.
  • In der Medizin
    Die Heilpflanze hat eine entzündungshemmende, verdauungsfördernde, schmerzlindernde, abschwellende, zusammenziehende, appetitanregende und antibakterielle Wirkung auf den Körper.
  • In der Botanik
    Diese Pflanze wächst stets in der Nähe von Gräsern auf Wiesen, Weiden und Hängen, gehört der Familie der Braunwurzgewächse (Rachenblütler) an und ist ursprünglich in Mitteleuropa beheimatet.
  • Weiteres
    In der Apotheke sind homöopathische Fertigarzneimittel erhältlich, mit denen man einen Augentrost-Tee, eine Kompresse, ein Bad oder einen Augentrost-Wein zubereiten kann.

Welche positiven Wirkungen hat Augentrost?

Besonders im Bereich der Augen kann diese Pflanze einige Wunder bewirken. Die natürliche Sehkraft kann erhalten werden oder zahlreiche Entzündungen können in diesem Bereich bekämpft werden. Zudem können durch die Anwendung von Augentrost die Schleimhäute gestärkt und gereinigt werden.

Weitere Anwendungsbereiche sind:

  • Blutarmut
  • Lichtempfindlichkeit
  • Krämpfe
  • Schlaflosigkeit
  • bei einem Nervenleiden

Augentrost-Tee

Für einen Tee einen Teelöffel getrocknetes Augentrostkraut mit ca. 200 ml heißem Wasser übergießen, zugedeckt für ca. 10 Minuten lang ziehen lassen und abseihen.

Ein Tee aus Augentrost hilft manches Mal bei:

Wann sollte man auf Augentrost verzichten?

Wenn verschiedene Augentropfen miteinander kombiniert werden kann es zu unvorhergesehen Wechselwirkungen kommen.

Wird die Heilpflanze bei einer trockenen oder verstopften Nase angewendet, können sich die Beschwerden aufgrund der adstringierenden Wirkung von Augentrost verschlimmern.

Augentrost als Hausmittel

Bindehautentzündung oder Gerstenkorn

Zur Behandlung einer Bindehautentzündung oder eines Gerstenkorns ein Baumwoll- oder Leinentuch in einem abgekühlten Augentrost-Tee tränken und für ca. zehn Minuten auf die geschlossenen Augen legen. Die Anwendung mehrmals täglich wiederholen.

Pollenallergie

Bei einer Pollenallergie kann eine Teemischung aus je 20 Gramm Augentrost-, Estragon-, Gundelreben-, Ysopkraut und Meisterwurz helfen.

Hierfür einen Teelöffel der Mischung mit 200 ml Wasser aufgießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und zu den Mahlzeiten genießen. Zwei Tassen sollten davon täglich getrunken werden.

Geschwollene Augen und Tränensäcke

Bei Beschwerden wie geschwollene Augen, Tränensäcken und müden Augen können Augenkompressen mit Augentrost helfen. Um die Wirkung noch zu erhöhen, kann die Heilpflanze mit Fenchel kombiniert werden.

  1. Für die Augenkompresse 10 Gramm zerstoßenen Fenchelsamen mit 25 Gramm getrocknetem Augentrostkraut vermengen
  2. Einen Teelöffel davon mit 250 ml heißem Wasser übergießen
  3. zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen und abseihen
  4. Eine Mullkompresse in die Flüssigkeit tauchen und für 10 Minuten auf die geschlossenen Augen auflegen
  5. Am Tag drei- bis viermal wiederholen. Um Tränensäcke loszuwerden ist eine regelmäßige Anwendung wichtig

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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 05.01.2010
Überarbeitet am: 07.07.2020

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